UmweltbriefUmweltbrief
Hintergrund-Informationen aus Umwelt, Wirtschaft und Finanzen
Geld- und Ökotipps
Umweltbrief
Geldtipp | Ökotipp | Save Planet | Wasser-Info | Ökostrom-Test | Nasa-Info | Elektroauto | Gift-Abc
Archiv | Impressum | kostenlos abonnieren

Umweltbrief November 2009

Die neue Lebensfreude

Politiker und Unternehmen aller Welt setzen alles aufs Wirtschaftswachstum. Die französischen Wachstumsverweigerer wollen jedoch das genaue Gegenteil: "Décroissance", Schrumpfung von allem was Stress produziert und die Umwelt kaputt macht. Für die Décroissance machen sich immer mehr französische Intellektuelle, Künstler, aber auch einfache Leute stark. Doch die Mainstream-Medien berichten kaum über diese Bewegung, die Ansichten, die sie verbreiten, sind immer dieselben. Dafür umso mehr die unabhängigen Zeitungen.
Schluss mit TV und Junkfood, neue Träume statt von Rolex und Jet Set. Für die Lebensfreude braucht man keine Designermöbel.
Wachstumsverweigerung - ein weites Feld. "La décroissance" steht für einen ganzen Gesellschaftsentwurf, der sich auf den ersten Blick in eine Reihe "Neins" übersetzen lässt: Nein zum Wirtschaftswachstum um seiner selbst willen, Nein zur Vergeudung, Nein zur Maßlosigkeit dessen, was ein durchschnittlicher Europäer der Erde abverlangt - sprich: Nein zum überproportionalen ökologischen Fußabdruck, Nein zum Konsumwahn.
Mit viel Humor nimmt "La décroissance" auch Greenwasher, also falsche Umweltschützer aller Art, auseinander, bis hin zu jenem französischen People-Magazin, das mit 600 Litern roter Farbe sein Logo auf Grönlands Eis schreibt - angeblich um sich für den Klimaschutz einzusetzen.

Gegen die in Frankreich schon bald verfassungsmässige Verpflichtung auf Wachstum wehren sich seit langem die Wachstumsverweigerer. Die Veranstaltung «Contre-Grenelle» hat dies unmissverständlich vorgeführt. Für sie ist Wachstumsrücknahme eine zukunftsfähige Politik im Dienste der Menschen, denn Globalisierung sei kein Naturgesetz.
Sarkozy's grünes Wirtschaftswachstum bringe ein gigantisches Greenwashing des forcierten Wachstumskurses mit individuellen Verschmutzungsrechten unter Umgehung der demokratischen Entscheidungsmechanismen.
Eine klug organisierte Umstellung auf Wachstumsrücknahme würde sogar die Schaffung neuer Arbeitsplätze ermöglichen.

Seit 2008 gibt es auch in der Schweiz ein wachstumskritisches Netzwerk. Für den Genfer Professor Jacques Grinevald ist es keine Frage, ob man die Wirtschaft von ihrem zerstörerischen Wachstumszwang abbringen kann - man muss! "Es gibt keine andere Lösung. Vielleicht finden wir den Weg leichter, wenn wir bedenken, dass es nicht nur um die Überwindung des Kapitalismus geht. Es geht um die Überwindung eines Machtstrebens, das untrennbar zum ökonomischen Denken gehört. Die Ökonomen wollen nicht nur Wachstum, sie wollen Wachstum des Wachstums, im Zweifelsfall lieber eine Explosion als Stillstand oder Rückschritt. Sie wollen Eroberung. Ihr Fach ist von einer kriegerischen Mentalität geprägt. Es geht aber gerade darum, dass wir lernen, Gewaltfreiheit zu einem Grundprinzip unseres Handelns, auch unseres wirtschaftlichen Handelns, zu machen. Unsere gesamte gesellschaftliche Wirklichkeit ist heute von Gewalt und Gewaltdenken beherrscht. Das gilt es zu überwinden."

Nicholas Georgescu-Roegen (1906-1994): Mathematiker und Ökonom, hat den Widerspruch erkannt, der zwischen dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik und dem Anspruch auf unbegrenztes wirtschaftliches Wachstum besteht. Unser Wirtschaften spielt sich in einer ständig sich verschlechternden Ressourcenlage ab. Wenn die Menschheit möglichst lange überleben will, muss sie Wirtschaftsschrumpfung anstreben. Solange die Wirtschaftswissenschaft dies bestreitet, ist sie grundsätzlich lebensfeindlich.
Sogar der deutsche Bundespräsident Köhler (Ex-IWF-Chef) ist nun Wachstumskritiker: "Es ist Zeit, darüber nachzudenken, ob ein schlichtes ,Immer-mehr'-Denken die Zukunft gewinnen kann."  Mehr bei
http://www.bund.net/suedlicher-oberrhein/idx-wachstum.html
http://www.rfi.fr/actude/articles/114/article_1504.asp
http://www.ladecroissance.net
http://www.forumcivique.org/?site=ARCHIPEL&article=1315
http://www.forumcivique.org/?site=ARCHIPEL&article=1316
http://www.augsburger-allgemeine.de/Artikel,_pageid,4289.html
 

Weitere Themen:
+ Strategischer Konsum und Greenwashing
+ China schlägt USA beim Klimaschutz
+ Verbot von Laubbläsern

+ Umwelttechnologien + Erneuerbare Energien
   - Zukunftstechnologien
   - Energieversorgung: autark und selbstbestimmt
   - Sonnenbahn per Autobahn
   - EU-Richtlinie zur Energieeffizienz von Gebäuden
   - Grüne Handys
   - Elektroautos als Zwischenspeicher
   - Erstes Elektrofahrzeug-Institut
   - Elektrofahrzeuge-Endkunden-Marketingstudie
   - Strom im Tank - Wo bleibt das Elektroauto?

   - Elektroautos ab 2015 Massenphänomen
   - Das Auto - der mobile Leerlauf?
   - Die Geschichte des Elektrofahrzeugs
   - Light Car – Open Source Elektrofahrzeug-Studie
   - Tesla Model S: Elektroauto für die ganze Familie
   - Wie fährt sich ein Elektroauto?
   - eRUF Porsche Greenster
   - Smart ED
   - Nutzlose Abgasuntersuchungen

+ Umweltfinanzen
   - Finanzkrise: "Es hat alles seinen Preis"
   - Keine Krise bei Umweltbanken
   - Erneuerbare Energien werden Gewinner der Finanzkrise sein

+ Spruch des Monats: Nicholas Stern

+ Rechtsliberale Koalition oder Greenwashing pur
+ Kampf den Kartellen
+ Von der Gier der Manager
+ Gentechnik: Einkaufen im Bioladen reicht nicht
+ Delphin-Shows beenden
+ Etikettenschwindel bei Nahrungsmitteln
+ Etikettenschwindel bei Waschmitteln
+ Etikettenschwindel bei Antibabypillen
+ Tödliche Algenpest: Folgen der intensiven Landwirtschaft
+ Virus Auto - Die Geschichte einer Zerstörung
+ Die Donau als Wasser-Highway
+ BASF Ethylen-Pipeline-Süd umstritten
+ CERN: Bedenkliche Experimente
+ Albtraum Atommüll

+ Atomkonzerne abwählen
+ Am Atomausstieg festhalten!
+ RWE-AKW in Belene verhindert!

+ Klimawandel
   - Marsch ins Treibhaus
   - Methan wirkt gefährlicher als angenommen
   - Klima liegt in Konsumentenhand
   - Eisbären in Not

   - Das Zeitalter der Dummheit

+ Demokratie oder Öl-Wirtschaft
   - Die Energiepolitik der EU
   - Der nächste Ölpreisschock kommt bestimmt!

+ Totale Überwachung
   - Zusammenhang zwischen Konsumgütern, Technik und totaler Überwachung
   - Auch "heimische Extremisten" im Visier
   - Vom gläsernen Menschen zum mündigen Bürger
   - Google Voice
   - Automatischer Scan

+ Buchtipp Silke Helfrich: Wem gehört die Welt?
+ Filmtipp Loose Change 9-11
+ Statistik: 37% der Autofahrer für Elektrofahrzeuge
+ Umwelt-Termine
+ PS: Pestizide schüren Suizidgedanken

PDF-Druckversion Denken Sie bitte an die Umwelt: Speichern ist umweltfreundlicher als drucken.

For translations into other languages we recommend
http://de.babelfish.yahoo.com
 

Strategischer Konsum und Greenwashing

In Deutschland sollen es 15% der Bevölkerung sein, die bereits zu den LOHAS (Lifestyle of Health and Sustainability) oder LOVOS (Lifestyle of Volontary Simplicity) gezählt werden, in den USA sogar 30%. Vor acht Jahren tauchten die Begriffe zum ersten Mal auf: Konsumenten mit gutem Gewissen, weil sie ökologisch, biologisch und fair konsumieren.
Nun wurde der Öffentlichkeit klar, dass man mit strategischem Konsumverhalten etwas positiv verändern kann. So wurde Shell wegen Brent Spar boykottiert, weiter ging es mit giftigen Spielzeugen und Lebensmitteln, Kinderarbeit für Sportschuhe (Nike) und der Aufmerksamkeit auf die Eigenverursachung des Klimawandels.
Auch der Bioboom ist in der Mitte der Gesellschaft angelangt. Die Biobranche verzeichnet traumhafte Wachtumsraten.
Die Konsument/innen werden sich langsam (und endlich) ihrer Macht beim Einkaufen bewusst, so dass es für Firmen immer wichtiger wird, auf soziale und umweltfreundliche Standards zu setzen. So werden die Produkte der Anbieter immer "grüner", selbst stinkende Dieselfahrzeuge etc... Die Unternehmen haben einen Weg gefunden, aus dem keimenden Umweltbewusstsein Kapital zu schlagen und es in vertraute Konsumbahnen zu lenken. Hier ist längst nicht alles nachhaltig, was sich damit schmückt. Es ist nur Greenwashing, das grüne Mäntelchen für veraltete schmutzige Energie und den selben alten Konsumschrott - aber jetzt schön grün eingefärbt. Das gilt auch für den verfluchten CO2-Handel, der nur eine verwässernde Alibi-Funktion erfüllt und dessen Erfinder jetzt sogar das "Bundesverdienstkreuz" bekam.
Doch auch LOHAS leben nicht konsequent nachhaltig: Sie kaufen zwar im Bioladen und tragen fair produzierte Kleidung, fliegen dann aber zum Yogi-Kurs nach Ibiza oder machen eine Esoterik-Reise nach Kalifornien...
Verzichten will kaum jemand. Der Konsumverzicht wird daher eher unfreiwillig geschehen, etwa durch Inflation, durch das Sinken der Reallöhne oder Ressourcenverteuerung.

Die Konsumenten entscheiden in hohem Ausmaß mit, ob die globale Erwärmung gebremst werden kann oder nicht. Zu diesem Schluss kommt das Institut für nachhaltigen Konsum der Universität Manchester in einem Bericht im Vorfeld des baldigen UN-Klimagipfels in Kopenhagen. Laut Berechnungen ist der Konsum für bis zu drei Viertel aller vom Menschen verursachten Treibhausgase verantwortlich.  Mehr bei
http://www.pressestelle.tu-berlin.de/medieninformation_nr_2322009
http://www.oekom.de/index.php?id=617
http://www.oekom.de/oel_leseproben/oel_152_Mueller.pdf
http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=091019002

Wichtig für Konsument/innen ist das wachsende Bewusstsein, bei jeder konsumtiven Handlung etwas positiv verändern zu können. Denn was die Konsument/innen NICHT kaufen, wird bald auch nicht mehr hergestellt!
Kaufen wir z.B. nur noch Ökostrom, dann können und werden die Atom- und Kohlekraftwerke abgeschaltet - und erst dann. Genug Ökostrom kann es dann geben, wenn die Nachfrage der Konsument/innen groß genug ist.
 
 

China schlägt USA beim Klimaschutz

das World Resources Institute (WRI) kommt in einer Untersuchung zum Schluss, dass die Chinesen mehr zum Klimaschutz beitragen als die USA.
Experten des WRI gehen davon aus, dass China die Klimaschutzziele erreichen wird. Dazu soll die Energieintensität bis zum Ende des kommenden Jahres um 20% reduziert werden. Die Energieintensität ist eine Kennzahl, die den Energieverbrauch einer Volkswirtschaft in Bezug zum erwirtschafteten Bruttosozialprodukt setzt. Wenn die Energieintensität der chinesischen Wirtschaft gebremst wird, wird das auch eine deutliche Bremswirkung auf die CO2-Emissionen haben.
Auf dem besten Weg zu erneuerbaren Energien: China mache auch im Bezug auf die Ausweitung der erneuerbaren Energien große Fortschritte, so der Bericht. Das Ziel, 15% der gesamten Energie bis 2020 aus erneuerbaren Quellen zu bekommen, soll erreicht werden. Bis zum Ende der Dekade sind insgesamt 150 Gigawatt Windkraft installiert - das entspricht der fünffachen Menge der USA. Jedes zehnte chinesische Haus verfügt bereits über solarthermische Anlagen. Jährlich kommen 20% hinzu.
Auch bei den Kohlekraftwerken sind die Chinesen den US-Amerikanern voraus. Die thermische Effizienz konnte von unter 33% in den 60er-Jahren auf derzeitig 35% zulegen. Auch hinsichtlich der Aufforstung setzt man im Reich der Mitte auf Expansion. Bis Ende 2010 soll der Waldbestand auf 20% ansteigen.
Die Umweltforschung soll Topthema in China werden.  Mehr bei
http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=091030023
http://www.proplanta.de/rl.php?url=1257177369
http://pdf.wri.org/china_united_states_climate_change_challenge.pdf
http://www.umweltdialog.de/Umweltforschung_Topthema_in_China.php
http://www.klima-der-gerechtigkeit.de/aus-der-mitte-zum-provokateur
 
 

Verbot von Laubbläsern

Die EU hat den Einsatz von Laubbläsern mit Wirkung vom 01.01.2010 verboten.
Die enorm hohen Lärm- und Emissionsbelastungen für die Umwelt stünden nach Angaben der der EU-Kommission in keiner adäquaten Relation zu einer möglicherweise zu erreichenden Arbeitserleichterung. Die Begründung beziehe sich auch darauf, dass diese besonders lauten Geräte überwiegend im gleichen Wohnumfeld eingesetzt und nicht nur gelegentlich betrieben würden.
Für Laubbläser gibt es weder Lärmgrenzwerte noch eine Typenprüfung. Doch gemäss Lärmschutzverordnung dürfen bewegliche Geräte und Maschinen das Wohlbefinden der Bevölkerung nicht "erheblich stören".
Der von Laubbläsern aufgewirbelte Staub kann zudem ein Übermass an Krankheitserregern enthalten (Schimmelpilze, Pflanzenpollen, vom (Hunde-)Kot stammende Parasiten, Viren und Bakterien)!
Nach 5 Minuten liegt bei etwas Wind das Laub ohnehin wieder dort, wo es vorher weggeblasen wurde. Beim Abtransportieren von Laub werden auch automatisch Nährstoffe eliminiert, die wieder als Dünger zugegeben werden müssen.
Das Verbot gilt für alle EU-Staaten sowohl im gewerblichen als auch im privaten Bereich.  Mehr bei
http://www.umweltbrief.org/neu/html/Laubblaeser
 
 
 

Umwelttechnologie + Erneuerbare Energien

Um das 21. Jahrhundert zu überleben, müssen wir unseren Energieverbrauch in dem Maße durch Erneuerbare Energien ersetzen, wie er im 19. und 20. Jahrhundert entstanden ist. Wenn wir unsere natürlichen Energien nicht nutzen, so ist das nur auf einen Intelligenzmangel unserer Spezies zurückzuführen.
Idealtechnologien nutzen Ressourcen, die unbegrenzt verfügbar sind, bei ihrer Nutzung nicht verschleißen, die regenerierbar sind und nach deren Nutzung keine negativen Folgeeffekte auftreten.
Umwelttechnologien sind Zukunftstechnologien.

