Umweltbrief spezial: Diesel, Dieselruß,
Dieselrußfilter, Partikelfilter und Feinstaub
Man möchte gar nicht mehr einatmen...
Wer zu Fuß oder mit dem Fahrrad auf einer verkehrsreichen Straße unterwegs
ist, dem bleibt fast die Luft weg. Der inzwischen vorherrschende Geruch von verbranntem
Diesel(-Öl) lässt schnell die Lust vergehen, einzuatmen oder gar tief Luft zu holen.
Von Frühlingsluft keine Spur; Immer mehr Fahrzeuge, davon immer mehr Dieselfahrzeuge,
verpesten unsere Atemluft. Ob Pkw oder Lkw, ob mit oder ohne Rußpartikelfilter,
Diesel-Fahrzeuge sind eine Plage.
Partikelfilter: Gesundheitsgefahr ultrafeine Diesel-Rußpartikel.

Diesel-Pkw dürfen maximal
600 Milliarden Teilchen pro Kilometer ausstoßen.
Der Anteil grober Rußpartikel in Dieselabgasen wurde in den letzten Jahren zwar verringert.
Gefährlich sind aber nicht so sehr diese, sondern die
"lungengängigen", sehr kleinen
Rußteilchen. Sie sind zum Teil kleiner als 0,1 µm
(Mikrometer);
das ist ein Tausendstel des Durchmessers eines Menschenhaares. Die
Menge
der feinen (2,5 µm) und ultrafeinen (0,1 µm)
Rußteilchen
hat zugenommen; teilweise als Folge der ungenügenden Gesetzgebung,
teilweise durch neue Techniken der Dieseleinspritzung.
Je kleiner die Partikel sind,
umso
tiefer dringen sie in die Lunge ein. "Gegenüber
feinen und ultrafeinen Partikeln versagen die natürlichen
Abwehrmechanismen
der Lunge", stellt der Sachverständigenrat für
Umweltfragen
fest. Denn die "Fresszellen" der Lunge, die Makrophagen, können
diese
feinen Rußpartikel nicht mehr erkennen. So dringen sie bis in die
feinsten Verästelungen der Lungen vor. Dort setzen sie sich fest
und
lösen Entzündungen aus. Möglicherweise treten die
Partikel
wegen ihrer ultrafeinen Struktur auch direkt ins Blut über.
Dies alles kann sowohl kurzfristige
(Herz-,
Kreislaufs,- und Atemwegserkrankungen) als auch langfristige Folgen
(Krebs)
haben. Der Sachverständigenrat für Umweltfragen der
Bundesregierung
stuft dementsprechend
"Partikel, deren
wichtigste
Quelle Kfz mit Dieselmotor sind" in seinem aktuellen
Umweltgutachten
(Juli 2002)
"als das derzeit wichtigste
Problem der Luftverschmutzung" ein!
Auch minderwertige und ineffiziente Billigfilter sollen steuerlich
gefördert werden. Mehr bei
http://www.greenpeace.de/feinstaub/dieselruss_feinstaub_und_gesundheit
http://www.greenpeace.de/billig_russfilter_schuetzen_nicht
So ist der Dieselrußfilter letztlich auch keine gute Lösung, da er die Rußteilchen auf
µ-Ebene bringt und also noch "lungengängiger" macht, wie der
Umweltmediziner Prof. Hans Schweisfurth schon vor zwei Jahren urteilte:
"Es ist tragisch, aber durch die
Filtersysteme
ist der Ruß gefährlicher geworden als früher. Bei den
feinen
und ultrafeinen Partikeln versagen die natürlichen
Abwehrmechanismen
der Lunge." Mehr dazu in unserem
Archiv
Wir
können
Autofahrern
nur raten: Schalten Sie im Stadtverkehr die Lüftung ihres
Wagens
auf Umluft! Aber was sollen wir nur den Fußgängern und
Radfahrern
empfehlen???
>>> Für die Autoindustrie sollte Diesel der schnelle
Retter aus der Absatzkrise sein. Deshalb wird
er von den Verkäufern als "umweltfreundlich" propagiert.
Doch was immer man uns erzählen
will: Das Verbrennen von (Diesel-)Öl kann unter keinen
Umständen
jemals als umweltfreundlich bezeichnet werden.
Diesel-Rußfilter:
Kleinste Feinstaubpartikel
als tödliche Gefahr!
Kleinste Feinstaubpartikel sind nach Ansicht von Experten
wesentlich
gefährlicher als große. Zu diesem Ergebnis kommen
Forscher
des Leibniz-Instituts für Troposphärenforschung in der
jüngsten
Ausgabe des Wissenschaftsmagazins "Zwischenruf". Die Experten schlagen
daher vor, die seit Januar 2005 geltende EU-Richtlinie auf Partikel
unter
1 Mikrometer (ein Tausendstel Millimeter) zu begrenzen. Zusätzlich
müsse ein neuer Massengrenzwert für Russ eingeführt
werden,
fordern die Wissenschaftler.
Wissenschaftler
vom Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin und des
Institute of Neurobiology and Molecular Medicine in Rom haben in einer
Studie festgestellt, dass die Russpartikel aus den neueren und
saubereren
Dieselmotoren, die die Euro 4-Abgasnorm erfüllen,
gefährlicher
sind als diejenigen, die von älteren Dieselmotoren
ausgestoßen
werden.
Zwar werden
damit
weniger Rußpartikel in die Luft abgegeben, aber sie werden immer
kleiner und sind bei der Euro 4-Norm nur noch zwischen 5 und 20
Nanometer
groß. Zudem weisen sie eine "defektreiche,
fullerenartige Struktur" auf und sind viel
reaktiver als die Rusßartikel der früheren
Motorengenerationen.
