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Totale Überwachung
   -  Zusammenhang zwischen Konsumgütern, Technik und totaler Überwachung
   -  Wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten
   -  Datenmissbrauch durch Kundenkarte
   -  Weitergabe vertraulicher Daten an US-amerikanische Behörden
   -  Alarmismus: Das Geschäft mit den Terrorismuswarnungen
   -  Big Brother achtet nun auch auf aggressive Stimmen
   -  Mobiltelefon zeigt Aufenthaltsort von Freunden
   -  Verfassungsbeschwerde gegen Online-Durchsuchungen
   -  Videoatlas von privaten Videokameras für die Polizei
   -  Datenhandel: Welchen Score-Wert haben Sie?
   -  Big Brother State - der Staat im Schlafzimmer
   -  Achtung: Copierer + Drucker speichern alles
   -  Neuro-Marktforschung: Blick ins Hirn des Konsumenten
   -  Lauschangriff aufs Handy
   -  Achtung Steuer-Identifikationsnummer
   -  Wie Datenmissbrauch unsere Demokratie gefährdet
   -  Die elektronische Gesundheitskarte (eGK)
   -  Nacktscanner am Flughafen
   -  Wer ist in Brüssel an der Macht?
   -  Big Brother Nestlé S.A.
   -  Google: Mit Gratis-Trick zur Datensammlung
   -  Google Voice
   -  Chip in jeder Pille
   -  Polizeistaat-Ranking: Deutschland unter Top Ten
   -  Der Airbag als Blackbox des Autos


Totale Überwachung

permanente ÜberwachungDie Volkszählung von 1987 löste noch eine riesige Boykott- und Demonstrationswelle aus. Diese wurde von einem breiten Bündnis verschiedener sozialer und politischer Gruppen getragen. Kritisiert wurde insbesondere, dass die Ausführlichkeit der Fragen in den entsprechenden Volkszählungsbögen bei ihrer Beantwortung Rückschlüsse auf die Identität der Befragten zulasse und somit den Datenschutz und das Recht auf informationelle Selbstbestimmung unterlaufe, damit folglich gegen das Grundgesetz verstoße. Im Hintergrund stand die Befürchtung des so genannten Gläsernen Bürgers. Teilweise wurde die Volkszählung gar als Schritt in Richtung Überwachungsstaat gesehen.

Der sogenannte "Internationale Terrorismus" (seit dem 11. September 2001 das gefundene Fressen für bestimmte Interessengruppen) gab die Rechtfertigung dafür, das Bankgeheimnis aufzulösen (fast alle Behörden - und selbst die Schufa - können nun jedes Bankkonto einsehen), jederzeit für präventive Zwecke Telefongespräche, Emails und Internetverbindungen zu überwachen, jede Autofahrt mit Toll Collect zu speichern, den Iris-scan und den obligatorischen Fingerabdruck einzuführen sowie an allen möglichen öffentlichen und nicht-öffentlichen Plätzen Videoüberwachung zu betreiben...

Obwohl der "Internationale Terrorismus" bislang vielleicht insgesamt 6.000 Todesopfer gefordert hat, dienen diese nun zur Rechtfertigung, um die Persönlichkeitsrechte von (fast) allen BürgerInnen weltweit zu unterwandern; um zu belauschen, zu bespitzeln und willkürlich zu verhaften, ganz so wie es sich paranoide Gehirne vorstellen. Der totale Überwachungsstaat ist bereits Realität! Und die Akzeptanz in der Bevölkerung wächst natürlich mit jedem weiteren Terrorangriff, von wem auch immer er ausgeht...
Von Demokratie keine Spur, denn Parlamente waren daran nicht beteiligt. Die "Nationale Sicherheit" reicht da völlig aus. Und nun können auch Unternehmen wegen möglicher Urheberrechtsverletzungen den Datenverkehr im Internet überwachen!
In Planung ist bereits die intelligente Kreditkarte, auf der nicht nur alle Personendaten, sondern auch die Konsumgewohnheiten des Users gespeichert sind und die von Scannern auch auf einige Entfernung abgefragt werden kann. Wann kommt wohl der Daten-Chip, der gleich bei der Geburt in den Kopf implantiert wird?