>>> 200.000 neue Arbeitsplätze, ein Umsatzvolumen von jährlich rund 10 Milliarden und die Vermeidung von 50 Mio. Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr sind die bisherige Bilanz des EEGs in Deutschland. Zukünftig können es sogar 2 Millionen Arbeitsplätze sein. Bis Ende des nächsten Jahrzehnts werden in Deutschland mehr Menschen in der Umwelttechnologie als in der Automobilindustrie beschäftigt sein. Je mehr jetzt in Umwelttechnologien und Erneuerbare Energien investiert wird, desto schneller kann die Rezession überwunden werden.
> Die Subventionen für Atomkraft in den 1970er Jahren in Höhe von ca. 500 Milliarden DM sind übrigens nie diskutiert worden!
Allein ein stärkerer Ausbau der Erneuerbaren Energien kann bis 2020 mehr als 50 Millionen Tonnen CO2 zusätzlich einsparen. Wirtschaft und Verbraucher geben dann auch 10 Milliarden Euro weniger für Energieimporte aus.

Zukunftstechnologien

Die Internationale Energieagentur in Paris (IEA) hat vorgerechnet, dass etwa ein Prozent der Fläche der Sahara ausreicht, um die ganze Welt mit Solarstrom zu versorgen. Strom aus Solarzellen erspart der Atmosphäre im Vergleich zum Normalstrom fast 90% der schädlichen Emissionen. 

In einem verschämten Papier des BMZ in Bonn ist nachzulesen, dass es Entwicklungen gibt, die eine autarke Energieversorgung ermöglichen, ohne auf fossile Primärenergie zurückgreifen zu müssen. Der Hinweis auf die Nichtförderung dieser Technologien spricht Bände. In Garching werden Milliarden in die Fusionstechnologie der heißen Art gesteckt - und Entwicklungen, die von entscheidender Bedeutung sind, werden für den möglichen Einsatz in Entwicklungsländern und Schwellenländern empfohlen.

Steigende Energiepreise sind das Ergebnis des übermäßigen Verbrauchs von Ressourcen. Die Finanzkrise basiert auf geplatzten (Immobilien-) Blasen und der Verschuldungswirtschaft. Was die Lawine ermöglicht hat, ist eine auf billigem Öl und Gas aufgebaute Gesellschaft. Wir brauchen dringend Alternativen, denn unsere Gesellschaft steht an einem Scheideweg zwischen Leben und Tod - und höhere Preise für Energie und Ressourcen.
Die Erneuerbaren Energien bieten diese Lösung an; sie garantieren Preisstabilität und Unabhängigkeit bis hin zur lokalen Autarkie.
Wichtig sind jetzt großzügige Investitionen und auch Subventionen in innovative Umwelttechnologien und erneuerbare Energieprojekte!
Die fossile Wirtschaft wird schon in Kürze ohnehin untergehen, gleich wie viel Subventionen auch fließen mögen.
 

Energieversorgung: autark und selbstbestimmt

In immer mehr Regionen nehmen die Menschen die Energieversorgung selbst in die Hand. Sie schließen sich in Genossenschaften zusammen und betreiben gemeinsam regionale Solar-, Wind- oder Bioenergieanlagen. Sie wollen sich unabhängig machen von teuren Rohstoffimporten und von Großkonzernen - und sie wollen saubere Energie.
Ein dezentrales Konzept, in dem viele Experten die Energieversorgung der Zukunft sehen. "Wir müssen mit Solardächern, Windrädern, Biomasse und Geothermie vor allem die dezentrale Energieversorgung ausbauen. So können wir das Klima schützen und gleichzeitig die Wirtschaft vor Ort ankurbeln", sagte Prof. Klaus Töpfer, früherer Bundesumweltminister und Ex-UN-Untergeneralsekretär.
In einem genossenschaftlichen System sind die Mitglieder gleichzeitig auch Kunden und übernehmen die Verantwortung für die Energieversorgung. Die Einbindung der Menschen vor Ort ist ungemein breit; das schafft ein hohes Maß an Akzeptanz, Identität und Engagement.  Mehr bei
http://www.genoportal.de/gvf_online/gp.nsf/opendocument&mdb
 

Sonnenbahn per Autobahn

Eurosolar schlägt den Ausbau der A7 zur Energiealle vor.
Die A 7 ist die längste Autobahn Deutschlands. Sie führt von Dänemark bis nach Österreich und durchzieht so das ganze Land. Die Überdachung und Flankierung dieser Strecke mit Solar- und Windkraftanlagen wäre von großer Symbolwirkung für den Umbau der Energielandschaft. Eurosolar schlägt vor, die Strecke zum Windpark zu machen. In der Studie wird von einer mindestens installierbaren Leistung von 6.255 MW ausgegangen und einer Stromerzeugung von 13.500 GWh pro Jahr, das entspricht etwa 2,2% des deutschen Bruttostromverbrauchs und einer Vermeidung von 11,6 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr.
Die Investitionen für die "Energieallee A 7" sollen sich auf 7,5 Milliarden Euro belaufen.  Mehr bei
http://www.heise.de/tp/blogs/2/146303

Die Überdachung der Autobahnen durch Solarzellen würde die Autofahrer zudem vor hoher Sonneneinstrahlung, Regen und Schnee bewahren.
 

EU-Richtlinie zur Energieeffizienz von Gebäuden

Am 14. Oktober, 3. und 17. November verhandeln EU-Parlament, schwedische Ratspräsidentschaft und EU-Kommission unter Ausschluss der Öffentlichkeit die Reform der EU-Richtlinie zur Energieeffizienz von Gebäuden.
Hierbei handelt es sich um das wichtigste europäische Gesetzesvorhaben des Jahres im Politikfeld Klima und Energie. Die Umsetzung der Richtlinie würde den CO2-Ausstoß in Europa um fünf Prozent senken. 450.000 Arbeitsplätze würden geschaffen. 
Viele Mitgliedstaaten, darunter auch Deutschland, blockieren Kernpunkte der Richtlinie. 
Bisher läuft die Debatte weitgehend an der Öffentlichkeit vorbei. Die wichtigsten Fakten und Argumente daher bei
http://www.eu-koordination.de/PDF/2009-10-12_Hintergrund-Gebaeude.pdf
http://www.eu-koordination.de/?page=91
 

Grüne Handys

Das Gehäuse des Samsung E200 Eco besteht aus Bio-Kunststoff auf Maisbasis, bei dessen Herstellung gegenüber konventionellem Kunststoff etwa zwei Tonnen CO2 eingespart werden. Die sparsame Ausstattung bietet dem Nutzer nicht die volle Multimedia-Bandbreite, ermöglicht aber ein äußerst geringes Gewicht von 66 Gramm und einen niedrigen Stromverbrauch. Preis: circa 120 Euro.
Die überarbeitete Version des 3110 Classic soll Nokias Umwelt-Engagement unterstreichen. Sein Gehäuse besteht zu 50% aus erneuerbaren Rohstoffen, die Verpackung zu 60% aus recyclingfähigem Material. Sein Ladegerät verbraucht 94% weniger Strom als in den Standards für das Energy-Star Label für verbrauchsarme Elektronik vorgegeben. Preis: circa 180 Euro.
Seit kurzem in Europa erhältlich: das Solar-Handy. Es kann unabhängig vom Stromnetz jederzeit mit Energie versorgt werden, vorausgesetzt, das Wetter stimmt.  Mehr bei
http://www.utopia.de/showroom/umweltfreundliche-handys-samsung-und-co/1
http://pressetext.de/news/091014035/samsung-startet-oeko-handy
 

Elektroautos als Zwischenspeicher

Akkus in Elektroautos lassen sich dazu nutzen, Haushalte mit Strom zu versorgen und dadurch das Stromnetz zu entlasten. Das abgestellte Auto in der Auffahrt könnte potenziell zur großen Batterie und Energiequelle für das Haus werden. Es könnte Haushaltsgeräte antreiben und einen etwaigen Stromüberschuss aus dem Netz oder aus lokalen Generatoren wie Solaranlagen zwischenspeichern.
Der große Vorteil davon, Autoakkus nicht nur für den Betrieb des Fahrzeugs, sondern auch als Unterstützung für das Stromnetz zu nutzen, wäre eine gleichmäßigere Netzbelastung. Denn in Zeiten hohen Verbrauchs könnte dann Strom aus den Batterien abgestellter Autos zur Versorgung von Haushalten genutzt werden. Das Aufladen wiederum könnte zu Tageszeiten erfolgen, wenn Strom im Überfluss vorhanden ist.  Mehr bei
http://pressetext.de/news/091023026/integrierte-oekostromanlage
http://www.focus.de/auto/elektroautos-als-zwischenspeicher362652.html
http://www.sonnenseite.com/Riesenbatterien,6,a14178.html
 

Erstes Elektrofahrzeug-Institut

Als Wegbereiter für den Markteintritt der Elektromobilität sieht sich das erste Elektrofahrzeug-Institut Deutschlands, das soeben in Hannover die Pforten geöffnet hat.
Die Gründung des Instituts sollte laut Geschäftsführer Warnstorf einem ähnlichen Schritt seitens der Automobilindustrie zuvorzukommen. Denn deren Vertreter würden aufgrund ihres Selbstverständnisses und ihrer Schwerfälligkeit das Thema andersrum angehen. "Das Thema Elektromobilität kann Menschen langfristig nicht abholen, wenn es von ausschließlich wirtschaftlichen Interessen dominiert wird. Neben dieser unterschiedlichen ethischen Verankerung betonen wir die Notwendigkeit zusätzlicher, regenerativer Stromgewinnung als Energiequelle, da erst diese Elektroautos umweltfreundlich macht", so Warnstorf.
Wichtiges Anliegen des Instituts ist es, eine Plattform für verschiedene an der Elektromobilität beteiligten Gruppen zu bilden. Derzeit sieht Warnstorf die Elektromobilität in Deutschland in einer kritischen Phase. Zwar würden alle Zutaten für vernünftige Konzepte - wie etwa technische Voraussetzungen - bereits existieren. "Doch die Kunden warten derzeit ab, ob politische Förderungen nach dem Vorbild Frankreich, Dänemark oder Österreich kommen oder nicht. Dieses Abwarten ist für den Markt schädlich."  Mehr bei
http://pressetext.de/news/091006028/erstes-elektrofahrzeug-institut
http://www.elektrofahrzeug-institut.de
 

Elektrofahrzeuge-Endkunden-Marketingstudie

Neue Elektrofahrzeuge-Endkunden-Marketingstudie: Mehr als ein Drittel der Autofahrer würde sich beim zukünftigen Autokauf für ein Elektrofahrzeug entscheiden. Autofahrer fordern Bereitstellung alternativer Antriebssysteme. Verbraucher in Deutschland sind sich einig: Die Art der Individualmobilität wird sich verändern.  Mehr bei
http://www.openpr.de/news/246303.html#
Statistik
 

Strom im Tank - Wo bleibt das Elektroauto?

Ein Dreh des Zündschlüssels, doch nur ein leises Summen ist zu hören. Ein Tritt auf das Gaspedal, und der Sportwagen schießt mit mächtiger Kraft fast lautlos vorwärts. Nach weniger als vier Sekunden sind 100 km/h erreicht.
Dieses Geschoss ist kein gewöhnliches Auto: Es ist ein Elektroauto und mehr. Es ist ein Symbol dafür, dass Elektroautos bereit sind, den Markt zu erobern.
Der Ölpreis ist auf Berg- und Talfahrt, das Kohlendioxid aus den Auspuffrohren ist ein Klimakiller, und die Politik beginnt – gegen die Lobby der Autohersteller –, dem Verbrauch Grenzen zu setzen. Das Erdölauto ist ein Auslaufmodell. Doch trotz der drängenden Probleme warten die Kunden bisher vergeblich auf Elektroautos der großen Konzerne.
Dieser Film berichtet von den Machern und Visionären in Sachen Elektroauto und ihren weltweit wichtigsten Projekten. Autor Daniel Münter hat in den Entwicklungslaboren von General Motors gedreht, E-Autos von Toyota, BMW, Renault gefahren und mit Ingenieuren, Tüftlern und Unternehmensberatern in den USA und Europa gesprochen.
Die Dokumentation liefert dem Zuschauer Argumente, um zwischen schönen PR-Versprechen, halbherzigen Entwicklungen und sinnvollen Produkten zu unterscheiden – denn der Werbekrieg um das beste Elektromobil hat längst begonnen. Der Film deckt auf, warum die traditionelle Industrie nur widerwillig vom Öl Abschied nimmt, und zeigt, dass einige deutsche Firmen die Entwicklung zu verschlafen drohen. Dabei geht es nicht nur um das Weltklima und die Mobilität von Millionen Menschen, sondern auch um die Zukunft von Hunderttausenden von Arbeitsplätzen in einer Schlüsselindustrie.  Mehr bei
http://www.daserste.de/doku/beitrag_dyn~uid,h6083vlrxedoot6b~cm.asp
http://www.daserste.de/wwiewissen/beitrag_dyn~uid,g305n8i6bi7jxl9o~cm.asp
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/842914

Die Firma EFA-S Elektrofahrzeuge GmbH baut übrigens Ihr Auto ganz individuell zum Elektroauto um.  Mehr bei
http://www.efa-s.de/html/fakten.html
 

Elektroautos ab 2015 Massenphänomen

Ab dem Jahr 2015 soll es einer Studie der Fachhochschule Gelsenkirchen zufolge überwiegend nur noch Elektroautos oder Hybridfahrzeuge geben. Der klassische Verbrennungsmotor wird laut der Untersuchung des Center of Automotive Research (CAR) sukzessive vom Markt verschwinden. 
Verdrängt werden die PKW mit konventionellem Antrieb nach und nach durch Elektroautos, die vom Jahr 2010 an mit Macht auf den Markt vorstoßen werden. Als Ursachen für die Wende werden neben der Erderwärmung vor allem die hohen Treibstoffpreise angegeben.
Das Center of Automotive Research geht davon aus, dass vom Jahr 2025 an alle in Europa verkauften PKW reine Elektroautos, Parallel-Hybrid- oder Seriell-Hybrid-Fahrzeuge sein werden. Das bedeutet das Aus für Autos, die ausschließlich auf Verbrennungsmotoren setzen.