Auf ihrer Oberfläche befinden sich, wie die Wissenschaftler sagen,
"chemische
Anhängsel, die sie noch einmal reaktiver machen, so dass sie menschliche
Zellen leichter schädigen können".
Wenn die neuen
und
"saubereren" Motoren also das Immunsystem stärker angreifen als
die
älteren, könnten auch die Feinstaub-Fahrverbote wieder
stärker
in Zweifel gezogen werden. Mehr bei
http://www.heise.de/tp/blogs/3/104218
http://www.umweltmedizin.de/content/red.otx/527,15258,0.html
http://www.tropos.de
Es gibt keinen Belastungswert, unter dem Feinstaub harmlos ist.
Dr. Michal Krzyzanowski vom Europäischen Zentrum für Umwelt und Gesundheit der
Weltgesundheitsorganisation: "Feinstaub
ist einer der wichtigsten Schadstoffe. Feinstaub
wird meist durch zwei Kenngrößen beschrieben. PM 10
beschreibt
alle Staubteilchen, die kleiner als 10 Mikrometer sind (PM, particulate
matter). PM 2.5 beschreibt die Teilchen, deren Durchmesser kleiner ist
als 2,5 Mikrometer. Die
Europäische
Feinstaub-Richtlinie, die Anfang des Jahres in Kraft getreten ist,
basiert
auf Messungen von PM 10. Je kleiner ein Staubpartikel ist, desto
einfacher
findet es Eingang in den menschlichen Körper und kann Schaden
anrichten.
Feinstaub verursacht
ein breites Spektrum an bekannten Auswirkungen auf die Gesundheit. Dies
führt dann zu einem höheren Verbrauch an Medikamenten, zu
häufigeren
Arztbesuchen und mehr Krankenhausaufenthalten. In manchen Fällen
manifestiert
sich die Wirkung von Feinstaub in einer Zunahme der Sterbefälle,
verursacht
durch Lungen- und Atemwegserkrankungen.
Es ist wichtig zu betonen,
dass
die beschriebenen Auswirkungen bei allen Feinstaub-Konzentrationen
beobachtet
werden. Es gibt keinen
Belastungswert,
unter dem Feinstaub harmlos ist. Selbst in sauberen Umgebungen
führt
eine kleine Zunahme der Luftverschmutzung zum Anstieg von
Krankheitssymptomen
und Mortalität. Die größten Auswirkungen hat die
Langzeitbelastung
durch Luftverschmutzung, wie sie beispielsweise für Einwohner
besteht,
die in Stadtteilen mit hohem Verkehrsaufkommen wohnen. Einer
großen
amerikanischen Studie zufolge ist das Sterberisiko
in stark verschmutzten Regionen der USA um 10-15% höher als in
sauberen
Gegenden des Landes.
Im europäischen
Durchschnitt
ist Feinstaub für einen Lebenszeitverlust
von 8,6 Monaten pro europäischem Bürger
verantwortlich."
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/19/19909/1.html
Die
Münchener
Feinstaub-Expertin Annette Peters hat in der Harvard
School of Public Health in den USA studiert und wies als erste
und
einzige in Deutschland durch Studien in Augsburg auf die neue Gefahr
hin: Nach
einer Auto- oder Busfahrt war das Infarktrisiko um das dreifache
erhöht.
Am gefährlichsten war Stop- und Go-Verkehr zur Stoßzeit.
Fest steht, dass die feinen Partikel Entzündungen im Lungengewebe
verursachen, aber auch in die Blutbahn eindringen. Das erhöht die
Gefahr von Gerinnseln. Die für das Auge nicht sichtbaren
Staubteilchen
sind die schlimmsten Schädlinge unter den Luftschadstoffen.
Mehr bei
http://www.sonnenseite.com/fp/archiv/Akt-News/6222.php
Dr. Uwe Lahl, Ministerialdirektor
im
Bundesumweltministerium,
berichtete, dass besonders
kleine,
ultrafeine Partikel allein schon durch ihre relativ größere
Oberfläche die Gesundheit wahrscheinlich mehr schädigen
könnten
als größere Feinstaubpartikel.
Bezogen auf Metalle und organische
Bestandteile
sagte Lahl: "Die chemische
Zusammensetzung
der Partikel scheint die Toxizität deutlich zu beeinflussen.
Bisher
gibt es keine Klarheit, in welchem Maße Metallverbindungen
für
die gesundheitlichen Auswirkungen von Partikeln verantwortlich sind."
Andere Quellen für
Verkehrsfeinstaub:
Abrieb von Bremsen, Reifen, Straßenbelag und
Straßenbahnschienen,
Aufwirbelung von Staub und letztlich Partikel
aus Katalysatoren in Form von Edelmetallen und Keramikfasern.
Sobald
nämlich ein Verbrennungsmotor läuft, werden in kleinsten
Mengen
die Platin-Gruppen-Metalle (PGM) Platin, Rhodium und Palladium aus den
Abgaskatalysatoren in die Umwelt geblasen! Hinzu kommen Emissionen aus
Industrie, Kraftwerken, Hausbrand, Landwirtschaft und
Müllverbrennungsanlagen.
Klimakiller Dieselmotoren
Aktuell hat Diesel gegenüber Benzin in Deutschland einen Steuervorteil von etwa 16 Cent
je Liter. Diese Differenzierung und Bevorzugung ist ökologisch nicht zu rechtfertigen, denn
Dieselrußpartikel heizen die Erde stark auf.