20 Jahre nach der Volkszählung scheinen die inzwischen tatsächlich gläsern gewordenen BürgerInnen sich schweigend wie Lemminge in die Tatsache zu fügen, dass es so etwas wie Datenschutz und Recht auf informationelle Selbstbestimmung allenfalls noch unter Nachbarn gibt. Warum begehrt jetzt niemand auf? Aus Angst, gleich in Terrorverdacht zu geraten und "vorübergehend" (für 14 Tage) in Gewahrsam genommen zu werden? Oder sind wir alle schon Konsum-Idioten? So praktisch ist doch die satellitengesteuerte Navigation in Autos und Handys, die nicht nur uns sagt, wo wir gerade sind, sondern auch anderen Kenntnis davon gibt!
Wer nach den Gesetzen handelt, hat auch durch totale Überwachung nichts zu befürchten, sagen die Befürworter. Die anderen jedoch stellen sich die Frage, wie z.B. ein totalitärer oder krimineller Staat mit den totalen Daten umgehen würde! Wir Deutschen haben da ja unsere eigenen Beispiele, wie das "Dritte Reich", und vor ein paar Jahren gab es noch die DDR. Für Gestapo und Stasi wären diese umfassenden Persönlichkeitsdaten geradezu traumhaft gewesen. Und wie schnell kann es geschehen, dass radikale Demagogen wie Schill in Regierungsämter kommen...
Ob man wohl als Kritiker des Systems auch nur einen weiteren Tag überleben würde???
 

Zusammenhang zwischen Konsumgütern, Technik und totaler Überwachung

Wir sind es von den Medien gewohnt, täglich mit personaler Gewalt in Form von Einzelkriminalität behagelt zu werden. Dadurch wird eine negative Gewalt-Realität erzeugt, die die strukturelle Gewalt des Staates - auch in Form von Bespitzelung - rechtfertigen soll. Nun braucht man uns nur noch davon abzulenken, dass diese täglich wächst.
Der Wunsch nach totaler Überwachung ist Ausdruck einer bourgeoisen Gesellschaft, die die Menschen gern kategorisieren, ordnen und kontrollieren möchte. Dieser Wunsch entspringt einer Zwanghaftigkeit zur Ordnung, die sich z.B. auch bei vielen Innenministern beobachten lässt. Es beginnt in der analen Phase und endet im Faschismus. Was anfangs nur geregelte "Sicherheit" schaffen soll, endet in seinen Auswüchsen leicht in einem krypto-faschistischen System mit konsumptivem Schwerpunkt, in dem nur das Geld regiert. Es lässt sich auch gut als "Demokratie" tarnen (obwohl es nur eine Parteien-Demokratie mit schnöden Fraktionszwängen ist, aber keine Basis-Demokratie).
Faschismus ist nur die extremste Form des Kapitalismus. Die Erziehung zum komsumptiven Verhalten konzentriert die Menschen hauptsächtlich auf den Erwerb von Konsümgutern oder gar deren Anbetung, denn so verlieren sie schnell den Überblick und das Interesse am politischen und gesellschaftlichen Gefüge und deren Unzuträglichkeiten. Nur so ist es zu erklären, dass kaum jemand noch dagegen aufbegehrt; weder gegen sinnbefreiten Konsumzwang, noch gegen (noch) verfassungswidrige Bürgerrechtsbeschneidungen wie Datenschutz oder das Recht auf informationelle Selbstbestimmung.
Telefon, Internet, Handy, Cam, Navigationssystem etc. sind die Konsum-Köder, die diese totale Überwachung überhaupt erst möglich machen!
Technische Barrieren wird es bald nicht mehr geben. Die Gesellschaft ist es, die darüber zu entscheiden hat, wie viel persönliche Überwachung sie künftig zulassen will.

"Wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten"

Im so genannten "Kampf gegen den Terror" sind die Bürgerrechte zunehmend unter Druck geraten. Kritiker dieser Entwicklung werden allerorten mit der Aussage "Wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten" beschieden. Diese Standardformel "...ist das Killer-Argument schlechthin, dem offenbar viel abzugewinnen ist". Sie gibt sich den Anschein, selbstredend zu sein. Diejenigen, die sie verwenden, erwarten, dass dieser Satz bereits alle Fragen beantworten könne. Seine Evidenz mache weitere Erklärungen und Debatten obsolet. Doch wie schlagkräftig ist dieses "Argument" wirklich und worauf beruht seine vermeintliche Überzeugungskraft?
Nicht nur die Bürger können Geheimnisse gegenüber dem Staat haben, sondern der Staat hat auch Geheimnisse gegenüber dem Bürger. Die Geheimdienste bezeugen diese Tatsache bereits durch ihren Namen. Nur der Bürger muss etwas befürchten, wenn er etwas verbirgt. Am Ende ist der Bürger unter Generalverdacht.  Mehr bei
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/23/23625/1.html

>>> http://panopti.com.onreact.com/swf/index.htm !!


"Wir werden aus hysterischer Terroristenfurcht mehr und mehr zu einem Überwachungsstaat, betreiben das Geschäft der Terroristen, indem wir das, was die Terroristen so hassen, nämlich den demokratischen Rechtsstaat, mehr und mehr schwächen, wobei wir es hinnehmen, dass ein Innenminister von Woche zu Woche die Angst antreibt. Ich sehe, wie bestimmte politische Leistungen der Nachkriegszeit, auf die wir eigentlich stolz sein könnten, ins Bröckeln geraten. Wir machen einen Kotau vor dem Terrorismus, indem wird die Grundrechte schmälern. All das ist Abrissarbeit am Gebäude der Demokratie, das wir mit sehr viel Mühe aufgebaut haben."
Günter Grass
 

Datenmissbrauch durch Kundenkarte

Dass solcher Datenmissbrauch keineswegs reine Theorie ist, belegt ein Beispiel aus der Schweiz, von den die Gründerin des Bürgerrechtsvereins Foebud, Rena Tangens, berichtet: Dort seien alle Kunden einer Supermarktkette, die ein Werkzeug mit ihrer Kundenkarte gekauft hatten, von den Behörden überprüft worden, erzählt Tangens. Das besagte Werkzeug stand im Zusammenhang mit einer Brandstiftung. Foebud vergibt jährlich den "Big Brother Award" an Firmen, Politiker und Institutionen, die missbräuchlich mit Daten umgehen. "Wenn eine Datenbasis einmal da ist, weckt sie Begehrlichkeiten", sagt Tangens. Mehr bei
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,446407,00.html
 