Hohe Bereitschaft zum Kauf von Elektrofahrzeugen bei Premium-Kunden: Automobilkunden würden lieber heute als morgen ein Elektrofahrzeug für ihre täglichen Stadtfahrten kaufen - wenn die Industrie liefern könnte. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie der Strategieberatung Bain & Company. Demnach könnte die Automobilindustrie in Europa bereits heute bis zu 600.000 Elektrofahrzeuge pro Jahr absetzen, davon allein in Deutschland bis zu 250.000 Stück.
Die Studie zeigt, dass gerade Kunden von Premiummarken – unabhängig von ökonomischen Zwängen – radikal umdenken. Diese Fahrer sind innovativ, gut situiert und suchen umweltschonende Alternativen für ihre urbanen Mobilitätsbedürfnisse. Während das Auto bislang für diese Käuferschicht ein rein emotionaler Statusgegenstand war, ist ein neuer Trend zum „Öko-Prestige“ zu erkennen. Verlangt werden Fahrzeuge, die unter anderem die Möglichkeit bieten, sich als grüne Innovationsführer zu profilieren. Batterieelektrisch betriebene Fahrzeuge werden somit zukünftig insbesondere für die urbane Mobilität eine wesentliche Rolle spielen.
Vor allem im städtischen Umfeld ist die elektrische Antriebsform dem klassischen Verbrennungsmotor oder auch dem Hybridantrieb deutlich überlegen.
Laut Bain & Company könnte die Autoindustrie weltweit schon heute rund 1,5 Millionen Elektroautos pro Jahr an Kunden in städtischen Gebieten verkaufen, wenn der Preis für ein elektrisches Stadtfahrzeug etwa auf dem Niveau eines heutigen „Smart“ läge.
(Quelle: AAM-Studie zur Elektromobilität)

Zur Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt/Main baut die Autolobby das Bild einer wahren Öko-Industrie auf. Äußerst gekonnt werden da Aussagen über Fahrzeugsicherheit, Elektronikspielereien und Klimaschutz vermixt, doch gebaut werden weiterhin Spritschlucker und Dreckschleudern.  Mehr bei
http://www.greenpeace-magazin.de/?id=5072

Wir sind an das allzeit verfügbare, preiswerte, schwere Auto mit großen Reichweiten gewöhnt. Das wird es mit Elektromobilität kaum mehr geben.
Alles, was nach Meinung von Experten den schnellen Siegeszug des E-Autos vorantreiben könnte - höhere Benzinpreise, eine umfassende Absatzförderung oder satte Steuervorteile - fehlt noch. Im "Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität" sind keine Anreize für Ökoauto-Käufer vorgesehen. Dabei wäre es Klacks gegen die Abwrackprämie, die den Markt für Elektro-Autos kaputtgemacht hat.
„Während Barack Obama 2,4 Milliarden Dollar für Elektromobilität ausgibt, hat die Regierung 5 Milliarden Euro durch die Abwrackprämie verpulvert und damit den Markt für E-Fahrzeuge plattgemacht“, sagt Jürgen Trittin. 5000 Euro pro Auto hätten die Markteinführung „extrem beschleunigt“, betonte auch Grünen-Fraktionsvorsitzende Bärbel Höhn.
Frankreich, Großbritannien, die USA sowie in Japan und China haben bereits Fördermaßnahmen für Elektroautos beschlossen. In Japan werden Kleinstwagen schon seit nunmehr 60 Jahren sogar steuerlich gefördert.  Mehr bei
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,643663,00.html#ref=nldt
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30952/1.html
 

Das Auto - der mobile Leerlauf?

Meistens steht es. Und wenn es fährt, dann mit energetisch miserablem Wirkungsgrad. Als Verkehrsmittel ist das traditionelle Auto höchst unproduktiv. Rund 30% aller CO2-Emissionen in der Schweiz stammen heute von Personenwagen.
Von der eingesetzten Primärenergie in Form von Erdöl (oder Erdgas) wandelt ein Automotor bei voller Beschleunigung 35%, bei durchschnittlicher Fahrt aber nur 15% in Antriebskraft um.
Anders das Elektroauto: Seine Energieeffizient ist bis zu viermal höher und es kann CO2-frei mit Ökostrom betrieben werden:
Keine Verbrennungsmaschine, die jemals erdacht wurde, arbeitet auch nur annähernd so effizient wie ein Elektroantrieb. Selbst moderne Dieselmotoren setzen nur gut ein Drittel der Kraftstoffenergie in Vortrieb um. Der Stromantrieb dagegen folgt den Gesetzen des Elektromagnetismus - mit einem Wirkungsgrad von über 90%. Selbst Kraftwerke (z.B. Erdgaskraftwerke mit Kraft-Wärme-Kopplung) arbeiten dreifach effizienter als Kolbenmotoren. Elektromobilität ist die mit Abstand energieeffizienteste Form der Fortbewegung - auch im Individualverkehr. Und eine Fahrtstrecke von 100 km würde im Elektro-Betrieb auch nur ca. 2,50 Euro an Ökostrom kosten!
Doch die (ver)zögernden Aktivitäten der Autokonzerne bezüglich des Elektroautos dienen momentan vor allem dazu, von ihrer völlig verfehlten Modellpolitik abzulenken, ihr Image aufzubessern und Aktivität zu signalisieren.
 

Die Geschichte des Elektrofahrzeugs

Lohner-Porsche Elektromobil mit Radnabenmotoren (1899)

Elektrofahrzeuge sind keine Erfindung unserer Zeit, sie gibt es etwa genauso lange, wie Fahrzeuge mit Benzinmotoren. Der Franzose Gustav Trouvé erfand schon 1881 das erste Elektrovehikel mit Blei-Akku. Als 1885 Carl Benz seine dreirädrige Motorkutsche vorstellte und Gottlieb Daimler unabhängig davon 1886 seine vierrädrige, waren in Paris schon seit 1881 elektrisch betriebene Wagen unterwegs. Es waren die ersten Fahrzeuge zu dieser Zeit, die schneller als 100 km/h fahren konnten. Um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert bildeten in den USA die Benzinautos mit 22% die Minderheit - Elektromobile hatten 38% und Dampfmaschinen 40% Anteil an den Straßenfahrzeugen. Dank der Öl-Lobby haben sich dann die Verhältnisse zu Gunsten des Otto-Motors radikal verändert.Verbrennungsmotoren haben jedoch einen schlechten Wirkungsgrad von nur 30-35% und es enstehen gerade auf kurzen Strecken erhebliche Mengen an Feinstaub. Elektroautos haben eine deutlich höhere Energieeffizienz ("Wirkungsgrad") und produzieren keinerlei Abgase, sind mit Ökostrom betrieben Null-Emissions-Fahrzeuge und helfen somit wirkungsvoll, die Feinstaubproblematik zu verringern.
Elektroautos verringern die Belastung von Städten und Ballungsräumen mit Schadstoffen, Feinstaub und Lärm und steigern damit die Lebensqualität der Menschen. Und die Batterien geparkter Elektrofahrzeuge können zudem in das Stromnetz eingebunden werden und so als Pufferspeicher für die schwankenden Energieeinträge aus Windkraftanlagen und Solarkraftwerken dienen.

In anderen Ländern tun sich bereits wahre Innovationen zum Thema nachhaltige elektrische Mobilität auf:
http://www.phoenixmotorcars.com/index.php
http://www.acpropulsion.com
http://www.teslamotors.com
http://www.worldclassexotics.com/Electriccarconv.htm
http://www.smithelectricvehicles.com
http://www.modeczev.com
http://www.think.no
http://www.betterplace.com
http://www.zenncars.com
 

Light Car – Open Source Elektrofahrzeug-Studie

Steigende Energiepreise, die CO2-Diskussion und die gestiegene Nachfrage nach preisgünstigen Fahrzeugmodellen sind drängende Fragen, die mehr denn je nach neuartigen Konzepten verlangen.
Mit dem „Light Car - Open Source“ gibt EDAG mögliche Antworten auf die Frage, wie neue Materialien, neue Karosseriekonzepte und alternative Antriebe ressourcen- und kostenschonend für Hersteller und Endkunden zukünftig umgesetzt werden können.
Beim Karosseriekonzept für das „Light Car - Open Source“ geht EDAG neue Wege und setzt erstmals eine neuartige Basaltfaser von ASA.TEC als leichten, stabilen und vor allem 100% recyclingfähigen Werkstoff im Automobilbau ein. Für den Vortrieb sorgen intelligente, elektrische Antriebssysteme in den Rädern, die nicht nur einen hohen Wirkungsgrad aufweisen, um die Leistung der Lithium-Ionen Batterie auf die Straße zu bringen, sondern auch deutlich mehr Gestaltungsraum für das Package des Fahrzeugs bieten werden.
Mit Hilfe modernster (O)LED Technik nutzt EDAG die transparente Heckklappe als Projektionsfläche und macht so die Car-to-Car Kommunikation für alle Autofahrer sicht- und nutzbar. So wird beispielweise die Bremsintensität über eine aufleuchtende Skala auf dem Heck dem darauffolgenden Fahrzeug übermittelt.
Das Karosserie-Konzept des "Light Car - Open Source" basiert zudem auf einem "Rolling Chassis" - einer echten, universellen Plattform, auf der modular unterschiedliche Karosserien aufgesetzt werden können. Dies erlaubt eine schnellere und damit kostengünstigere Entwicklung von Fahrzeugderivaten.
Mit dem „Light Car - Open Source“ will die EDAG Gruppe nicht nur ihren Anspruch als innovativer Entwicklungspartner der Automobilindustrie untermauern, sondern auch zu Diskussionen anregen, wie die zukünftigen ökologischen und ökonomischen Anforderungen der Konsumenten an das Automobil von übermorgen erfüllt werden können.  Mehr bei
http://solar-driver.dasreiseprojekt.de/hauptbericht.php?id=766&ok=12
 

Tesla Model S: Elektroauto für die ganze Familie

Der Elektro-Roadster des kalifornischen Unternehmens Tesla ist für 2009 nahezu ausverkauft. Jetzt kommt der Tesla S, der auch auf größte Nachfrage stößt.
Der Tesla S verfügt über 
- 450 Kilometer Reichweite
- 45 Minuten Schnell-Ladeeinrichtung
- 190 km/h Höchstgeschwindigkeit
- Beschleunigung 0-100 Km in 5-6 Sekunden
- 7 Sitze
- 17 Zoll Infotainment touchscreen u.v.m.
Das viertürige Model S trägt eine coupéartige Dachlinie, die in ein hoch abschließendes Fließheck ausläuft. Das schafft Platz für zwei zusätzliche Sitzplätze, die neben den fünf Passagieren in den ersten beiden Reihen zwei Kinder aufnehmen können sollen. Werden diese Sitze in den Boden gefaltet, so entsteht ein großzügiger Laderaum. Ein weiterer Stauraum steht unter der Fronthaube des Siebensitzers zur Verfügung.
Er wird ca. 40.000 Euro kosten.
http://www.electrobeans.de/tesla_model_s_elektro-viersitzer.html
http://www.teslamotors.com/models/index.php

Gerade hat Tesla einen Showroom in München's Blumenstraße 17 eröffnet.
 

Wie fährt sich ein Elektroauto?

Der Schritt zum Elektroauto ist nicht nur ein großer Schritt weg vom Erdöl, sondern darüber hinaus ein klares Bekenntnis zu einer sauberen und energieeffizienten Zukunft der Fortbewegung mit hoffentlich grünem Strom, die Idee, nahezu lautlos und völlig emissionsfrei dem menschlichen Bedürfnis nach Mobilität nachzugehen.
Hier gibt es zwei Fahrberichte:
http://www.utopia.de/magazin/utopia-testet-den-bmw-mini-e
http://www.youtube.com/watch?v=pzdcFAC5oWA

Tesla Roadster: Wir haben ihn gefahren. Er beschleunigt wie ein Flugzeug, nur lautlos. Fahrspaß pur.
 
 
 

eRUF Greenster

Die grundlegende Idee, die bei der RUF Automobile GmbH zur Entwicklung eines elektrischen Fahrzeugs führte, stammt von Alois Ruf. Der Chef der Automobil Manufaktur will den eRUF Greenster, der über ein Leistungspotential von 362 PS (270 KW) und 950 NM Drehmoment verfügt und das Targa-Konzept wieder aufleben lässt, ab 2010 in einer Kleinserie produzieren.
Dann soll der eRUF Greenster auch mit einem Doppelmotorkonzept an den Start gehen. Damit ausgestattet wird der eRUF das weltweit erste elektrische Fahrzeug mit einem bidirektionalen Netzanschluss sein, das sich – ohne eine üblicherweise erforderliche zusätzliche Ladeelektronik – binnen einer Stunde mit Kraftstrom aufladen lässt – und bei Bedarf über die gleiche Steckdose auch Energie ins Stromnetz einspeisen kann.
Auch hier Fahrspaß pur: Der grüne Porsche von RUF für ca. 180.000 Euro soll 250 km/h schnell sein und binnen 5 Sekunden auf 100 sein. Als Kraftpotential holt sich der Elektromotor seine Power von einer 400V Lithium-Ionen-Batterie. Eine Baderieladung reicht laut RUF von 250 bis zu 320 km.  Mehr bei
http://www.speedfanshop.com/eruf-greenster
 

Smart ED

Elektro-Smart ED auch für Deutschland? Daimler und RWE stellen in Berlin und anderen europäischen Metropolen Netze mit Ladestationen für eine Flotte von Elektro-Smarts auf. In Berlin sollen demnach 2010 rund 500 Stromtankstellen entstehen.
Die Leistung der Stromautos entspricht der von vergleichbaren diesel- oder benzingetriebenen Fahrzeugen. Die Reichweite wird im Stadtverkehr bei 150 km liegen. Für das Laden der Akkus sollen jeweils rund zwei Euro berechnet werden. Die Kosten pro Kilometer liegen damit deutlich niedriger als beim Verbrennungsmotor.
Für Großbritannien baut DaimlerChrysler den Smart längst elektrisch, allerdings nur für einen Flottenversuch. Werden wir ihn bald auch in Deutschland kaufen können oder noch weiterhin mit lauten Stinkern abgespeist?  Mehr bei
http://www.ftd.de/unternehmen/406932.html
http://www.sueddeutsche.de/automobil/artikel/847/123672/?page=3
http://www.smart.com/-snm/INTERSHOP.enfinity/en_UK/-/GBsmartEV.page

Fragen Sie im "Smart-Center" nach dem Elektro-Smart an!
Oder vielleicht besser gleich in Polen?  Mehr bei
http://www.elektroauto-forum.de/Kleinanzeigen/index.php?id=222
 