Dieselmotoren werden als Klimakiller zwar kaum diskutiert, doch die Russpartikel sorgen dafür,
dass die Arktis und die Gletscher der Erde massiv abnehmen. Zu diesem Schluss kommen Forscher des
NASA Goddard Institute for Space Studies. Einen wesentlichen Anteil daran haben Dieselmotoren in
Fahrzeugen, Baumaschinen und Schiffen. Eine Expertenrunde hat das Thema "Presseartikel und
Dieselfahrzeuge" im Rahmen einer Veranstaltung des VCÖ diskutiert. "Russpartikel absorbieren
das Sonnenlicht und tragen zur Erwärmung der unmittelbaren Umgebung bei", so Umweltwissenschaftler
Axel Friedrich. "Ein weiterer Effekt ist die Beeinflussung der Wolkenbildung und dadurch eine
Veränderung der Niederschlagsverhältnisse."
Studien, wie massiv die Rußpartikel wirken, hat auch der Chemiker Urs Baltensperger vom
Labor für Atmosphärenchemie am Schweizer Paul Scherrer Institut durchgeführt.
"Untersuchungen von Dieselruß in der Smogkammer und künstlichem Licht haben deutlich
gemacht, wie viel zusätzlicher Feinstaub durch die Atmosphrenchemie hergestellt wird. Wir haben
auch die Wirkung von Dieselruß auf lebende Lungenzellen erhoben, um zu beurteilen, zu welchen
Schädigungen es dadurch kommt. Bereits bekannt ist die Tatsache, dass kleine Feinststaubpartikel
besonders schädlich sind."
Mehr bei
http://www.umweltdialog.de/Dieselrusspartikel_heizen_Erde_stark_auf.php
Die Vergewaltigung des Dieselmotors
Partikelfilter verträgt keinen Biodiesel
Bei Neufahrzeugen mit Partikelfilter
liegen
z.Zt. keine Freigaben für das Tanken von reinem Biodiesel vor. Bei
Systemen mit
Additiv-Zugabe führt der Einsatz von
Biodiesel
dazu, dass es beim notwendigen Freibrennen zur Selbstreinigung des
Filters
zu unerwünschten Oxidationen kommen kann. Bei Filtern ohne Additiv
werden die Temparaturen beim Brennprozess zu hoch.
Rapsöl als Kraftstoff extrem krebserregend
Rapsöl als Kraftstoff zu
verwenden ist
extrem krebserregend. Das behauptet Professor Axel Munak von der
Bundesforschungsanstalt
für Landwirtschaft, nachdem er das Öl untersucht hat. Sein
Ausgangspunkt
war folgender:
"Was passiert eigentlich, wie es
ja
viele Leute heutzutage machen, sie nehmen einen normalen Dieselmotor,
tanken
irgendwoher Rapsöl und fahren preiswerter."
Das Ergebnis der Tests:
"Die
Auswertung des Mutagenitätstests, die war eben dann doch
alarmierend,
insofern weil dort der Faktor 30 eben aufgetreten ist gegenüber
Dieselkraftstoff." Das
bedeutet, die
Abgase, die bei der Verbrennung von Rapsöl
entstehen,
waren bei dieser Versuchsreihe 30-mal krebserregender als bei
herkömmlichen
Diesel. Doch bei der eiligen Informationsweitergabe wurden zwei
wichtige
Punkte nicht genannt: Die Tests wurden an einem Motor
durchgeführt,
der nicht für die Verbrennung von Pflanzenöl geeignet war.
Außerdem
entsprach das verwendete Pflanzenöl nicht der DIN-Norm. Das
Öl
beinhaltete einen chemischen Fliesverbesserer.
Um Pflanzenöl zu fahren,
muss
der Motor umgerüstet werden. Nur dann könne man eine
ordentliche
Verbrennung des Öls garantieren, sagt Thomas Kaiser. Professor
Munak
hält dagegen: Dies sei doch der Alltag. Um Geld zu sparen,
würden
viele Autofahrer ihren Motor gar nicht umrüsten.
Wer jedoch
Pflanzenöl
in einem nicht umgerüsteten Motor verbrennt, tut sich und der
Umwelt
keinen Gefallen. Mehr bei
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/umwelt/632591
Dieselruß wirkt klimatisch 360.000 bis 840.000 mal so stark wie CO2!
Bisher konnten sich die
Dieselfreunde der
Unterstützung durch Naturwissenschaftler sicher sein; bei der
Erforschung
des Treibhauseffektes interessierten die sich fast nur für
"klassische"
Treibhausgase wie CO2. Dass auch Ruß - black carbon - zur
Erderwärmung
beiträgt, entging deshalb auch der Aufmerksamkeit jener
Diplomaten,
die in langjähriger Arbeit das Kyoto-Protokoll zum Klimaschutz
zimmerten.
Es regelt die Begrenzung von insgesamt
sechs Treibhausgasen - nicht jedoch
von
Ruß,
der dem Klima offenbar besonders zusetzt: pro Gramm sage und schreibe
360.000-bis
840.000-mal so stark wie die entsprechende Menge Kohlendioxid, so
US-Forscher
Jacobson, der der von der
NASA, von der amerikanischen
Umweltbehörde
Epa
sowie von der
National Science Foundation unterstützt
wurde.
Und UBA-Präsident Andreas Troge:
"Es sollte
zu einer Angleichung des Mineralölsteuersatzes an den für
Benzin
kommen - und das möglichst rasch."
Quelle:
http://www.zeit.de/Schwerpunkte/Wissen/Klimawandel/Beschreibung.html
Archiv: Dieselautos
Dieselfahrzeuge raus aus den Städten
In Städten sind die Abgase von Fahrzeugen
ein großes Problem, das durch die starke Zunahme von Dieselfahrzeugen
nur noch größer geworden ist.