Weitergabe vertraulicher Daten an US-amerikanische Behörden

SWIFT ist die 1973 gegründete, internationale Genossenschaft der Geldinstitute, die ein Telekommunikationsnetz (SWIFT-Netz) für den Nachrichtenaustausch zwischen diesen unterhält. Diese Genossenschaft leitet Finanztransaktionen zwischen Banken, Brokerhäusern, Börsen und anderen Finanzinstituten. Jede Bank hat einen SWIFT-BIC.
Seit den Terroranschlägen am 11. September 2001 in den USA übermittelte SWIFT nach eigenen Angaben vertrauliche Daten über Finanztransaktionen an US-amerikanische Behörden. In Presseberichten ist von 20 Millionen übermittelter Bankdaten pro Jahr die Rede. Die US-amerikanische Regierung ist unmittelbar nach den Anschlägen über CIA, FBI, Finanzministerium und US-Notenbank an die SWIFT-Führung herangetreten. Diese folgte der Aufforderung freiwillig. Dabei war das 25-köpfige SWIFT-Direktorium sowie ein Kontrollgremium, dem auch ein Mitglied der Deutschen Bundesbank angehörte, von den Vorgängen informiert. Wie die dpa berichtet, habe SWIFT versucht, eine Genehmigung für die Datenweitergabe zu erhalten, die befragten Zentralbanken hätten darauf jedoch nicht reagiert. In der New York Times, welche die Vorgänge aufdeckte, wird angezweifelt, ob die Vorgehensweise legal war. So sieht etwa das zivilgesellschaftliche Netzwerk „Aktion Finanzplatz Schweiz“ in der Weitergabe der Daten einen Verstoß gegen das Bankgeheimnis. Die Bush-Regierung rechtfertigt das Vorgehen mit dem Schlagwort vom "Krieg gegen den Terror".
Im Oktober 2006 wird klar, daß die Geschäftsführung von "Booz Allen Hamilton", der angeblich unabhängigen externen Beraterfirma von SWIFT, unter anderem aus dem Ex-CIA-Chef James Woolsey und dem Ex-NSA-Direktor Mike McConnel besteht. Weiterhin werden nach offiziellen Angaben große Mengen an Daten des SWIFT Systems an den CIA übermittelt.  Mehr bei
http://de.wikipedia.org/wiki/SWIFT
 

Alarmismus: Das Geschäft mit den Terrorismuswarnungen

Der von der Bundesanwaltschaft verfolgte Anschlagsplan von Frankfurt war eine Luftblase.
In den USA hat sich die Regierung darauf eingestellt, eine permanente Terrorgefahr hochzuhalten. Mit dem seit einiger Zeit schicker gestalteten National Threat Level ist die Gefahr terroristischer Anschläge weiterhin auf "erhöht" gesetzt, obgleich in den USA weder Terroranschläge stattgefunden haben noch ernsthafte Planungen aufgedeckt wurden, während im Irak Tag für Tag Anschläge mit vielen Toten und Verletzten stattfinden. Dort ist man übrigens einmarschiert, um die Terrorgefahr zu bekämpfen und die Welt sicherer zu machen.
Auch in Großbritannien, wo man wie vieles andere auch die schöne Idee des Bedrohungsgrads vom Großen Bruder übernommen hat, hält man eisern und unerschütterlich an der Bewertung "ernsthaft" bzw. an der Warnung vor der hohen Wahrscheinlichkeit eines unmittelbar drohenden Terroranschlags fest, sorgt immer einmal wieder für gerade noch aufgedeckte Anschlagspläne und warnt beständig vor der terroristischen Gefahr im Inland, die immer und überall zuschlagen kann. Die Strategie ist durchsichtig und vor allem politisch motiviert.  Mehr bei
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/24/24053/1.html
 

Big Brother achtet nun auch auf aggressive Stimmen

Wer sich in der Öffentlichkeit zu sehr aufregt, könnte zukünftig plötzlich einem Überfallkommando gegenüberstehen: Es gibt nun auch Überwachungskameras mit eingebauter Stimmanalyse!
Um wieviel leichter hätten es die sozialistischen großen Brüder Mielke, Ulbricht und Honecker doch mit moderner Technik gehabt, die sozialistischen kleinen Brüder von denen, deren staatstreuer Gesinnung sie sich nicht ganz so sicher sein konnten, zu trennen. Die Firma "Soundintelligence" in Groningen in den Niederlanden hat nun als Spinoff die am Institut für Künstliche Intelligenz der Universität von Groningen entwickelte Überwachungssoftware "SIgard" serienreif gemacht. Sie ist dem "Frühwarnsystem" von Menschen nachempfunden, die anhand angehobener, aggressiver Stimmen aufmerksam werden und erkennen, dass gleich etwas Ernstes passiert: Die hiermit ausgerüsteten Überwachungskameras schlagen nun Alarm, sobald in ihrem Umkreis ein Streit beginnt. Neben Groningen selbst werden die Lauschkameras auch in Rotterdam und in Zügen installiert - erste Tests haben bereits zu drei Festnahmen geführt.  Mehr bei
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/24/24088/1.html
 