Nutzlose Abgasuntersuchungen

Dieselautos bleiben Dreckschleudern.
Besitzer von Dieselfahrzeugen zahlen nach Ansicht von Umweltexperten seit Jahren für völlig nutzlose Abgasuntersuchungen: Gesundheitsgefährdende Feinstaubpartikel, die vor allem neuere Dieselfahrzeuge ausstoßen, könnten mit der heute verwendeten, veralteten Messtechnik überhaupt nicht erfasst werden.
"In den letzten Jahren sind Hunderte von Millionen für Abgasuntersuchungen ausgegeben worden, und von Jahr zu Jahr werden die Ergebnisse wertloser", kritisiert der Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe Jürgen Resch. Die eingesetzte Messtechnologie stamme noch aus den 60er Jahren. Dabei werde lediglich die so genannte Rauchgastrübung gemessen, also der Gehalt von Dieselruß in der Luft. Bei modernen Dieselmotoren sei mit dieser Methode aber nicht mehr fest zu stellen, "ob viel oder wenig Feinstaub emittiert wird, ob ein Partikelfilter an Bord ist, ob er kaputt ist oder ob er funktioniert."
Bei der Diesel-Abgasuntersuchung kann demnach nur festgestellt werden, ob das Auto qualmt oder nicht. Dennoch kostet die AU immerhin 35 Euro.
Rund zehn Millionen Fahrer von Dieselautos in Deutschland werden so per Gesetz regelmäßig sinnlos abkassiert, sagen Kritiker. Zugleich stoßen vor allem neuere Dieselautos unkontrolliert und ungehindert ultrakleine Feinstaubpartikel aus. Denn ihre modernen Filter fangen zwar einen großen Teil des Dieselrußes ab, doch dadurch können die Feinstpartikel nicht mehr gebunden werden und treten aus. Sie sind besonders gefährlich für die Gesundheit von Verkehrsteilnehmern und Innenstadtbewohnern. Das Einatmen gewisser Partikel kann sogar erbgutschädigend sein und damit Krebs und andere Erkrankungen auslösen.
"Die ganz kleinen, und das sind die, die aus den Auspuffen kommen, die gehen noch durch die Lunge durch und werden durch den ganzen Körper transportiert", warnt der Pneumologe Professor Christian Witt von der Berliner Charité. Feinststaub verursache sogar Veränderungen im Gehirn, so der Mediziner. Und so geht die Weltgesundheitsorganisation WHO von jährlich rund 75.000 Toten allein in Deutschland infolge von Feinstaub aus.  Mehr bei
http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/28/0,1872,7430428,00.html

Die Gesundheitsgefährdung ist mit Partikelfilter also viel größer als ohne. Je kleiner die Partikel sind, umso tiefer dringen sie in die Lunge ein."Gegenüber feinen und ultrafeinen Partikeln versagen die natürlichen Abwehrmechanismen der Lunge", stellt der Sachverständigenrat für Umweltfragen fest. Denn die "Fresszellen" der Lunge, die Makrophagen, können diese feinen Rußpartikel nicht mehr erkennen. So dringen sie bis in die feinsten Verästelungen der Lungen vor!  Mehr im
Umweltbrief spezial: Feinstaub

Unser Tipp: Während des Autofahrens atmen Sie notgedrungen enorm viele Feinstaubpartikel ein, besonders an Ampeln. Halten Sie die Fenster geschlossen und schalten Sie die Lüftung auf Umluftbetrieb, so oft es geht.
Die Luft in Straßentunnels ist um ein Vielfaches mehr mit ultrafeinen Staubpartikeln belastet als die normale Stadtluft. Dieselantrieb macht Städte auch deutlich lauter.

Einer aktuellen Untersuchung des VCÖ zufolge ist in 2008 österreichweit der Anteil von Diesel-Pkws bei Neuwagen deutlich zurückgegangen. Auch in Deutschland verzeichnet man einen Rückgang der Diesel-Fahrzeuge.
Künftig wollen die Ölgesellschaften Diesel ohnehin stark verteuern, weil sie lieber Benzin verkaufen.
 
 
 

Umweltfinanzen

Finanzkrise: "Es hat alles seinen Preis"

Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann über neue Regeln für die globalen Finanzmärkte, Schuld und Selbstzweifel sowie die Frage, was die Banken eigentlich aus der Krise gelernt haben: "Es hat alles seinen Preis" - "Ohne Risiko gibt es kein Bankgeschäft" - "Boni sind notwendig, um die besten Talente zu gewinnen".  Mehr bei
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,653050,00.html#ref=nldt

Banken und Politiker redeten zwar vollmundig über neue Regeln für Geldgeschäfte, doch es wird munter weiter gezockt als wäre nichts geschehen. Im Bankenbereich bleibt es dank geschickter Lobbyarbeit bei kosmetischen Korrekturen. Schon stiegen die Boni an der Wall Street um 40% höher als letztes Jahr. Das US-Bankensterben geht inzwischen weiter. Die echte Krise hat gerade erst begonnen.

Großbanken sind oft in zweifelhafte Finanzierungsprojekte verwickelt, sie sind in Kriege, Vertreibung, Umweltzerstörung und Menschenrechtsverletzungen verstrickt - dadurch, dass sie den Bau umweltzerstörender Staudämme und Waffengeschäfte finanzieren oder Kredite an Bergbau-Unternehmen vergeben, die illegal Waldflächen roden und die einheimische Bevölkerung vertreiben.
Wer sicher gehen will, dass sein Geld ökologisch und sozial korrekt angelegt wird, der sollte sich nicht Deutsche Bank & Co. wenden, sondern lieber Kunde bei Banken werden, die hohe ökologische und soziale Standards besitzen wie z.B. die GLS Gemeinschaftsbank, die Ethikbank, die Umweltbank oder die Bank Sarasin (siehe unten).
 

Keine Krise bei Umweltbanken

Während die Bankenkrise nun Milliarden an Steuergeldern verschlingt und Bankaktien bis zu 80% ihres Börsenwertes verloren haben, stehen die Umweltbank und die Ethikbank aus Deutschland und die – nicht börsennotierte – Alternative Bank Schweiz AG (die als weltweit einzige Bank sämtliche Kredite mit Namen und Summen offen legt) gut da. Auch die ethisch-ökologisch orientierte GLS-Genossenschaftsbank vermeldete für 2008 – die Bilanzsumme hat erstmals 1 Mrd. Euro überschritten – hohe Zuflüsse von Geldern neuer Kunden, die „traditionellen“ Banken enttäuscht den Rücken gekehrt haben.
Als einer der drei Top-Kandidaten konnte sich die Bank Sarasin AG sowohl in der Kategorie "Deutschlands nachhaltigstes Produkt/Dienstleistung" als auch in der Kategorie "Deutschlands nachhaltigste Finanzdienstleistung" platzieren. Damit wählte die Jury die Bank Sarasin unter zahlreichen Mitbewerbern als eines der wenigen Unternehmen aus, die das Nachhaltigkeitsmanagement auf besonders vorbildliche Weise umsetzen.
http://www.umweltbank.de
http://www.ethikbank.de
https://www.abs.ch
http://www.gls.de
http://www.sarasin.de
 

Erneuerbare Energien werden Gewinner der Finanzkrise sein

Erneuerbare Energien bleiben trotz Finanzkrise eine Wachstumsbranche.
Prof. Dr. Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung: Erneuerbare Energien profitieren von der Finanzkrise. Unternehmen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien könnten von der Verunsicherung des Finanzsektors schon mittelfristig profitieren, sagt die Abteilungsleiterin für Energie, Verkehr und Umwelt des DIW, „weil Banken und Investoren nach den Erschütterungen der Finanzkrise verstärkt auf Engagements zur Sicherung der Zukunft setzen werden; und das sind par excellence nachhaltige Investments in den Klimaschutz wie im Falle von erneuerbaren Energien.“
Auch die Zustimmung zur öffentlichen Förderung erneuerbarer Energien könne zunehmen, so Kemfert: „Angesichts der Höhe der Finanzspritzen, die nun die Staatengemeinschaft in das klassische Finanzsystem pumpt, um es vor dem Zusammenbruch zu schützen, sind die Subventionen für regenerative Energien verschwindend gering.“
Experten zufolge stecken Anlageprodukte mit dem Prädikat "grün" bereits in den Startlöchern und warten auf die Initialzündung, um neben ihrem Beitrag zum Umweltschutz auch die Renditehoffnungen der Anleger zu erfüllen. Auch internationale Investoren setzen jetzt auf Erneuerbare Energien.  Mehr bei
http://www.solarthemen.de/?p=2204
http://pressetext.de/gruene-investments-erleben-renaissance

 
 

Spruch des Monats

Wir wissen, was zu tun ist. Was fehlt, ist der politische Wille.

Nicholas Stern
 
 
 

Rechtsliberale Koalition oder Greenwashing pur

Nach zähem Ringen haben sich CDU, CSU und FDP auf einen Koalitionsvertrag geeinigt. Umweltpolitisch ist darin nicht viel zu holen.
Nun wird den Bundesländern ermöglicht, beim Ausgleich von Eingriffen in Natur und Landschaft statt der bisherigen realen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen reine Geldzahlungen zu leisten. Dem Ablasshandel ist damit Tür und Tor geöffnet. Wie auf diese Weise der Verlust der biologischen Vielfalt und der Flächenverbrauch von über 100 Hektar pro Tag gestoppt werden sollen, ist völlig rätselhaft.
Kanzlerin Merkel (die ehemalige "Klimakanzlerin") kämpft nun sogar engagiert gegen die Festlegung auf konkrete Zahlungen für Anpassung und Klimaschutz im Süden. Damit sabotiert sie offen den bedeutsamen Klimagipfel in Kopenhagen.
Die Agrogentechnik wird als wichtige Zukunftsbranche eingestuft, die bereits weltweit etabliert sei. Dabei bleibe der Schutz von Mensch und Umwelt oberstes Ziel des deutschen Gentechnikgesetzes. Auf EU-Ebene sollen aber effizientere Zulassungsverfahren für gentechnisch veränderte Organismen geschaffen werden. Warum wohl? Damit endlich die Agrarkonzerne das Bollwerk Europa beim für sie profitablen Geschäft mit der Gentechnik knacken und den Widerstand der Verbraucher durch aufwendige Werbekampagnen brechen können.
Dass ohne Atomenergie weder die Klimaziele noch erträgliche Energiepreise oder eine geringere Abhängigkeit vom Ausland erreichbar seien, haben uns schon die vier Atomkonzerne weismachen wollen. Durch eine bloße Wiederholung in den Koalitionsvereinbarungen wird diese Behauptung nicht richtiger. Und bei der vereinbarten Verlängerung der Laufzeiten für die vorhandenen Atomkraftwerke kann großzügig am Neubauverbot im Atomgesetz festgehalten werden. Dafür werden künftig AKW-Neubauprojekte im Ausland unterstützt.
Wie schließlich Deutschland seine Vorreiterrolle beim Klimaschutz behalten will, wenn man anstelle eines überfälligen Energieeffizienzgesetzes lediglich auf Anreize und Verbraucherinformation setzt und international tätige energieintensive Unternehmen von der Versteigerung der CO2-Zertifikate beim Emissionshandel ausnimmt, bleibt ein weiteres Geheimnis der neuen schwarz-gelben Bundesregierung.
Wer den Koalitionsvertrag anschaut, der erkennt schnell, dass beim Klimaschutz nur noch knallharte Interessenpolitik im Sinne z.B. der Energiekonzerne gemacht wird.  Mehr bei
http://www.dnr.de/publikationen/umak/artikel.php?id=98
http://umweltgerechtigkeit.wordpress.com/2009/10/30/klima-poker

Abschied von Leitbild dezentrale Energieversorgung:
Nachdem man in Deutschland mit der CDU-/FDP-Koalition den passenden Partner in der Regierung hat, wird die Diskreditierung des Erfolgsmodells EEG international fortgesetzt. Dabei gibt es kein erfolgreicheres Konzept zur Markteinführung von erneuerbaren Energien und kein Modell für wirksameren Klimaschutz, denn der CO2-Handel scheint nicht mehr als eine Luftnummer zu sein und dank verlängerter Laufzeiten für Atomkraftwerke darf noch mehr CO2 ausgestoßen werden.
Die neue rechtsliberale Regierung in Deutschland setzt wieder auf Atomkraft, obwohl die Endlagerung von Atomüll weltweit bislang ungeklärt ist und die alten Atomanlagen schon aus Sicherheitsgründen sofort vom Netz gehen müssten. Wenn es einen Unfall gibt, dann sterben Millionen!
Atomkraft ist auch ökonomisch gesehen Wahnsinn, denn faktisch wird die Rolle der Reaktoren in den nächsten Jahren schrumpfen. Einzige Nutznießer sind dabei das Stromkartell und die Atomwirtschaft, deren Lobbyarbeit sich offenbar sehr gut auszahlt, denn ein altes (marodes) Atomkraftwerk bringt dem Betreiber 30 Millionen Euro pro Monat, wenn es am Netz hängt. Daher ist ihnen die Laufzeitverlängerung der alten AKW auch so wichtig.
Die neue Koalition laviert entlang einer Kompromisslinie mit den Koordinaten "Wirtschaftsinteressen bedienen" und "aussitzen statt festlegen". Eine ideologiefreie Energiepolitik sieht anders aus. Energiepolitisch läuft es darauf hinaus, dass vordergründig die Wünsche aller Energieproduzenten bedient werden sollen. Eine solche Energie- und Klimapoltik ist in Zeiten von Klimawandel und bevorstehendem Ölpreisschock, in denen es darum geht, den Ausbau von Erneuerbaren Energien zügig voranzutreiben, schlicht unverantwortlich. Frau Merkel und Herr Westerwelle sollten sich am besten die nächsten vier Jahre in eine Ecke stellen und schämen.
 