In den 1990er Jahren hatte man subjektiv
das Gefühl, dass die Abgasbelastung und Geruchsbelästigung durch
Fahrzeuge zurückgegangen ist. Nun jedoch besteht der überwiegende
Teil der Pkw aus Dieselfahrzeugen. Die Autoindustrie hat ihre Kunden offenbar
dazu überreden können, den plötzlich in der Werbung als
"umweltfreundlich" deklarierten Dieselmotor zu bevorzugen – auch weil der
Sprit an der Tankstelle etwas billiger ist. Das ist ein übler Fall
von Greenwashing.
Dass der Kauf eines Fahrzeugs mit Dieselmotor
sich allerdings nur dann lohnt, wenn man mindestens 15.000 bis 20.000 km
pro Jahr fährt, wurde den Kunden wohl verschwiegen.
Die nach außen laut brüllenden
Dieselmotoren haben den Lärmpegel in den Städten deutlich erhöht
und die stinkenden Dieselabgase stellen eine erhebliche Geruchsbelästigung
dar, bei denen vielen Menschen einfach "die Luft wegbleibt". Doch Dieselabgase
sind auch extrem krebsfördernd – gerade wenn die Fahrzeuge mit einem
modernen Partikelfilter ausgerüstet sind. Die ultrafeinen Partikel
haben jetzt nur noch die Größe von Nanoteilchen und sind damit
nicht nur lungengängig, sondern auch zellgängig geworden!
Diesel-Pkw dürfen maximal 600 Milliarden
Teilchen pro Kilometer ausstoßen, die allesamt extrem krebserzeugend
sind.
In Neu-Delhi ist die Neuzulassung sämtlicher
Dieselfahrzeuge inzwischen unterbunden worden.
Der Oberste Gerichtshof Indiens, der sich
auf Erkenntnisse der staatlichen Umweltschutzbehörde EPCA stützt,
zeigte sich gegenüber der Regierung und der petrochemischen Industrie
wenig kompromissbereit: "Wir dürfen die öffentliche Gesundheit
nicht weiter aufs Spiel setzen", verlauteten die Richter. Nach Schätzungen
von Krishan Kumar, einer der führenden indischen Kardiologen und Mitglied
der "Heard Care Foundation of India", ist die "Hauptstadtluft zu atmen
ähnlich schädlich wie der Konsum von 20 Schachteln Zigaretten
am Tag".
http://www.eed.de/ueberblick.archiv/ueberblick.html?entry=200201.kurz#diesel
https://www.lima-city.de/thread/diesel-verbot
Nicht umsonst sind Dieselfahrzeuge in Hongkong
und Kalifornien (USA) seit langem verboten. [Inzwischen lassen sich die
teuren Wohnungen in Hamburgs Hafen City kaum noch verkaufen, weil die Dieselabgase
der Kreuzfahrtschiffe den ganzen Tag über die neuen Häuser stinken.]
Das Verbrennen von Öl für den
Antrieb von Fahrzeugen kann im 21. Jahrhundert nicht mehr als angemessene
Kulturleistung bezeichnet werden.
Welche Regierung in Europa traut sich,
die Neuzulassung von Dieselfahrzeugen zu verbieten und die Steuern für
Dieselkraftstoff drastisch zu erhöhen?
Wer
anderen einen Diesel fährt, ist selbst unrein.
Die
Diesel-Dienstautos
der Bundesregierung schlucken mehr als je zuvor!
Eine
parlamentarische
Anfrage ergab: Der Fuhrpark des Bundes taugt nicht als Vorbild für
die vom Umweltministerium gepredigten Forderungen nach
Drei-Liter-Autos,
Russfilter und Spritsparern. Ausgerechnet die Dienstautos der
rot-grünen
Bundesregierung sind schneller, stärker und schlucken mehr als die
aller Vorgängerregierungen.
Die Kehrseite:
Die
Entdeckung von Erdöl beispielsweise im Amazonas hat zu einem
regelrechten
„Öl-Boom“ geführt. Das sensible Gleichgewicht des Regenwaldes
wird zerstört. Die Ureinwohner sind durch Vergiftung und
Vertreibung
bedroht - viele leisten verzweifelt Widerstand.
Schicken
Sie
noch heute eine Protestmail an die Bundesregierung bei
http://www.regenwald.org/mailaktion/aktion.php?show=39
Maut, Fahrverbot, Klagen – Feinstaub sorgt für Wirbel.
Zunächst weitgehend unbemerkt
von der
Öffentlichkeit traten zum Jahresbeginn neue, strenge
EU-Luftqualitätsziele
in Kraft. Sie legen Grenzwerte für die Konzentration von
krebserregendem
Feinstaub und ab 2010 auch von Stickoxiden in der Atemluft fest.
Während
derzeit viel über mögliche Lösungen wie zum Beispiel
Rußpartikelfilter,
City-Maut, Fahrbeschränkungen oder Straßenbewässerung
diskutiert wird , wurde nun auch eine erste Musterklage wegen extremer
Luftverschmutzung in Berlin eingereicht.
Händeringend sucht man nach
Mitteln
und Wegen, um die Überschreitung des Erlaubten zu verhindern. Wie
tatenlos die Städte bislang waren und wie sehr sie dieses Problem
bislang unterschätzt haben, wird nun immer deutlicher. In manchen
Städten des Ruhrgebiets glaubt man noch immer, die EU-Richtlinie
96/62/EG
mit der regelmäßigen Befeuchtung einer Verkehrsstraße
aushebeln zu können. Man verdrängte das Problem, statt es
anzugehen.