Mobiltelefon zeigt Aufenthaltsort von Freunden

Viele Mobiltelefone sind heutzutage GPS fähig - bald wird es Services geben, die das Global Positioning System nutzen, um automatisch die Position des Handynutzers festzustellen. In Folge könnten dann eine Reihe an Services angeboten werden, die in technischer Hinsicht zwar schon seit einiger Zeit möglich sind, jedoch aufgrund von Sicherheitsbedenken bisher nicht umgesetzt wurden. In den USA haben sich nun zwei Mobilfunkanbieter vorgewagt und bieten ein neues Service an, das allerdings noch nicht gesamten Möglichkeiten des GPS ausschöpft, wie die New York Times berichtet.  Mehr bei
http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=061120004
 

Verfassungsbeschwerde gegen Online-Durchsuchungen

Gegen das veränderte Verfassungsschutzgesetz, das im Dezember vom Landtag Nordrhein-Westfalens beschlossen wurde, ist einen Tag nach seiner Verabschiedung bereits eine Verfassungsbeschwerde angekündigt und am Freitag, dem 9. Februar 2007, durch den beauftragten Rechtsanwalt Dr. Fredrik Roggan eingelegt worden. Das Gesetz räumt den Verfassungsschützern weitreichende Überwachungsmöglichkeiten ein, u.a. eine verdeckte Online-Untersuchung von privaten Computern, und gilt als Testversuch für eine bundesweite Gesetzesregelung, wie sie von Politikern und Sicherheitsbehörden gefordert wird.
Der Text der Verfassungsbeschwerde gegen das Gesetz zur Änderung des Gesetzes über den Verfassungsschutz in Nordrhein-Westfalen bei
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/24/24727/1.html
 

Videoatlas von privaten Videokameras für die Polizei

Baden-Württembergs Innenminister Heribert Rech lässt alle Videokameras und Webcams registrieren, die für die Polizei zur Überwachung nicht-öffentlicher Bereiche interessant sein könnten.
Im "Kampf gegen Terrorismus" würde die Baden-Württembergs Innenminister Heribert Rech gerne auf Bilder von privaten Videokameras zurückgreifen, wie sie an Parkhäusern, Tankstellen oder Sportstätten angebracht sind. In einem "Videoatlas" sollen dafür alle Kameras im Land registriert werden, die taugliche Daten liefern könnten, auch Webcams fallen darunter. Um Zugriff darauf zu bekommen, müsste der Landtag im Juli allerdings erst einer Änderung des Polizeigesetzes zustimmen, Datenschützer haben bereits Bedenken angemeldet. Jetzt knirscht es in Stuttgart, weil dieser Tage bekannt wurde, dass das Innenministerium sich insgeheim schon längst umschaut, wo die Polizei sich mit welchen Kameras verbinden kann.  Mehr bei
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/24/24669/1.html
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/24/24664/1.html


Datenhandel: Welchen Score-Wert haben Sie?