Kampf den Kartellen

Während das von der Politik angekündigte Großreinemachen auf den Finanzmärkten längst wieder auf Eis gelegt wurde, mahnt der Wirtschaftsexperte und Portfoliomanager Bruno Hollnagel eine "Besinnung auf die marktwirtschaftliche Ordnung" an. Diese sei de facto nämlich gar nicht vorhanden und könne so auch kein Wachstum gewährleisten. Seine Lösung: Ein echter Wettbewerbsmarkt ohne die derzeit herrschenden Kartelle.
Hollnagel fordert eine "Wirtschaftsverfassung", ein neues Banksystem und einen Wertewandel in der Bevölkerung.  Mehr bei
http://www.weltbild.de/3/15938934-1/buch/der-markt-hat-immer-recht.html
http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,182323,00.html
 

Von der Gier der Manager

Gierig zu sein und auf kurze Sicht zu fahren sind keineswegs Privilegien der Banker. In den börsennotierten Konzernen hat man seit Jahr und Tag nur einen Zeithorizont von drei Monaten mit Blick auf das Allerheiligste, das >>> Quartalsergebnis. Um die Profiterwartungen der Analysten nicht zu enttäuschen, werden Investitionen in die Zukunft gekillt oder die Kostenmesser tief in die Konzernmuskeln getrieben. Was das für Kunden und Personal bedeutet, ist egal. Die Lieferanten haben sich zu fügen. Was immer der Grund für eine Absatzkrise ist, die verantwortlichen Manager können ihren Kopf mit ambitionierten Kostensenkungsplänen retten. Als besonders hinterhältige Kostenfaktoren und Feinde des Profits werden die Mitarbeiter enttarnt. Mit erstaunlicher Konsequenz manövrieren die Konzernbosse ihre Unternehmen - und in der Folge Wirtschaft und Gesellschaft - kurzsichtig und zwangsläufig in die Sackgasse. Von der notwendigen Umkehr ist bisher nichts zu bemerken.
Dass die Vernichtung von Hundertausenden lukrativer Konzernjobs und das Wuchern billiger prekärer Arbeitsverhältnisse nicht ohne Folgen für die gesamtwirtschaftliche Nachfrage blieb, konnte keine Überraschung sein. Nur unsere Konzernchefs rechneten offenbar mit der unendlichen Konsumfreude und Leidensfähigkeit der Arbeitnehmer, deren Einkommen sich - dank der Sparpolitik gegenüber Mitarbeitern - seit Jahren bekanntermaßen gegenläufig zu jenem der Bosse und der Profite der Konzerne entwickelte.
Die Selbstzerstörung der Konzerne ist in vollem Gang.  Mehr bei
http://www.magazincocktail.de/index.php?option=com_content
http://www.dtv.de/magazin/index.php/brisant/kopfzahl-paranoia/1904
 
 

Gentechnik: Einkaufen im Bioladen reicht nicht

Jörg Bergstedt, 45, hat gentechnisch veränderte Gerste auf einem Versuchsfeld in Gießen ausgerissen und soll wegen Hausfriedensbruchs und Sachbeschädigung für ein halbes Jahr ins Gefängnis gehen.
Er beruft sich auf den Paragraf 34 des Strafgesetzbuches (rechtfertigender Notstand), der Straffreiheit vorsieht, wenn Leib und Leben des Täters in Gefahr sind. Nach Paragraf 34 muss eine Handlung aber >geeignet< sein, die Gefahr abzuwenden.
Es sei wichtig, dass die Bio-Tomaten von den Augen der GentechnikgegnerInnen fallen und klar wird: Gentechnik ist unkontrollierbar.  Mehr bei
http://www.neues-deutschland.de/artikel/157392.html
 
 

Delphin-Shows beenden

Besonders in der Hauptferiensaison stehen viele Touristen Schlange, um Delphin-Shows zu bewundern. Das „Lächeln“ gefangener Delphine täuscht viele – dahinter verbirgt sich lebenslanges Leid.
In Gefangenschaft können die vielfältigen Bedürfnisse der intelligenten Säugetiere nicht erfüllt werden. Im Vergleich zu ihrem normalen Lebensraum, dem Meer, sind die Aquarien beengt und kahl. Sie verursachen Stress und Aggressionen und haben eine deutliche Minderung der Lebenserwartung bei den Tieren zur Folge.
Von den Touristen, die die Delphin-Shows in Europa finanzieren, wissen wahrscheinlich die wenigsten, dass das chemisch behandelte Wasser und die permanente UV-Bestrahlung ohne Rückzugsmöglichkeiten häufig Geschwüre und Läsionen bei den Tieren zur Folge haben.
Helfen Sie, das Leiden zu beenden - unterzeichnen Sie die Online-Petition bei
http://e-activist.com/ea-campaign
 
 

Etikettenschwindel bei Nahrungsmitteln

Ob das "Bertolli Pesto nach italienischem Originalrezept" von Unilever, das allerdings nur Spuren von Pinienkernen und Olivenöl enthält, oder die Bio-Apfel-Birnen-Limonade von Carlsberg, die wahrscheinlich weder jemals eine Birne noch einen Apfel gesehen hat - Lebensmittelkonzerne jubeln uns täglich schlechte Produkte als Premium-Ware unter.
Actimel: Am dreistesten lügt Danone in der Werbung für den Joghurtdrink Actimel. Danone behauptet, Actimel aktiviere die Abwehrkräfte und suggeriert, es schütze vor Erkältungen. Doch einzig eine gewisse Wirkung von Bakterienkulturen auf die Darmflora scheint unbestritten. Aber die finden sich in jedem normalen Naturjoghurt auch. Mit dem Unterschied, dass er dreimal weniger kostet und nicht dick macht, weil kein Zucker zugesetzt wird. Verdientermaßen ist Danone deshalb mit dem "Goldenen Windbeutel" ausgezeichnet worden, dem foodwatch-Preis für die dreisteste Werbelüge 2009.
Philadelphia: Kürzlich hat die abgespeist-Kampagne den Kraft-Frischkäse Philadelphia alla Pesto verde & Tomate als Qualitäts-Attrappe auffliegen lassen. Kraft bewirbt die neue Sorte mit "sonnengereiften Tomaten" und "frischem Pesto". Aber was ist wirklich drin? Zunächst Mal jede Menge Zusatzstoffe: Säuerungsmittel, Verdickungsmittel, Carrageen etc. Und - ach ja Tomaten - sind auch drin, nämlich zu einem Anteil von ganzen 0,4 Prozent! Aber leider nicht frisch, wie auf der Packung abgebildet, sondern getrocknet! Und Pesto? Kommt leider gar nicht darin vor. Dafür aber jede Menge Aromen.
Der Protest der Konsumenten bzw. Nicht-Konsumenten wirkt: Den "gesunden" Zucker-Kinder-Drink Biene Maja von Bauer, der mehr Zucker als Coca Cola enthielt, hat der Hersteller vom Markt genommen. Der Fruchttiger von Eckes-Granini mit der Zahnschmelz schädigenden Zitronensäure (E 330) und Aromen wird nicht mehr als "gesunder" Durstlöscher beworben. Und die Imagewerte von Actimel sackten nach der Verleihung des  "Goldenen Windbeutel" Ende März um mehr als 40% in den Keller.  Mehr bei
https://foodwatch.de
 

Etikettenschwindel bei Waschmitteln

Die neue Produktlinie „Terra Activ“ des Wasch- und Reinigungsmittelherstellers Henkel will sich als besonders umweltfreundlich positionieren. Dazu setzt Henkel ausgerechnet auf Palmkernöl! Die Schauspielerin Esther Schweins verkündet als Werbefrontfrau mit Blick auf den hohen Anteil nachwachsender Rohstoffe: „So wäscht man heute“. Was sie wohl zu den Regenwäldern sagt, die gerodet werden mussten, um den Palmöl-Plantagen Platz zu machen?
Bei der neuen Marke „Terra Activ“ ist der Anteil der nachwachsenden Rohstoffe – und damit auch des Palmkernöls – besonders hoch. Er liegt bei 85%. Die Palmöl-Produktion hat fatale Folgen für den Regenwald.
Unterstützen Sie den Protest gegen diesen Etikettenschwindel bei
http://www.regenwald.org/protestaktion.php?id=479

>>> Am besten und saubersten wäscht man übrigens mit der
Waschnuss.
 

Etikettenschwindel bei Antibabypillen

Für Frauen kann die Einnahme von Yasmin-Antibabypillen lebensgefährlich sein!
Neuartige Antibabypillen des Pharmakonzerns Bayer-Schering werben mit Lifestylefaktoren wie Gewichtsreduzierung und Aknebehandlung. Wegen schwerster Nebenwirkungen wie Embolien und Thrombosen kam es bisher zu mindestens 50 Todesfällen.
Thrombosen, also die Bildung von Blutgerinnseln, meist in den Venen, und Embolien, die plötzliche Verstopfung eines Blutgefäßes, sind bekannte Nebenwirkungen von Antibabypillen. Die Brisanz der aktuellen Fälle ergibt sich jedoch zum einen aus der hohen Zahl von Verschreibungen - allein in der Schweiz schlucken rund 100.000 Frauen das Präparat Yasmin - und zum anderen aus der erhöhten Gefahr neuer Antibabypillen der sogenannten »dritten Generation« gegenüber älteren Präparaten.  Mehr bei
http://www.swissmedic.ch/aktuell/00003/01095/index.html?lang=de
http://www.cbgnetwork.org/3003.html
 
 

Tödliche Algenpest: Folgen der intensiven Landwirtschaft

Der bretonische Präfekt warnt den französischen Premier vor den Folgen der intensiven Landwirtschaft. Sie fördere die Grünalgen-Pest an der Atlantik-Küste, die tödlich sein soll.
Zur Erklärung der Grünalgen-Pesten verweist der Präfekt auf den intensiven Gebrauch von Düngemitteln bei den Viehzüchtern im Hinterland.
Die Gefahren der Grünalgen-Pest bedrohten auch in diesem Jahr wieder an verschiedenen bretonischen Stränden Mensch und Tier. 300 Klagen gegen den Staat seien bereits bei der Justiz eingegangen. Die KlägerInnen werfen dem Staat Untätigkeit mit tödlichen Folgen vor.  Mehr bei
http://www.taz.de/digitaz/2009/10/26/a0148.nf/text
 
 

Virus Auto - Die Geschichte einer Zerstörung

Am Anfang stand das Auto für freie Fahrt, für Mobilität und für Freiheit. Doch was ist aus diesen Träumen geworden?
Heute hat das Auto massiv in unsere Lebenswelten eingegriffen, sowohl Natur und Gesellschaft als auch das Individuum sind vom Virus Auto befallen: Landschaften wurden zerstört, Städte für Autos angelegt, und sobald ein Mensch ins Auto steigt, verändert sich sein Wesen.
Hermann Knoflacher ist Professor für Verkehrsplanung an der TU Wien und seit Jahrzehnten bekennender Autokritiker. Er liefert eine schonungslose und provozierende Abrechnung mit dem faszinierenden Wunder Auto.  Mehr bei
http://www.ueberreuter.at/Knoflacher_Virus%20Auto.pdf
http://www.nomegatrucks.eu/deu
http://www.allianz-pro-schiene.de/gueterverkehr/no-mega-trucks
 

Die Donau als Wasser-Highway

Gefahr für die letzten großen Auenlandschaften Zentraleuropas: Über 1000 Kilometer der Donau sollen nach den Plänen der EU für die Schifffahrt ausgebaggert, reguliert oder gestaut werden.
Sollten die derzeitigen EU-Pläne umgesetzt werden, würden weitere einmalige Naturreservate mit seltenen Tier- und Pflanzenarten vernichtet werden. Allein an der unteren Donau drohten bis zu 200 Inseln, die größte davon mit einer Fläche von 400 Hektar, durch die Pläne der europäischen Union als Lebensraum zu verschwinden.
Das EU-Ausbauprojekt ist nach Ansicht des WWF die Fortführung einer umweltfeindlichen Ausbaupolitik, die bereits vor 1990 in den damaligen Ostblockstaaten ihren Ursprung hat.  Mehr bei
http://www.wwf.de/presse/details/news/donau_soll_wasser_highway_werden
 
 

BASF Ethylen-Pipeline-Süd umstritten

Der geplante Bau der Ethylen-Pipeline-Süd zwischen Oberbayern und Ludwigshafen wird zwar reichlich subventioniert, aber auch energisch bekämpft
Ein enger Schulterschluss zwischen Staat und Privatwirtschaft für ein Großprojekt ist in Baden-Württemberg in die Diskussion geraten. Streitpunkt ist die 360 Kilometer lange Ethylen Pipeline in Süddeutschland, die das südostbayerische Chemiedreieck um Gendorf und Burghausen mit der BASF in Ludwigshafen in Rheinland-Pfalz verbinden soll. Eine größere Gruppe von Landbesitzern aus der Region östlich von Stuttgart sind bisher nicht bereit, Grundstücke zum Bau der Pipeline zur Verfügung zu stellen.
Die etwa 80-köpfige Gruppe, die als Gesellschaft bürgerlichen Rechts organisiert ist und Fachanwälte engagiert hat, besteht aus bodenständigen Landwirten und Grundstücksbesitzern entlang der Leitungstrasse, deren Familien zum Teil seit Generationen das Land besitzen. Viele der betroffenen Grundstücke sind bereits durch andere Pipelines belastet, da das Regierungspräsidium Stuttgart nach dem Bündlungsprinzip alle Leitungen auf einer Trasse zusammengefasst hat.  Mehr bei
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31368/1.html
 

CERN: Bedenkliche Experimente

Im November 2009 geht am CERN (EUROPEAN ORGANIZATION FOR NUCLEAR RESEARCH) bei Genf der Large Hadron Collider in Betrieb, der größte Teilchenbeschleuniger der Welt. Protonen kollidieren mit einer Energiedichte, wie Sie noch nie zuvor auf der Erde erzeugt wurde. Die Physiker am CERN wissen nach eigenen Aussagen nicht, was sie entdecken werden. Einige hoffen, das Higgs-Teilchen zu finden, andere hoffen, durch die Erzeugung kleiner Schwarzer Löcher zu beweisen, dass das Universum mehr als 3 Raumdimensionen besitzt.
Der deutsche Physiker Prof. Stöcker hat sich sogar ein Patent gesichert, mit
Hilfe stabiler kleiner Schwarzer Löcher Energie zu erzeugen. Im schlimmsten Fall dauert es 27 Jahre bis zur Assimilierung der gesamten Erde.

Es gibt mehrere Szenarien, für welche das CERN-Sicherheitsargument nicht
gilt und bei dem die Erde durch die Experimente zerstört werden könnte.
Einige Wissenschaftler glauben, es sei nicht auszuschließen, dass solche kleinen Schwarzen Löcher wachsen und die Erde zerstören könnten. Das CERN dementiert diese Befürchtungen. Zwar besagt der CERN-Sicherheitsreport, dass nach theoretischen Berechnungen noch in unserer Generation die Erde durch das LHC-Experiment zerstört werden könnte, jedoch wird versucht, dieses Szenario aufgrund theoretischer Vergleiche aus der Kosmologie auszuschließen. Niemand möchte das über 6 Milliarden Euro teure Experiment aufgrund einer nur "hypothetischen" Gefahr absagen.
Die meisten Menschen wissen weder von den Experimenten, noch von der potentiellen Gefahr.  Mehr bei
http://doc.cern.ch/yellowrep/2003/2003-001/p1.pdf
http://arxiv.org/abs/0901.2948
http://arxiv.org/abs/0807.3349v1

"Es gibt eine eigentümliche Faszination der Technik, eine Verzauberung der
Gemüter, die uns dazu bringt, zu meinen, es sei ein fortschrittliches und
ein technisches Verhalten, daß man alles, was technisch möglich ist, auch
ausführt. Mir scheint das nicht fortschrittlich, sondern kindisch. Es ist
das typische Verhalten einer ersten Generation, die alle Möglichkeiten
ausprobiert, nur weil sie neu sind, wie ein spielendes Kind oder ein junger
Affe. Wahrscheinlich ist diese Haltung vorübergehend notwendig, damit
Technik überhaupt entsteht. Reifes technisches Handeln aber ist anders. Es
benützt technische Geräte als Mittel zu einem Zweck. Den Raum der Freiheit
planen kann nur der Mensch, der Herr der Technik bleibt."
Carl Friedrich von Weizsäcker
 

Albtraum Atommüll

Auf die zunehmende Angst vor den Folgen der Erderwärmung reagieren Industrielle und manche Politiker mit dem Wundermittel Atomenergie: eine saubere und kontrollierbare Energie ohne schädliche Auswirkungen auf Mensch und Umwelt, die sogar zur nachhaltigen Entwicklung beiträgt. Aber ist sie wirklich so sauber, wie man uns weismachen will?
Atommüll ist die Schwachstelle der Atomenergie, ihre Achillesferse, ihr schlimmster Albtraum. Die Bevölkerung hat Angst vor dem Atommüll, die Wissenschaft findet keine annehmbare Lösung dafür, die Industrie versucht zu beschwichtigen, und die Politik meidet das Thema.
Ob der neuerliche Deckeneinsturz im "Versuchsendlager" Asse auch für einen inhaltlichen Umbruch sorgt, kann bezweifelt werden.  Mehr bei
http://www.arte.tv/de/Die-Welt-verstehen/2767030.html

Auch bei Atomenergie wird unser größtes Problem die Treibstoffversorgung sein. Können wir das Uran überhaupt noch zu den Reaktoren transportieren? Wenn der Ölpreis die 150 Dollar-Marke erreicht oder sogar überschreitet, werden wir automatisch zum Verzicht gezwungen.
Wir profitieren viel mehr, wenn wir das Geld anders investieren. Es gibt nur einen einzigen Grund, dass überhaupt über Nuklearenergie nachgedacht wird: Grosse Unternehmen mögen sie sehr, denn sie können sie besitzen, die Kontrolle darüber haben und Profite daraus ziehen. Die wollen nicht, dass wir unsere eigenen Energie-Versorger werden.
Und wenn es einen Unfall gibt, sterben Millionen.