Für viele Städte wird es nun ernst. Nach Berlin drohen
Dortmund
und eventuell auch Bochum Anzeigen von Bürgern. Auch das wissen
die
Städte seit Jahren: Die neue EU-Richtlinie gibt betroffenen
Anwohnern
das Recht, Maßnahmen zur Luftreinhaltung einzuklagen. Wie
nervös
manche Stadtväter mittlerweile sind, zeigt die Aufregung über
die mögliche Einführung einer City-Maut. Da wurde gejammert,
als ob die Innenstadt-Gebühr morgen schon abkassiert wird. Und
eigentlich
müssten wir doch wissen, dass der Aufbau eines funktionierenden
Maut-Systems
mitunter etwas länger dauern kann...
So gesehen liegt in der Entscheidung
des
Europäischen Rates vor neun Jahren auch eine Chance:
Die
Großstädte
müssen endlich ihre Verkehrsprobleme angehen. Mehr bei
http://www.umweltdialog.de/vtest.asp?id=1927
http://www.umweltdialog.de/vtest.asp?id=1928
Wer in
Londons
City zwischen 7:00 und 18:30 mit dem Auto fährt, muss acht Pfund
(13
Euro) bezahlen.
Europas Luftqualität ist schlecht.
Experten: Umweltaktionen sind nicht
gut
genug.
Die meisten europäischen Länder liegen, was die
Luftqualität
anlangt, unter den vorgegeben Qualitätskriterien. Zu diesem
Schluss
kommen Forscher beim
Festival of Science. Ohne effektivere
Maßnahmen,
so das Urteil, wird sich die Luft aber in den kommenden Jahren noch
weiter
verschlechtern. Mehr bei
http://www.the-ba.net/the-ba/Events/FestivalofScience
Feinstaub vergiftet auch die Böden - Grundwassergefährdung nicht auszuschließen!
Das immer
größer
werdende Problem mit der Feinstaub-Belastung hat auch eine Komponente,
die bisher weitgehend unberührt geblieben ist: Die feinen Partikel
tragen nämlich zur Anreicherung von Schadstoffen im Boden bei, wie
Wissenschaftler der
Universität
Tübingen
festgestellt haben. Eine
Grundwassergefährdung
ist nicht auszuschließen.
Den
Russpartikeln,
die zum Beispiel mit den Abgasen von Dieselmotoren in die Luft geblasen
werden, haften neben zahlreichen anderen Schadstoffen auch die so
genannten
polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAKs) an, unter denen
viele
Verbindungen als Krebs erzeugend gelten. Die
Universität
Tübingen
hat nun untersucht, was passiert, wenn die Rußpartikel aus der
Luft
in die Böden gelangen. Bisher konnten die gefährlichen PAKs
praktisch
nicht im Grundwasser gefunden werden. Doch da die PAKs kaum abgebaut
werden,
reichern
sie sich schleichend in den Böden an.
"PAKs
sind die Schadstoffe, die in der Umwelt in der höchsten
Konzentration
vorkommen. Erst danach kommen Quecksilber und Dioxine",
so die Wissenschaftler. Zu diesen Stoffen gehören rund 200
verschiedene
Verbindungen, von denen meist 16 bis 20 typische Vertreter, darunter
auch
stark karzinogene, untersucht werden. Die Forscher gehen davon aus,
dass
die
Rußpartikel
mit den anhängenden Schadstoffen größtenteils aus dem
Straßenverkehr
stammen.
Als problematisch sehen die Wissenschaftler auch die
flächendeckende
Verteilung der Rußpartikel mit den anhängenden Schadstoffen
an. Mehr bei
http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=050412024
http://www.uni-tuebingen.de
Nutzlose Abgasuntersuchungen
Dieselautos
bleiben Dreckschleudern.
Besitzer von
Dieselfahrzeugen
zahlen nach Ansicht von Umweltexperten seit Jahren für völlig
nutzlose Abgasuntersuchungen: Gesundheitsgefährdende
Feinstaubpartikel,
die vor allem neuere Dieselfahrzeuge ausstoßen, könnten mit
der heute verwendeten, veralteten Messtechnik überhaupt nicht
erfasst
werden.
"In
den letzten Jahren sind Hunderte von Millionen für
Abgasuntersuchungen
ausgegeben worden, und von Jahr zu Jahr werden die Ergebnisse wertloser",
kritisiert der Bundesgeschäftsführer der Deutschen
Umwelthilfe
Jürgen Resch. Die eingesetzte Messtechnologie stamme noch aus den
60er Jahren. Dabei werde lediglich die so genannte Rauchgastrübung
gemessen, also der Gehalt von Dieselruß in der Luft. Bei modernen
Dieselmotoren sei mit dieser Methode aber nicht mehr fest zu stellen, "ob
viel oder wenig Feinstaub emittiert wird, ob ein Partikelfilter an Bord
ist, ob er kaputt ist oder ob er funktioniert."
Bei der
Diesel-Abgasuntersuchung
kann demnach nur festgestellt werden, ob das Auto qualmt oder nicht.
Dennoch
kostet die AU immerhin 35 Euro.
Rund zehn Millionen
Fahrer
von Dieselautos in Deutschland werden so per Gesetz
regelmäßig
sinnlos abkassiert, sagen Kritiker. Zugleich stoßen vor allem
neuere Dieselautos unkontrolliert und ungehindert ultrakleine
Feinstaubpartikel
aus. Denn ihre modernen Filter fangen zwar einen großen Teil des
Dieselrußes ab, doch dadurch können die Feinstpartikel nicht
mehr gebunden werden und treten aus. Sie sind besonders gefährlich
für die Gesundheit von Verkehrsteilnehmern und
Innenstadtbewohnern.
Das Einatmen gewisser Partikel kann sogar erbgutschädigend sein
und
damit Krebs und andere Erkrankungen auslösen.
"Die
ganz kleinen, und das sind die, die aus den Auspuffen kommen, die gehen
noch durch die Lunge durch und werden durch den ganzen Körper
transportiert",
warnt der Pneumologe Professor Christian Witt von der Berliner
Charité.
Feinststaub verursache sogar Veränderungen im Gehirn, so der
Mediziner.
Und so geht die Weltgesundheitsorganisation WHO von jährlich rund
75.000 Toten allein in Deutschland infolge von Feinstaub aus.
Mehr
bei
http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/28/0,1872,7430428,00.html
Die
Gesundheitsgefährdung
ist mit Partikelfilter also viel größer als ohne. Je kleiner
die Partikel sind, umso tiefer dringen sie in die Lunge ein."Gegenüber
feinen und ultrafeinen Partikeln versagen die natürlichen
Abwehrmechanismen
der Lunge", stellt der Sachverständigenrat für
Umweltfragen fest. Denn die "Fresszellen" der Lunge, die Makrophagen,
können
diese feinen Rußpartikel nicht mehr erkennen. So dringen sie bis
in die feinsten Verästelungen der Lungen vor!
Unser Tipp:
Während
des Autofahrens atmen Sie notgedrungen enorm viele Feinstaubpartikel
ein,
besonders an Ampeln. Halten Sie die Fenster geschlossen und schalten
Sie
die Lüftung auf Umluftbetrieb, so oft es geht.
Die Luft in
Straßentunnels
ist um ein Vielfaches mehr mit ultrafeinen Staubpartikeln belastet als
die normale Stadtluft. Dieselantrieb macht Städte auch deutlich
lauter.
Einer aktuellen
Untersuchung
des VCÖ zufolge ist in 2008 österreichweit der Anteil von
Diesel-Pkws
bei Neuwagen deutlich zurückgegangen. Auch in Deutschland
verzeichnet
man einen Rückgang der Diesel-Fahrzeuge.
Künftig wollen
die
Ölgesellschaften Diesel ohnehin stark verteuern, weil sie lieber
Benzin
verkaufen.
Städte brauchen Elektroautos mit Ökostrom!
Wie ist eigentlich die Tatsache zu
erklären,
dass wir selbst in unseren Städten noch immer nicht elektrisch
fahren?
Warum muss jedes Fahrzeug sein eigenes Kraftwerk dabei haben?
Ein Elektroauto hat schon jetzt eine
Reichweite
von ca. 80 km und bringt es leicht auf 90-140 km/h. Während ein
E-Motor
kaum Wärmeverluste und keine Kaltlaufphase hat,
gehen beim
Verbrennungsmotor
in der Kaltlaufphase bis zu 75% ungenutzt durch den Auspuff verloren.
Auch der Katalysator muss erst eine Betriebstemperatur von 3.000 Grad C
erreichen, um die Abgase halbwegs filtern zu können.
Ein Elektroauto ist wartungsarm.
Ölwechsel
und sonstige Motor-Inspektionen fallen weg. Steht es an der Ampel oder
im Stau, fließt kein Strom, d.h. kein Lärm und keine Abgase!
Die Bremsenergie kann per Bremskraft-Rückgewinnung für die
Ladung
der Akkus genutzt werden.
100 km kosten nur ca. 2-4 Euro an Öko-Strom.
Die meisten Verbrennungsmotoren
brauchen
ca. 10 bis 12,--Euro/100 km!
"Wasserstoff
als
neuer sauberer Energieträger und -speicher ist eine der
Hoffnungen,
denn das Universum besteht zum größten Teil aus Wasserstoff.
Was noch
rascher
an Bedeutung gewinnen wird sind Elektrofahrzeuge dank drastisch
erhöhter
Energiedichte in neuartigen Batterien, was viel wirtschaftlicher und
sicherer
ist und den Wasserstoff als Treibstoff eigentlich überflüssig
macht", äußert sich der Energie-Fachmann Gustav R.
Grob,
Generalsekretär und Initiator der 2002 gegründeten
International
Sustainable Energy Organisation (ISEO).
Und weiter:
"Wir
stehen als Menschheit vor der Aufgabe, über die Anwendung des
Feuers
hinauszukommen. Das Feuer steckt heute in allen Verbrennungsmotoren,
Heizungen
und thermischen Kraftwerken. Von diesem Verheizen nicht erneuerbarer
Rohstoffe
wegzukommen, ist die riesige Aufgabe dieser Generation."
Auch die Brennstoffzelle kann den
emissionsfreien
Antrieb
bringen. Und ein Autokonzern muss heute schon das Fahrzeug von morgen
kennen.
Nur wer rechtzeitig die Weichen dafür stellt, wird auch in Zukunft
die Aktionäre zufrieden stellen können. Während
in Japan wenigstens schon diverse Hybridautos (z.B. Toyota
Prius)
und moderne Elektroautos erfolgreich gebaut werden, verschläft die
Europäische Autoindustrie den Einstieg in das Autofahren des 21.
Jhdts.
offensichtlich völlig. Mehr bei
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/19/19463/1.html
Archiv:
Elektroautos.txt
Unser Projekt:
A-Klasse ELECTRIC New Power
Ein Elektroauto der besonderen Art: Für eine bereits schon in Japan
realisierte Luxuslimousine mit 4 Flügeltüren gibt es zwei Versionen: Der Eliica
Typ A hat bei einer Höchstgeschwindigkeit von 400 km/h eine Reichweite
von 200 km.
Typ B hat bei einer Höchstgeschwindigkeit von 190 km/h eine
Reichweite von 320 km. Und das dank eines großen Packs Lithium-Ionen-Batterien
in der Bodengruppe.