Die Haushalte finanzieren übrigens nicht nur die Gewinne der Stromkonzerne, sondern auch den Verbrauch industrieller Großkunden. "Sondervertragskunden", das heißt Großabnehmer, zahlen 8,5% weniger als noch vor einem Jahr.

Atomkonzerne abwählen

Nach dem Wahlsieg der atomfreundlichen Parteien CDU, CSU und FDP bei der Bundestagswahl droht ein längerer Betrieb der 17 Atomkraftwerke. Politiker und Journalisten sollen von der Atomlobby gezielt auf Pro-Atom-Kurs gebracht werden. Doch atomkritische Wählerinnen und Nichtwähler sollten ihre Hoffnungen auf den Atomausstieg nicht kampflos aufgeben. Deshalb rufen Umweltverbände im Rahmen der Kampagne "Atomausstieg selber machen" zur "Opposition an der Steckdose" auf.
Auch eine ganze Reihe prominenter Christdemokraten lehnt Laufzeitverlängerungen ab: Peter Müller, Klaus Töpfer, Friedbert Pflüger und CSU-Umweltexperte Josef Göppel.
Bei der 'Strom-Wahl' sollte man sich für einen Anbieter entscheiden, der komplett auf Atomkraft verzichtet.
Die besten und günstigsten Ökostrom-Anbieter finden Sie 
hier
 

Am Atomausstieg festhalten!

  • Sorgen Sie dafür, dass die sieben ältesten, besonders unsicheren Atomkraftwerke und der Pannenreaktor Krümmel jetzt vom Netz gehen!
  • Ziehen Sie einen Schlussstrich unter die jahrzehntelangen Lügen, die den Ausbau des völlig ungeeigneten Salzstocks Gorleben zum Endlager begleitet haben! Starten Sie eine neue, vergleichende Standortsuche nach klaren Kriterien.
  • Stärken Sie den Ausbau der Erneuerbaren Energien und fördern Sie Energieeffizienz: Jedes Aufweichen des Atomausstiegs zerstört die Investitionssicherheit dieser Zukunftsbranchen.
Eine Sammlung und Erläuterung der zentralen Rechtsquellen zur Förderung und zum Netzzugang von Strom aus Erneuerbaren Energien in 27 EU-Mitgliedsstaaten finden Sie bei
http://www.res-legal.de
 

RWE-AKW in Belene verhindert!

Fast ein Jahr lang habt campact.de den Energiekonzern bearbeitet, jetzt ist es geschafft: RWE zieht sich aus der Finanzierung zweier Atomreaktoren im bulgarischen Erdbebengebiet Belene zurück! Fast 30.000 Campact-Aktive verschickten Gelbe Karten an den Aufsichtsrat, mit Aktionen demonstrierten campact-Aktivisten die Risiken eines Atomkraftwerks im Erdbebengebiet und waren wir auf Aktions-Tour im Ruhrgebiet unterwegs.  Mehr bei
https://www.campact.de/atom2/belene2009/abschluss
 

100 gute Gründe gegen Atomkraft
http://100-gute-gruende.de/lesen.xhtml


Machen Sie Schluss mit Atom:
http://www.contratom.de/aktion/schluss
http://www.nein-zu-atomkraft.de/mitmachen.php
http://www.campact.de/atom2/sn3/signer
http://umweltinstitut.org/atomabwaehlen
http://www.anti-atom-treck.de

Seit dem Störfall im AKW Krümmel verzeichnen Ökostromanbieter einen deutlichen Anstieg. 
Doch Null Umweltnutzen bei Ökostrom-Mogelpackungen: In einer kürzlich veröffentlichten Studie warnt Greenpeace vor Schein-Ökostrom, der sich bei genauerem Hinsehen als völlig wirkungslos für die Umwelt entpuppt. Ökostromprodukte, die lediglich auf dem Handel mit Herkunftsnachweisen wie RECS-Zertifikaten basieren oder einfach nur auf Wasserkraft aus alten Großkraftwerken zurückgreifen, tragen diesen Namen laut dem Verfasser der Studie zu Unrecht.
Wechseln Sie zu einem seriösen Ökostromanbieter
 
 

Klimawandel

>>> Die Gefahrenstudie des US-Verteidigungsministeriums stuft die Gefahren, die durch den Klimawandel hervorgerufen werden, als größere Bedrohung ein, als etwa die internationale Terrorismusgefahr. Befürchtet werden Unwetter mit Überschwemmungen, massive Hungersnöte und militärische Konflikte beispielsweise durch zunehmende Wasserknappheit.
Renommierte US-Klimaforscher sind nach einem Studium von Daten der Klimageschichte des Planeten zu der Ansicht gelangt, dass das Klimasystem empfindlicher als bisher gedacht ist.

"The danger zone is not something in the future. We're in it now."
Myles Allen, University of Oxford

Der Klimawandel schlägt in der Arktis noch schneller zu als in den ohnehin dramatischen Modellrechnungen erwartet. Das Polareis schmilzt deutlich schneller. Britische Forscher beklagen 13.000 Quadratkilometer Verlust in 50 Jahren.
Wissenschaftler erwarten drastische gesundheitliche und wirtschaftliche Folgen des Klimawandels für Deutschland.
Gesundheitliche und wirtschaftliche Folgen des Klimawandels stellen Deutschland in den nächsten Jahrzehnten vor große Herausforderungen, so das Ergebnis einer Tagung des GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit zusammen mit der Münchener Rückversicherungsgesellschaft.
Wetterkatastrophen nehmen seit einigen Jahrzehnten drastisch an Zahl und Ausmaß zu. In Deutschland müssen wir in Zukunft immer häufiger mit extremeren Winterstürmen und Unwettern, Überschwemmungen und Sturzfluten, Hitzewellen und Dürren rechnen. Dazu tragen zunehmend auch Veränderungen bei den atmosphärischen Extremwerten als Folge der globalen Erwärmung bei. Der Klimawandel wird allein in Deutschland Schäden in Milliardenhöhe verursachen.
Die Landflächen der nördlichen Erdhälfte werden sich mit zunehmender geographischer Breite stärker erwärmen. Die Jahresniederschlagsmenge hoher nördlicher Breiten wird zumeist zunehmen, die Niederschläge in höheren mittleren Breiten im Winterhalbjahr ebenfalls. Die Regenmengen werden auch pro Ereignis zunehmen, es wird neue Extreme geben. "Auch ein abrupter Klimawandel kann für das 21. Jahrhundert nicht ausgeschlossen werden" warnte Hartmut Graßl, Direktor am Max Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg und forderte eindringlich Maßnahmen zur Anpassung auch in Deutschland. Die gesundheitlichen Risiken der bevorstehenden Klimawandels für Deutschland liegen vor allem in der zu erwartenden Zunahme der Hitzeperioden.
In Sachen Erderwärmung und Meeresspiegel-Anstieg "bewegen uns an der Oberkante dessen, was wir vorhergesehen hatten", sagt Mojib Latif vom Kieler Leibniz-Institut für Meereswissenschaften.  Mehr bei
http://www.umweltdialog.de/vtest.asp?id=1820

Klimawandel weit schlimmer als befürchtet: Meeresanstieg um zwei Meter in einer Generation.
Wie aus der 68-seitigen Untersuchung "Climate Change Science Compendium 2009" hervorgeht, steuert die Erde auf einen Punkt zu, der die Zerstörung der weltweiten Ökosysteme unweigerlich mit sich bringt.
84% der Kinder und Jugendlichen im Alter von 10 bis 14 Jahren machen sich bereits große Sorgen um die Entwicklung des Weltklimas. 

The day after now!

>>> Ein riesiger Eisberg, siebenmal größer als Liechtenstein, schmilzt im Südatlantik vor sich hin. In der Antarktis gibt es bereits schmelzende Eisfelder, an deren Rändern das Abbrechen von Gletscherstücken der Größe von Mehrfamilienhäusern zu beobachten ist!
Große Schmelze in der Arktis: Forscher machen dramatische Vorhersagen für das Eis am Nordpol. Es taut in einem brutalen Tempo ab, viel schneller als vom Weltklimarat vorhergesagt. Experten befürchten, dass zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit die Eisdecke am Nordpol gänzlich abschmelzen könnte. Die Eisfläche auf dem arktischen Ozean hat bereits den zweitniedrigsten je erreichten Wert unterschritten.
Nach Ansicht führender Forscher müssen die Staaten weltweit konkrete Maßnahmen zur Vorbereitung auf die Folgen des Klimawandels einleiten und sich auf Fluten und Dürren vorbereiten.

Die Bemühungen um den Klimaschutz scheinen vergeblich zu sein. Der weltweite Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid ist im vergangenen Jahr weiter angestiegen.
Der Klimawandel kostet immerhin an die 20% des globalen
Bruttosozialprodukts. Die Folgen des Klimawandels verursachen bis 2015 voraussichtlich 375 Millionen Hilfsbedürftige - jährlich.
 

Marsch ins Treibhaus

Auf dem Klima-Gipfel in ­Kopenhagen geht es nicht nur um die Reduktion der
Treibhausgase. Dort werden auch die Weichen zwischen Frieden und Krieg für
die Welt gestellt.
Die bevorstehende Klimakonferenz von Kopenhagen wird ein Jahrhundertereignis mit einem planetarischen Thema: Der Klimawandel muss gestoppt werden, oder das Überleben vieler Menschen ist in Gefahr.
Ausgerechnet das US-Verteidigungsministerium hat die Folgen des Klimawandels für Europa bereits kalkuliert. Das Szenario ging davon aus, dass die Eiskappen an den Polen schmelzen und Süßwasser ins Nordmeer fließt, dessen Salzgehalt sich verringert. Durch den veränderten Auftrieb am Nordpol wird der horizontale Golfstrom aus dem subtropischen Atlantik umgelenkt und damit die „Heizung“ der nordatlantischen Regionen abgestellt. In Mitteleuropa, in Skandinavien, auf den britischen Inseln, aber auch in Kanada und an der nördlichen Ostküste der USA fallen die Temperaturen. Das klimatische Paradox: Weil sich die Erde erwärmt, kann es in der nordatlantischen Region beträchtlich kälter werden.
Die Verwandlung von Energie- und Klimapolitik in Sicherheitspolitik scheint unaufhaltsam. Auch wenn in Kopenhagen den erneuerbaren Energieträgern ein größeres Gewicht gegeben wird und vereinbart werden sollte, die CO2-Emissionen zu verringern – der Marsch ins Treibhaus wird fortgesetzt, solange der Umbau des Produktions- und Konsummodells nicht beginnt. 
Vielleicht sieht man in Kopenhagen den Schimmer eines alternativen Energiemodells. Wenn nicht, wird jemand irgendwann einmal das Licht ausmachen. Und zwar für immer.  Mehr bei
http://www.freitag.de/positionen/0941-klimagipfel-kopenhagen-energiepolitik

10 Wünsche und Forderungen an die Regierungschefs der G20
 

Methan wirkt gefährlicher als angenommen

Neben CO2 gibt es weitere Klimagase, über die nicht ganz so häufig diskutiert wird - Lachgas (N2O) und Methan (CH4) um Beispiel. Rechnerisch hat zum Beispiel ein Kilogramm Methan innerhalb von 100 Jahren in der Atmosphäre dieselbe Wirkung wie 21 bis 25 Kilogramm CO2.
Treibhausgase wie Methan helfen also an insgesamt drei Stellen dabei mit, unseren Planeten aufzuheizen:
    * durch das eigene Treibhauspotential,
    * durch Mithilfe bei der Bildung von Ozon in niedrigen Atmosphärenschichten, das dort ebenfalls als Treibhausgas wirkt,
    * durch die verminderte Bildung von kühlenden Schwefel-Aerosolen.

Wenn sie das komplizierte Zusammenspiel von Aerosolen und Atmosphärengasen berücksichtigen, kommen die Forscher für ein Kilogramm Methan auf eine Wirkung, die knapp 30 Kilogramm CO2 entspricht.
Methan entsteht vor allem in der Landwirtschaft, etwa bei der Viehhaltung oder dem Nassanbau von Reis. Aber auch aus defekten Gaspipelines, aus Müllkippen und Kohlebergwerken kann das Gas in die Atmosphäre gelangen.
Methanvermeidung lässt sich, gemessen etwa am Umbau der Energiewirtschaft zur CO2-Reduktion, vergleichsweise einfach bewerkstelligen.  Mehr bei
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,658141,00.html#ref=nldt
 

Wer CO2 sät, wird Sturm ernten.

Klima liegt in Konsumentenhand

Die Konsumenten entscheiden in hohem Ausmaß mit, ob die globale Erwärmung gebremst werden kann oder nicht. Zu diesem Schluss kommt das Institut für nachhaltigen Konsum der Universität Manchester in einem Bericht im Vorfeld des baldigen UN-Klimagipfels in Kopenhagen. Laut Berechnungen ist der Konsum für bis zu drei Viertel aller vom Menschen verursachten Treibhausgase verantwortlich. Forschungsleiter Mohan Munasinghe, einer der 2007 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichneten Vorsitzenden des Weltklimarats IPCC, fordert eine "grüne Revolution" des Konsums, um langfristig ehrgeizigere Emissionsziele zu erreichen.
Konsum hängt direkt mit den Emissionen des Treibhausgasen zusammen, die wesentlich an der Erderwärmung beteiligt sind. Die wichtigsten Quellen dafür sind die fossilen Treibstoffe, die Verwendung von auf Kohlenstoff beruhenden Materialien in der Erzeugung und auch die Emissionen der Landwirtschaft. Teilt man die Kohlendioxid (CO2)-Emissionen der Produktionsschritte den Ländern zu, in denen Güter und Dienstleistungen konsumiert werden, sind die Ergebnisse verblüffend. Fast ein Fünftel der chinesischen Emissionen werden etwa im Auftrag anderer Länder produziert.  Mehr bei
http://pressetext.de/news/091019002/klima-liegt-in-konsumentenhand
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31392/1.html
 

Eisbären in Not

Den weißen Riesen schmilzt das Packeis weg!
Nirgendwo schlägt der Klimawandel so heftig zu wie in der Arktis. In einigen Regionen dort ist die Lufttemperatur in den letzten 50 Jahren bereits um rund fünf Grad Celsius gestiegen. Mit dramatischen Folgen: Das Packeis um den Nordpol schrumpft immer schneller.
Für Eisbären ist das eine Katastrophe: Sie brauchen das Packeis zum Überleben. Denn dort jagen sie nach Robben und Walrössern. An Land gibt es für sie kaum was zu fressen.
Und es soll noch viel schlimmer kommen: In den Sommermonaten könnte der Eispanzer bald schon komplett abschmelzen, befürchten führende Klimaforscher. Dann müssten die letzten Eisbären endgültig verhungern.
Sie können den Eisbären helfen bei
http://www.wwf.de/fuer-projekte/eisbaeren
 

Das Zeitalter der Dummheit

Wir nehmen neue Zahlen und Hochrechnungen zum Klimawandel und den zu erwartenden Umweltkatastrophen offensichtlich genauso schicksalsergeben hin wie den Wetterbericht.
Was werden kommende Generationen über uns denken? Müssen wir uns nachträglich vorwerfen lassen, einfach weitergemacht zu haben wie bisher, obwohl wir längst wussten, was da auf uns zukommt? Warum haben wir uns nicht gerettet, als wir noch die Gelegenheit dazu hatten?
Sollten wir etwa unsicher gewesen sein, ob wir unsere Rettung auch wert sind?  Mehr bei
http://www.delinat.com/ithaka/das-zeitalter-der-dummheit
 
 
 

Demokratie oder Öl-Wirtschaft Ölwirtschaft

Öl-Wirtschaft ist das Gegenteil von Demokratie. Die Öl-Wirtschaft unserer Zeit besteht aus Kartellen und ist stark verflochten mit anderen Schlüsselindustrien, wie z.B. der Autoindustrie, in der sie seit hundert Jahren investiert ist und dort stärksten Einfluss ausübt. Aufgrund enormer Finanzreserven kann sie auch ständig Druck auf Politiker ausüben, sie gar kaufen, wie in den letzten Jahren besonders gut in den USA zu beobachten war. Diese Ölwirtschaft schürt Präventivkriege (Afganistan, Irak, War on Terror etc.) und beugt die Demokratie. Es ist ihr gelungen, alle Staaten der Erde unter ihr Joch zu bringen, denn es besteht eine globale Abhängigkeit vom Öl und damit von der Öl-Wirtschaft. Die Öl-Konzerne (Öl-Kartelle) sind also die Hauptverantwortlichen für die Klimakatastrophe.  Mehr zum Thema
Öl-Wirtschaft

Der unverantwortliche Umgang mit dem Öl schafft jedoch viele ökonomische, politische und ökologische Probleme, die wir uns im 21. Jahrhundert einfach nicht mehr leisten können. Dazu gehören sowohl die ständig auftretenden Ölkatastrophen, als auch die Irak-Annektion, die bereits vor dem 11. September 2001 beschlossene Sache war sowie auch immer noch steigende CO2 Emissionen.
Denn im Jahr 2000 verbrauchten die USA 15% mehr Öl gegenüber 1990 und sie verbrauchen jedes Jahr 1,5% mehr! Und 40% davon verbrauchen die Autos. In den USA kann man von seinem 2,5 Tonnen schweren "Sports Utility Vihicle" je nach Bundesstaat zwischen $40.000 bis $100.000 steuerlich absetzen.
>>> Die USA verbrauchen ein Viertel des gesamten Öls. Würde der heutige durchschnittliche Kraftstoffverbrauch der amerikanischen Pkws auf den Durchschnittsverbrauch der deutschen Pkws reduziert werden, so könnte der derzeitige jährliche Erdölverbrauch von Afrika, China und Indien eingespart werden!
http://www.nlpb.de/04-pub/EXPO-PDF/energie.pdf
 

Die Energiepolitik der EU

Unumstritten ist, dass das Versorgungsproblem mit Primärenergie, angesichts der sich dramatisch zuspitzenden Verknappung fossiler und atomarer Energieträger, zu einer existentiellen Frage für den Wirtschaftstandort Europa werden wird.
Bei einer Energieabhängigkeit von knapp 60% von außen wären die Lieferländer in der Lage, innerhalb kürzester Zeit den gesamten Wirtschaftsraum auf den Status eines Dritte-Welt-Landes herunter zu fahren. Dabei muss gar nicht böse Absicht dahinter stecken.
Die Internationale Energie Agentur (IEA) in Paris, jahrzehntelang eine Beschwichtigungsorganisation, die die Versorgungssicherheit mit den fossilen und atomaren Primärenergieträgern Öl, Kohle, Gas und Uran außer Streit gehalten hat, überschlägt sich derzeit mit Warnungen vor einer fossilen Energiekrise, die die aktuelle Finanzkrise massiv in den Schatten stellen wird.
Die Spitzen der IEA (Präsident Tanaka und Chefökonom Birol) gehen davon aus, dass aus Gründen der Verknappung des Angebots bereits im Jahr 2013 der Ölpreis auf die 200 Dollar Marke klettern wird. Die Zeit drängt. "Wir müssen uns vom Öl verabschieden, bevor es sich von uns verabschiedet!", findet IEA-Chefökonom Birol drastische Worte.
Der Gedanke der Eigenversorgung durch erneuerbare Energien, die vor Ort verfügbar sind, ist zwar am Papier relativ gut verankert, aber noch lange nicht in den Köpfen der Energieversorger und Energiepolitiker angekommen. Als Beweis dafür kann die Idee einer europäischen Versorgung aus der Wüste gewertet werden. Der Plan ist ein Beharren auf den völlig veralteten Strukturen durch einer zentrale Versorgung von außen, ohne Berücksichtigung der daraus resultierenden Probleme. Gefordert wird natürlich eine öffentliche Finanzierung und gleichzeitig eingestanden, dass die Ausbeute gegenüber dem Aufwand äußerst bescheiden ist. Mit einem Einsatz von 400 Milliarden Euro will man 15% des europäischen Strombedarfs von 2050 decken. Eine These dazu: Ein ähnlicher Betrag investiert in den Ausbau dezentraler regenerativer Energienutzung könnte bereits wesentlich früher einen bedeutend höheren Absicherungsgrad an der europäischen Stromversorgung bewirken. Die Rechner in der EU sind gefordert.  Mehr bei
http://www.eu-umweltbuero.at/euinfo/euinfo_0209.pdf
 

Der nächste Ölpreisschock kommt bestimmt!

Momentan ist der Ölpreis rezessionsbedingt niedrig. Sobald die Finanzkrise überwunden ist, wird es mit den hohen Ölpreisen wieder losgehen - und mit steigenden Preisen für Metalle, Nahrungsmittel etc.
Russland will künftig enger mit den Scheichs kooperieren. Zudem plant Putin, mit anderen wichtigen Förderländern ein Gaskartell nach dem Vorbild des Ölkartells zu formen, um die westlichen Industriestaaten besser unter Druck setzen zu können.
Das größte Problem ist, dass wir auf den nächsten Ölpreisschock und seine heftigen wirtschaftlichen und politischen Konsequenzen überhaupt nicht vorbereitet sind. Uran ist wegen Unentsorgbarkeit als Ersatz ungeeignet und würde nicht mal 40 Jahre reichen.
Sonne, Wind und Wasserkraft stehen uns mehr als ausreichend zur Verfügung sowie auch das nötige know how. Doch die derzeitige Wirtschaft und die von ihr gesponsorte Politik haben Angst vor Veränderungen, denn noch verdienen einige sehr gut am Öl.
Die Vernachlässigung der Umwelttechnologien bringt uns das größte nur vorstellbare Desaster; ökonomisch, politisch, sozial und klimatisch!
Einzige Lösung: Jetzt im großen Stil in erneuerbare Energien (Wind, Wasser, Sonne, Geothermie, Meeresengergie etc.) zu investieren und Ölprodukte gezielt zu verweigern. Nach dem Ölpreisschock ist es zu spät!  Mehr in unserem
Spezial Ölschock und Ölpreis
 
 

Totale Überwachung

Zusammenhang zwischen Konsumgütern, Technik und totaler Überwachung

Nach der neuen europäischen Sicherheitsdoktrin ist jede(r) Bürger(in) solange verdächtig, bis seine/ihre Unschuld bewiesen ist.
Diese Unschuld ist täglich neu zu beweisen.

Wir sind es von den Medien gewohnt, täglich mit personaler Gewalt in Form von Einzelkriminalität behagelt zu werden. Dadurch wird eine negative Gewalt-Realität erzeugt, die die strukturelle Gewalt des Staates - auch in Form von Bespitzelung - rechtfertigen soll. Nun braucht man uns nur noch davon abzulenken, dass diese täglich wächst.
Der Wunsch nach totaler Überwachung ist Ausdruck einer bourgeoisen Gesellschaft, die die Menschen gern kategorisieren, ordnen und kontrollieren möchte. Dieser Wunsch entspringt einer Zwanghaftigkeit zur Ordnung, die sich z.B. auch bei vielen Innenministern beobachten lässt. Es beginnt in der analen Phase und endet im Faschismus. Was anfangs nur geregelte "Sicherheit" schaffen soll, endet in seinen Auswüchsen leicht in einem krypto-faschistischen System mit konsumptivem Schwerpunkt, in dem nur das Geld regiert. Es lässt sich auch gut als "Demokratie" tarnen (obwohl es nur eine Parteien-Demokratie mit schnöden Fraktionszwängen ist, aber keine Basis-Demokratie).
Faschismus ist die extremste Form des Kapitalismus. Die Erziehung zum komsumptiven Verhalten konzentriert die Menschen hauptsächtlich auf den Erwerb von Konsümgutern oder gar deren Anbetung, denn so verlieren sie schnell den Überblick und das Interesse am politischen und gesellschaftlichen Gefüge und deren Unzuträglichkeiten. Nur so ist es zu erklären, dass kaum jemand noch dagegen aufbegehrt; weder gegen sinnbefreiten Konsumzwang, noch gegen (noch) verfassungswidrige Bürgerrechtsbeschneidungen wie Datenschutz oder das Recht auf informationelle Selbstbestimmung.
Telefon, Internet, Handy, Cam, Navigationssystem etc. sind die Konsum-Köder, die diese totale Überwachung überhaupt erst möglich machen!
Technische Barrieren wird es bald nicht mehr geben. Die Gesellschaft ist es, die darüber zu entscheiden hat, wie viel persönliche Überwachung sie künftig zulassen will.
Die Greueltaten im Dritten Reich waren nur möglich, weil die Exekutive zu viel Macht erhalten hatte.

Interessant ist auch, dass es bei uns gar keinen Terror gibt, sondern nur Terroristen-Jäger und Panikmacher. Wird die Angst vor Terror etwa bewusst geschürt, um uns in den totalen Überwachungsstaat zu treiben? Mit Überwachung lassen sich offensichtlich auch gute Geschäfte machen...
Wesentlich gefährlicher als der internationale Terrorismus sind Faktoren, die unser modernes Leben bestimmen:
1. Die Folgen des Klimawandels.
2. Der Kampf um die immer knapper werdenden Ressourcen, vor allem das Öl.
3. Die wachsende Ungleichheit in Wirtschaft und Gesellschaft und eine damit einhergehende Marginalisierung der Mehrheit der Menschen - vor allem in den ärmeren Ländern.
4. Die weltweite militärische Aufrüstung, konsequente Weiterentwicklung von Massenvernichtungswaffen und herrschende Kriege, die Unmengen an CO2 produzieren.  Mehr bei
http://panopti.com.onreact.com/swf/index.htm
http://www.taz.de/digitaz/2008/06/28/a0027.nf/text
 

Der präventive Überwachungsstaat:
"Der Mensch, der bereit ist, seine Freiheit aufzugeben, um Sicherheit zu gewinnen, wird beides verlieren."
Benjamin Franklin
 

Auch "heimische Extremisten" im Visier

Nach dem Guardian werden in einer nationalen Datenbank auch Informationen über Teilnehmer von legalen Protesten gesammelt.
In Großbritannien setzt sich bei der Polizei der Begriff der "heimischen Extremisten" für politische Aktivisten durch, die an Protestaktionen oder Demonstrationen teilnehmen. Wie der Guardian [extern] berichtet, wurde zur Erfassung der "domestic extremists" eine Datenbank der Polizei aufgebaut, die von etwa 100 Angestellten betreut wird und in der Tausende Personen registriert sind, auch wenn ihnen keinerlei Straftat vorgeworfen wird. Allerdings werden auch EU-weit tatsächliche und vermeintliche Unruhestifter in Datenbanken erfasst und die Informationen weiter gegeben, was ebenfalls die Grenze zwischen legalem Protest und Verfolgung von Straftaten verschwimmen lässt.  Mehr bei
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31388/1.html
 

Vom gläsernen Menschen zum mündigen Bürger

Fast wäre es im Sommerloch aus Politskandälchen und Dauerkrise übersehen worden: Die Europäische Union plant, US-amerikanischen Terrorfahndern den Zugriff auf sensible Bankverbindungsdaten aus dem europäischen Finanzraum zu ermöglichen. Mit dem Anschlag auf das World Trade Center in New York am 11. September 2001 wurde eine neue Zeitrechnung in der Terrorbekämpfung und der staatlichen Datensammelwut eingeläutet.
"Zählt nicht uns, zählt eure Tage", skandierten in den 1980er Jahren die Kritiker der damals heftig umstrittenen Volkszählung. Gezählt wurde trotzdem. Doch gemessen an der Flut von Daten, die heute in den leistungsstarken elektronischen Gehirnen von Behörden, Unternehmen und Marktforschern gespeichert sind, nimmt sich die Erhebung von damals relativ harmlos aus. Umso bemerkenswerter ist die Tatsache, mit welchem Gleichmut heute die ständig wachsende Daten- und Informationsgier hingenommen wird. Das Bankgeheimnis - lange Zeit unantastbar - gibt es nicht mehr. Marketingstrategen ködern die Verbraucher mit Rabattsystemen und Kundenkarten, um ihre Konsumgewohnheiten auszuspähen. Banken analysieren zum Beispiel die Umsatzentwicklung auf den Girokonten und das Wohnumfeld, um ihren Kunden gezielt Zusatzprodukte anzubieten. Mit digitalisierten Passbildern und Fingerabdrücken haben sich die meisten Menschen bereits arrangiert. Und auch die rund 800.000 Überwachungskameras, die in Deutschlands Großstädten installiert wurden, empfinden die wenigsten noch als Zumutung.

Vor allem vier Entwicklungen machen aus der Datenflut gleichsam einen Daten-Tsunami:
* Die neuen Technologien ermöglichen die Speicherung gigantischer Datenmengen - selbst über Jahrzehnte.
* Mit Internet 2.0 erhielten die User umfassende Möglichkeiten, sich in vielfacher Hinsicht im Web zu präsentieren. Viele finden Spaß an dieser virtuellen Welt und geben mit größter Selbstverständlichkeit persönliche Informationen preis, die kein Volkszähler zu fragen gewagt hätte.
* Mit der Bekämpfung von Kriminalität - von der Steuerhinterziehung bis zum Terror - ließen sich bisher umfassende Eingriffe in die Persönlichkeitsrechte der Bürger verteidigen.