Jedenfalls übertrifft der Eliica unsere Europäischen
Luxusautos bei weitem und zeigt, was jenseits der verölten
Scheuklappen
möglich ist.
Um das enorme Potenzial des Eliica zu illustrieren, gibt es
ein tolles Video, das man mit Media Player oder Quicktime unter "movie"
ansehen kann bei
>>> http://www.eliica.com
DEKRA Umfrage: Autofahrer bereit für den Umstieg.
In einer Umfrage der DEKRA
erklärten
sich 94,9% aller Befragten grundsätzlich bereit, auf alternative
PKWs, die mit Gas, Biodiesel oder einer Kombination aus Verbrennungs- und
Elektromotor (Hybridantrieb) angetrieben werden, umzusteigen! 82,2% der Teilnehmer
würden auch einen höheren Anschaffungspreis in Kauf nehmen, wenn er sich
durch niedrige Betriebskosten in absehbarer Zeit amortisiert.
Für mehr Umweltschutz durch ein alternativ
angetriebenes
Auto würden viele Autofahrer auch Nachteile in Kauf nehmen, so
etwa
geringere Fahrleistungen (66,7%), geringere Reichweite (47,2%), ein
dünneres
Tankstellennetz (47,1%) oder kürzere Wartungsintervalle (40,7%).
Die
Anschaffung von Alternativ-Autos sollte nach Ansicht der meisten
Befragten
(92,4%) vom Staat stärker gefördert werden. In punkto
Information
zu alternativen Antriebsarten gibt es allerdings noch großen
Nachholbedarf:
Nur etwa jeder sechste (17,2%) fühlt sich über
Alternativ-Antriebe
ausreichend informiert.
http://www.dekra.de/dekra/presse/show.php3
Selbst in Amerika
scheint ein Umdenken zu beginnen:
der Absatz
der
Sprit-fressenden
Trucks und Geländewagen geht zurück, die Nachfrage nach
Hybrid-Fahrzeugen,
die auch steuerlich begünstigt werden, steigt.
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Wo bleiben also die vom Kunden geforderten neuen Konzepte der
Autoindustrie???
Wer sind die größten Verursacher von Feinstäuben?
Lastwagen (über 3,5 t) und Pkw
erzeugen
pro Jahr knapp 20.000 Tonnen Partikel, davon fast 64% von Lkw. In
Städten
sind Laster für rund zwei Drittel der Feinstäube
verantwortlich!
Und Lkws haben ohnehin keinen Rußfilter.
Quelle:
ADAC Motorwelt April
2005.
Fahrzeuge, wie Busse, LKWs und -
ganz
wichtig - Baumaschinen sind die größten Verursacher von
Feinstäuben.
Die können schon mal als Spitzenwert
bis zu zehn Prozent der
Feinstäube
in einer Region erzeugen.
Hinzu kommen die Industrie,
Müllverbrennungsanlagen,
Heizungen der Privathaushalte, aber auch Abrieb von Bremsen und Asphalt
sowie Schüttgüter. Dazu zählen Kohle, Sand, Getreide,
Salz
usw. Das
Umweltbundesamt (UBA) schätzt, dass durch
Ruß
und Feinstäube in der Bundesrepublik jedes Jahr etwa 14.000
Menschen
frühzeitig sterben. Mehr über Dieselruß bei
http://www.greenpeace.org/deutschland/fakten/verkehr/dieselkrebs/index
Feinstaub-Plaketten für Autos.
Das Bundesumweltministerium hat die Eckpunkte für eine Verordnung
vorgelegt, mit der die Kennzeichnung von Kraftfahrzeugen mit
Dieselmotoren bundeseinheitlich geregelt werden soll. Diese
Fahrzeuge können zur Einhaltung der Feinstaubgrenzwerte ganz oder
teilweise von möglichen Verkehrsbeschränkungen ausgenommen
werden.
Die begünstigten Fahrzeuge werden durch Plaketten gekennzeichnet.
Das Bundesumweltministerium kommt mit der Kennzeichnungsverordnung
einer
einmütigen Bitte der Länder-Verkehrsministerkonferenz
nach. Soweit
örtliche Fahrverbote verhängt werden sollen, wird es nun
für
die örtlichen Behörden möglich, dieses Verbot zu
differenzieren
und auf vergleichsweise schmutzige Diesel-Fahrzeuge zu beschränken.
Die Besitzer eines russarmen Fahrzeuges erhalten mit der Plakette einen
Benutzervorteil. Damit entsteht für Diesel-Fahrer ein
zusätzlicher
Anreiz, ihr Fahrzeug mit einem Partikelfilter nachzurüsten. Die
Regelungen
zur Anwendung der Verkehrsbeschränkungen obliegen den
Ländern.
Die Kennzeichnung betrifft Lkw,
Pkw
und
leichte Nutzfahrzeuge. Fahrzeuge mit Dieselmotor werden nach der
Höhe ihrer Partikelemissionen in drei Emissionsgruppen eingeteilt.
Die Gruppen mit den jeweils höchsten Emissionen erhalten keine
Plakette.
Auch Fahrzeuge mit Otto-Motor erhalten eine Plakette, denn sie
müssen
ebenfalls als partikelarm gekennzeichnet werden. Mehr bei
http://www.umweltdialog.de/Demnaechst_Feinstaub_Plaketten_fuer_Autos.php
Deutsche Autoindustrie:
Klage statt Innovation.