Doch allmählich kippt die Stimmung:
* Die Online-Durchsuchung stößt auf deutlichen Widerstand.
* Immer mehr Bürger erkennen, dass die neuen Methoden des Fiskus nicht nur hinterziehende Millionäre treffen, sondern auch kleine Sünder oder sogar unbescholtene Bürger ins Fadenkreuz geraten.
* Der fahrlässige oder gar kriminelle Umgang mit Daten weckt selbst bei unaufgeregten Zeitgenossen mehr und mehr Unbehagen.
* Kürzlich bestätigte das deutsche Bundesjustizministerium, dass der Missbrauch der auf Vorrat gespeicherten Telefondaten nicht ausgeschlossen werden könne.

Die beiden Journalisten Michael Brückner und Andrea Przyklenk haben in ihrem "Kursbuch Datenschutz - Der Ratgeber gegen den Röntgenblick" alles an Fakten zusammengetragen, was für die informationelle Selbstbestimmung von Belang ist. Die Ausführungen über den staatlichen Überwachungswahn, die Datensammelwut der Werbeindustrie und die Risiken eines allzu sorglosen Umgangs mit sozialen Netzwerken im Internet leisten mit einer Fülle praktischer Tipps, hilfreicher Adressen und Info-Angeboten sowie ganz konkreten Beispielen aus allen Bereichen unserer schönen neuen Datenwelt einen echten Beitrag zu Transparenz und Aufklärung.  Mehr bei
http://www.mankau-verlag.de/webshop/datenschutz.html
http://www.heise.de/tp/blogs/8/145924
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31166/1.html
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31227/1.html
 

Google Voice

Wollen Sie alle Ihre Suchen, Telefonate, Online-Dokumente und Mails, Ihren Videokonsum, sogar Ihre Krankenakten einem einzigen Konzern und damit einer einzigen Datenhoheit anvertrauen? Wollen Sie deshalb auch sehr genau auf Sie zugeschnittene Werbung sehen?
Mit Google Voice sollen Kunden in der Lage sein, weltweit und ein Leben lang eine Telefonnummer zu haben und auf eine Vielzahl von Features zurück zu greifen.  Mehr bei
http://www.heise.de/tp/blogs/4/134524
 

>>> Wenn Sie in der Europäischen Union leben und gerne etwas tun wollen, um ihre Umwandlung in eine Diktatur zu verhindern und gegen den Vertrag von Lissabon sind, sollten Sie eine Online-Petition unterschreiben bei
http://www.eu-referendum.org/deutsch/petitions/lisbon.php
http://www.eu-facts.org/en/ireland/index.html
 

Automatischer Scan

Huntertausendfach scannt die Polizei jeden Tag per Kamera Kfz-Kennzeichen und gleicht die Ergebnisse mit ihren Datenbanken ab - sogar trotz eines Urteils des Bundesverfassungsgerichts.
Die Bürger stehen unter Generalverdacht: Mecklenburg-Vorpommerns Polizei hat im großen Stil Autokennzeichen gescannt und mit Fahndungslisten abgeglichen - obwohl das Verfassungsgericht diese Praxis verurteilt hat. Jetzt droht erneut eine Klage.  Mehr bei
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,638526,00.html#ref=nldt

USA scannen jetzt alle zehn Finger: Ab jetzt müssen Ausländer, die am Washingtoner Flughafen in die USA einreisen, die Abdrücke aller Finger abgeben. Bisher wurden nur die beiden Zeigefinger gescannt.
Und in Japan werden biometrische Daten von Ausländern für 70 Jahre gespeichert.

Werden Sie aktiv!
Das können Sie gegen die Vorratsdatenspeicherung unternehmen:
* Im Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung mitarbeiten
* Infomaterial bestellen und verteilen
* Spenden
* Weitere Möglichkeiten, aktiv zu werden...

"Wir werden aus hysterischer Terroristenfurcht mehr und mehr zu einem Überwachungsstaat, betreiben das Geschäft der Terroristen, indem wir das, was die Terroristen so hassen, nämlich den demokratischen Rechtsstaat, mehr und mehr schwächen, wobei wir es hinnehmen, dass ein Innenminister von Woche zu Woche die Angst antreibt. Ich sehe, wie bestimmte politische Leistungen der Nachkriegszeit, auf die wir eigentlich stolz sein könnten, ins Bröckeln geraten. Wir machen einen Kotau vor dem Terrorismus, indem wird die Grundrechte schmälern. All das ist Abrissarbeit am Gebäude der Demokratie, das wir mit sehr viel Mühe aufgebaut haben."
Günter Grass

Mehr vom Überwachungsstaat finden Sie bei
http://www.umweltbrief.org/neu/html/Ueberwachung.html
 
 

Buchtipp

Silke Helfrich: Wem gehört die Welt?

Jetzt schon hat eine Milliarde Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Und immer mehr Quellen werden von privaten Firmen kommerzialisiert. Wasser ist eines von vielen lebensnotwendigen Gemeingütern, von denen alle Menschen profitieren - und die doch mehr und mehr dem Zugriff der Gesellschaft entzogen werden. Die Welt gehört nicht mehr allen, sonden zunehmend nur noch Einzelnen. Unsere Gemeinressourcen werden privatisiert, eingezäunt und dadurch unbezahlbar. Mit der US-amerikanischen Politologin und Commons-Theoretikerin Elinor Ostrom erhält nun eine bedeutende Vordenkerin der Gemeingüter-Ökonomie den diesjährigen Nobelpreis für Wirtschaft. Der Preis für Elinor Ostrom ehrt somit auch die Debatte um die Gemeinressourcen, mit der sich die führende Forscherin der Umweltökonomie seit Anfang der 70er Jahre intensiv beschäftigt. Er räumt der immer drängender werdenden Frage nach der gerechten Verteilung knapper Ressourcen das Gewicht ein, das sie verdient. Online-Kauf bei
http://www.amazon.de/Wem-geh%C3%B6rt-die-Welt-Wiederentdeckung
 

Filmtipp

Loose Change

11. September 2001: Weltweit formiert sich eine Bewegung, die eine umfassende und unabhängige Untersuchung der Ereignisse fordert. Die Welt hat ein Recht darauf, dass die Fragen, Widersprüche und Ungereimtheiten schlüssig und überzeugend geklärt werden. Um eine unabhängige Untersuchung durchzusetzen, wird der Dokumentarfilm „Loose Change“ mit deutschen Untertiteln kostenfrei bzw. gegen eine Spende verbreitet.
Die Anschläge mit „vier Verkehrsflugzeugen“ auf die Gebäude des World Trade Centers in New York und das Pentagon in Washington wurden von der US-Regierung dazu benutzt, um den „Krieg gegen den Terror“ zu eröffnen. Geführt von einer „Allianz“ nahezu aller großen Industrienationen unter der Vorherrschaft der USA.
Dieser „Krieg gegen den Terror“ hat die Welt verändert. Er hat mittlerweile Hunderttausenden von Menschen das Leben gekostet. Nicht aufgrund terroristischer Bombenanschläge, sondern aufgrund von mit Lügen und zweifelhaften Vorwänden begründeten Kriegen wie dem Überfall auf den Irak.
Nicht genug - die Kriegsherren treiben nicht nur die Rüstungsausgaben auf unvorstellbare Rekordhöhen, sie nehmen auch die eigenen Bevölkerungen als Geisel. Die innere Repression, der Abbau der demokratischen Rechte, die Unterdrückung von Meinungsfreiheit und freier Presse nehmen in atemberaubendem Tempo zu. Die politischen Systeme der Demokratie werden demontiert und pervertiert.
Zugleich wachsen die Zweifel an der „offiziellen Darstellung“ der Ereignisse um den 11. September 2001. Laut Umfragen glauben in den USA mittlerweile 60% der Bevölkerung nicht mehr an die regierungsamtlichen Verlautbarungen zu den „Terroranschlägen“. Zu viele Fragen, zu viele Widersprüche, zu viele Ungereimtheiten.
Drei Studenten haben die wichtigsten Fragen in einem Film in Kinolänge zusammengestellt. Es entstand „Loose Change“. Sie stellten das spannende Dokument kostenlos ins Internet und schufen den ersten Blockbuster der Cyber-Technik: 70 millionenmal wurde der Film inzwischen heruntergeladen. Weltweit entwickelte sich eine Bewegung, die den Film zum Anlass nimmt, eine Untersuchung der Ereignisse am 11. September 2001 zu fordern.
Entscheidend sind nicht die Theorien, die sich um den 11. September ranken; entscheidend ist, dass die Welt ein Recht auf Aufklärung hat. Zu viel Unrecht geschieht im Namen des 11. September, zu viel Geld wird verdient am 11. September, als dass einfach über die vielen Fragen und Ungereimtheiten im Zusammenhang mit diesen schrecklichen Ereignissen hinweggegangen werden könnte. An den Börsen der Welt gab es mysteriöse Spekulationen, mit denen Milliarden verdient wurden. An den zerstörten Gebäuden in New York verdiente ein Immobilienkonzern Unsummen. An der zivilen und militärischen Aufrüstung nach dem 11. September scheffelten die kleine Handvoll führender Kriegskonzerne gigantische Gewinne.
ethecon verbreitet den Dokumentarfilm „Loose Change“. Kostenlos. Auf DVD, ergänzt mit Material über die Bewegung für eine unabhängige Untersuchung und mit dem deutsch synchronisierten Film „Terrorstorm“. Bilden Sie sich Ihr eigenes Urteil.  Mehr bei
http://www.ethecon.de/ethecon.php?id=399&lang=de
Loose Change
http://video.google.com/videoplay?docid=-7859909765349743827#
 
 

Statistik

37% der Autofahrer für Elektrofahrzeuge

37% der Autofahrer würden sich beim zukünftigen Autokauf für ein Elektrofahrzeug entscheiden. Dies ergab eine breit angelegte Umfrage, der beiden auf den Themenbereich nachhaltige Mobilität spezialisierten Beratungsbüros Perraudin Konzept und Warnstorf & Partner Consulting.
Autofahrer fordern die Bereitstellung alternativer Antriebssysteme. Verbraucher in Deutschland sind sich einig: Die Art der Individualmobilität wird sich verändern.
Die zumindest europaweit umfänglichste - konzernunabhängig erstellte - Endkunden-Marketingstudie zum Thema E-Fahrzeuge, wird erstmalig einen Elektrofahrzeuge zentrierten Einblick in die Wahrnehmungswelt und das potentielle Kaufverhalten der heutigen Mobilitätsgesellschaft ermöglichen.  Mehr bei
http://www.openpr.de/news/246303.html#
http://www.warnstorf-partner-consulting.de/html/studien_elektro-fahrzeuge.html
 
 

Umwelt-Termine

05. November 2009 in Brüssel, Vertretung des Landes Baden-Württemberg 
bei der EU: Jahrestagung Nachhaltige Industriepolitik für Europa.
http://www.oeko.de/aktuelles/dok/914.php

07. November 2009, D-Berlin: Kongress „Öko-Soziales Wirtschaften – Gemeinsam Zukunft gestalten“. Konferenz für Öko-soziales Wirtschaften mit Franz Alt und Friedensnobelpreisträger Muhammed Yunus.
http://www.verantwortungjetzt.net

07. November 2009, 10 bis 17.00 Uhr im Umweltzentrum Düsseldorf: Haste mal 'ne Billion? -  Konzerne, Kapitalismus und die Krise. Wie kommt es, dass ausgerechnet neoliberale Positionen ein Comeback erleben?
http://www.cbgnetwork.de/downloads/Jahrestagung2009.pdf

11. November in Berlin im Einkaufszentrum "East Gate" (ganztägig): Green Shopping: Wie können wir beim Einkauf Ressourcen schonen? Andere Formen des Konsums.
http://www.nachhaltigkeits-check.de/DNR-Flyer_10-2009_V1.pdf

12. November 2009, CH-St. Gallen: Oikos Conference 2009 - The future of business and sustainability.
http://www.globalreporting.org

12. November 2009 im Auditorium Maximum der ETH Zürich: Klimawandel – wohin steuert die Schweiz?
http://www.sustainability-zurich.org/en/p67000355.html

15. bis 17. November 2009 Evangelische Akademie Tutzing: Tutzinger Tagung
Peak Coal und Klimawandel. Verfügbarkeit von Kohle, Folgen für Klimawandel und der Traum von der sauberen Kohle.
http://www.ev-akademie-tutzing.de/doku/programm/detail.php3?lfdnr=1442

17.-18. November 2009 in Nürtingen: Kongress „Erneuerbare Rendite – Energieinvestment für Anleger
http://www.watt-event.de

18. und 19. November 2009 in Hamburg: Benchmark Kommunaler Klimaschutz & 9. Kommunale Klimaschutz-Konferenz des Klima-Bündnis.
http://www.klimabuendnis.org/events-details.html

18. und 19. November 2009 in München: UNEP FI & VfU Roundtable „MISSION IS POSSIBLE - Verantwortung übernehmen: Wirtschaftskrise und Nachhaltigkeit
http://www.vfu.de

23. und 24. November 2009 im Holiday Inn Munich-City Centre, München: 3. EUROFORUM-Konferenz "Elektromobilität und ihre Auswirkungen auf die Energiewirtschaft".
http://www.elektromobilitaet-energie.de

24. und 25. November 2009 in Berlin, Landesvertretung Nordrhein-Westfalen: 4. Internationale Konferenz zur Speicherung Erneuerbarer Energien IRES 2009
http://www.eurosolar.de/de/?option=com_content

24. und 25. November 2009 im Kosmos, Karl-Marx-Allee 131a, Berlin: dena-Kongress "zukunft haus" 2009 - Strategien für Energieeffizienz.
http://www.zukunft-haus.info/zukunft-haus-kongress-2009.htmls

27. November 2009 in Berlin, Europäische Akademie für Steuern, Wirtschaft & Recht: Das elektronische Nachweisverfahren für die Abfallwirtschaft. Seminar bereitet Unternehmen und Verwaltungsbehörden auf die Umstellung zum elektronischen Nachweisverfahren (EANV) vor.
http://www.europaeische-akademie.net

04. und 05. März 2010 in Monaco: Internationale Cleantech-Investorenkonferenz CleanEquity Monaco 2010. 50 der weltweit vielversprechendsten Unternehmen der nächsten Generation aus der Cleantech-Branche.
http://www.cleanequitymonaco.com

29. bis 30. April 2010 in der Olympia National Hall von London: ECO Tech Expo 2010 - die erste Messe, die ausschließlich auf innovative Technologien und umweltfreundliche und ökologische Lösungen ausgerichtet ist.
http://www.echotechexpo.com

28-30 May 2010 in Bonn: Resilient Cities 2010 - 1st World Congress on Cities and Adaptation to Climate Change.
http://www.iclei.org/index.php?id=10242

21. bis 25. September 2010 in Husum: HUSUM WindEnergy - Leitmesse der Windenergie.
http://www.husumwindenergy.com
 

Umweltfreundliche Grüße
Ihr Umweltbrief-team
 

PS: Pestizide schüren Suizidgedanken

Je intensiver Menschen Pestiziden ausgesetzt sind, desto eher denken sie an Selbstmord. Das zeigen Psychiater vom Londoner King's College gemeinsam mit chinesischen Kollegen in einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO).  Mehr bei
http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=091023022
 

Schreiben Sie uns Ihre Meinung an global@umweltbrief.de
Umweltbrief
> kostenfrei abonnieren
home

Der Umweltbrief ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Internet-Seiten.