Der US-Bundesstaat Kalifornien hat
ein
Gesetz
verabschiedet, wonach ein Pkw im Sonnenstaat der USA
ab 2009 nur
noch
unter 8,4 Liter Sprit pro 100 Kilometer und ab 2016 nur noch unter 5,3
Liter verbrauchen darf. Für die deutschen Autobauer ist diese
Vorgabe technisch überhaupt kein Problem -
VW hat schon
2002
das Ein-Liter-Auto präsentiert. Trotzdem klagen die deutschen
Autokonzerne
VW,
Daimler-Chrysler, BMW und
Porsche nun gegen dieses Gesetz
in
Kalifornien, weil sie weiterhin ihre protzigen
S-Klasse-7er-Phaeton-Cayennes-Panzer
verkaufen wollen.
In Deutschland ist schon heute das
meist
gekaufte Umweltauto der "Prius" von
Toyota. Die
Arbeitsplätze
für dieses Hybrid-Auto entstehen allerdings in Japan, obwohl die
Hybrid-Technik
in Deutschland erfunden und entwickelt wurde. Aber
die
Vorstände
an der Spitze der deutschen Autokonzerne verschlafen jetzt auch noch
den
US-Markt. Man muss wissen:
Von den 10 größten
Spritfressern
in Kalifornien kommen sieben aus Deutschland. Das
gefräßigste
Auto ist der M3 von
BMW - es verbraucht 23 Liter für 100
Kilometer!
Die Bosse der deutschen Autokonzerne
führen
seit Jahrzehnten das schöne Wort "Innovation" im Mund und bauen
noch
immer die falschen Autos. Gegen jede wirkliche Innovationen haben sie
sich
schon immer gewehrt: Gegen den Drei-Wege-Katalysator, gegen den
Rußfilter
und jetzt gegen das Spritsparen.
Gegen diese Borniertheit hilft nur
eines: Wir kaufen keine deutschen Autos mehr, bis auch die
Herren
von Wolfsburg, Stuttgart, Rüsselsheim und München moderne
Autos
auf der Höhe der Zeit bauen. Wer lieber Prozesse führt
anstatt
sich auf Innovation einlässt, hat es auch nicht besser
verdient.
Mehr bei
http://www.sonnenseite.com/fp/archiv/Akt-News/6138.php
Feinstaub - Hamburg hat zu wenig gemeldet.
Durch eine Übermittlungspanne
hat
Hamburg
über Monate zu geringe Feinstaub-Konzentrationen an das
Umweltbundesamt
in Berlin geschickt. In der Hansestadt liegt die Meßstation
Habichtstraße
mit bereits 14 Überschreitungen in diesem Jahr vorn. Dies war
lange
nicht klar, denn bis vor fünf Wochen wurden die Feinstaub-Werte
dieser
Station überhaupt nicht registriert.
"Die
kritischen
Tage in Bezug auf Feinstaub sind Silvester und Ostern, wegen Feuerwerk
und Osterfeuer. Die liegen hinter uns." Bis August sei die Stadt
auf Grund der Wetterlage im Grunde staubfrei, erst im November und
Dezember
gehe der Wert durch das Heizen wieder etwas hoch.
Sollte der Wert von 35 Tagen doch
überschritten
werden, droht der Stadt dennoch kein Fahrverbot.
"Das
kommt für uns nicht in Frage. Das ist schädlich für den
Handel", sagte Klaus-Peter Hesse, verkehrspolitischer
Sprecher
der CDU-Bürgerschaftsfraktion, dem
Hamburger Abendblatt.
Mehr bei
http://www.abendblatt.de/daten/2005/03/31/415720.html
Sollten wir
angesichts
dieser Lage nicht besser auf Sylvester-Feuerwerk und Osterfeuer
verzichten?
Smog-Alarm: Besser zu Hause bleiben!
Es ist unbestritten, dass Luftverschmutzung auch zum Tod führen kann. Diesel-Abgase können Blutgerinnsel
bilden und diese können wiederum zu Herzinfarkten und
Schlaganfällen führen. Zudem konnten Forscher an Mäusen deutlich machen,
dass
Smog das Immunsystem beeinflusst.
"Die
wesentliche
Botschaft lautet, dass sich Menschen, die schon an Herzproblemen
leiden,
zwar regelmäßig körperlich betätigen, dies aber
vor
allem bei Smogalarm im Freien unterlassen sollten", so der
Kardiologe
David Newby von der University of Edinburgh, der die klinische Studie
geleitet
hat.
Andere Wissenschaftler wie etwa der
Toxikologe
Benoit Nemery von der Katholischen Universität Leuven in Belgien
gehen
allerdings eher davon aus, dass kleine Partikel in den Blutkreislauf
gelangen
und das Herz direkt schädigen.
Dazu Luftschadstoffexperte Gerhard
Fleischhacker:
"Der
Dieselpartikelfilter, der von der Autoindustrie derzeit als
Allheilmittel
angeboten wird, ist nicht in der Lage, die gefährlichen Partikel
zu
beseitigen. Ein Partikelfilter kann die gefährlichen und
schädlichen
Nanopartikel gar nicht abscheiden. Eine erhebliche Menge bzw. Masse an
Schadstoffen gelangt immer noch in die freie Atmosphäre",
erklärt
der Experte.
"Da Nanopartikel kleiner 100
Nanometer
nicht abgeschieden bzw. nicht aus dem emittierten Abgasstrom entfernt
werden
können, bleibt das enorme, die Gesundheit gefährdende
Potenzial
der vielen Mrd. kanzerogenen Ultrafeinstpartikel nach wie vor erhalten",
argumentiert Fleischhacker. Das Gesundheitsrisiko werde noch dadurch
verstärkt,
dass dem Laien immer wieder versichert werde, in mit dem Einbau eines
"Rußfilters"
die Abgase "sauberer" bzw. die Russ-Emissionen fast zur Gänze
eliminiert
würden. Mehr bei
http://sonnenseite.kjm4.de/ref.php?id=a6f99c52307ms66