Jedes Jahr werden in Deutschland Milliarden Euro mit dem Handel privater und geschäftlicher Daten verdient. Dabei geht es beispielsweise um Informationen über Lebensgewohnheiten und finanzielle Verhältnisse. Eine Gefahr für jeden Bürger, sagen Datenschützer.
Motor des Datenhandels sind Firmen, die ihre Werbung gezielt verschicken wollen. Denn für sie lohnt es sich nicht, ein Prospekt über Rasenmäher an Bewohner von Innenstädten zu verschicken, die lediglich einen Balkon haben. Genauso wenig würde es sich lohnen, Extremsportartikel an über 60jährige verkaufen zu wollen. Deshalb verschicken Unternehmen ihre Werbung hauptsächlich an Menschen, die auch ein potenzielles Interesse an ihrem Produkt haben. "Direktmarketing" nennt sich das in der Fachsprache. Dafür brauchen die Firmen aber Personendaten wie zum Beispiel Alter, Beruf oder Einkaufsverhalten. Diese beziehen sie von so genannten Adresshändlern.
Einer der größten Adresshändler in Deutschland ist die Firma Schober in Stuttgart. Schober wirbt damit, über 50 Millionen Privatadressen mit mehr als 10 Milliarden zusätzlichen Informationen zu verfügen. Darunter befinden sich auch die Beschreibungen aller Gebäude in Deutschland: "Haus für Haus persönlich vor Ort bewertet und kategorisiert", ist auf der Internetseite zu lesen. Verwaltet werden alle Informationen in riesigen Datenbanken, ausgerüstet mit speziellen Softwareprogrammen.  Mehr bei
http://www.ard.de/ratgeber/special/datenhandel/-/5frl6d/index.html
http://www.ard.de/ratgeber/special/kundenkarten/1xungg2/index.html
http://www.ard.de/ratgeber/special/zukunftsreportage/-/1t5ib8f/index.html
 

Big Brother State - der Staat im Schlafzimmer

Online-Durchsuchung, Lauschangriff, Überwachungskameras: In "The Big Brother State" zeigt Clip-Produzent David Scharf, wie Polizisten Zeugen von höchst privaten Szenen werden.
Wer seine Freiheit einer trügerischen Sicherheit opfert, wird beides verlieren. Online-Voyeurismus - auf dem Weg in den Polizeistaat:
http://www.bitfilm.com/festival/member.php?page=fd&fid=1115


Achtung: Copierer + Drucker speichern alles

Datenfalle Kopierer: Fotokopierer stellen für IT-Experten eine der größten Sicherheitslücken im Datenschutz dar. Sie warnen: "Die Geräte laden zum Angriff ein. Früher waren Drucker nur Drucker und keine Computer", sagt Patrick Hof, IT-Sicherheitsexperte bei der Firma "RedTeam Pentesting" in Aachen. "Viele Fotokopierer stehen auf dem Gang. Ich komme direkt an die Geräte ran, sie stehen an exponierter Stelle, als Angreifer kann ich viel machen."
Zitat: „Wir wären natürlich in der Lage, alle Kopien, die hier gemacht werden, von den letzten zwei oder drei Wochen zu reproduzieren.“ Es gibt also keine Datensicherheit im Copy-Shop.  Mehr bei
http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/18/0,1872,7246834,00.html
 

Neuro-Marktforschung: Blick ins Hirn des Konsumenten

Wie wirkt Werbung, was spüren wir beim Einkaufen? Forscher versuchen, die Gefühle von Verbrauchern zu entschlüsseln - und die Marktforschung von Grund auf zu revolutionieren.
Wenn wird auf einem Preisschild den Zusatz "Rabatt" entdecken, frohlocken wir innerlich: Im Gehirn wird das Belohnungssystem in Stirnbereich stimuliert. Dieselbe Hirnregion wird beim Schokoladeessen, Koksen oder Sex aktiv. Kein Wunder, dass wir schnell mal zum Fünferpäckchen Socken greifen - selbst wenn fünf einzelne Paare billiger wären. Das Kontrollareal, das uns eigentlich von Unvernunft schützen sollte, ist in solchen Momenten weit weniger aktiv als sonst.
Mit speziellen Geräten werden bestimmte Hirnregionen kurze Zeit außer Kraft gesetzt und dann Entscheidungen gefordert. In einem Forschungsinstitut in Zürich wurde ein Nasenspray mit einem vertrauensbildenden Hormon verabreicht. Die Testpersonen zeigten sich danach deutlich großzügiger als diejenigen, die ein Placebo gesprayt bekamen. Unternehmen sind schon ganz scharf auf die Neuro-Ökonomie.  Mehr bei
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,552878,00.html


Lauschangriff aufs Handy

Waren bis vor kurzem nur PCs betroffen, machen sich Schadprogramme nun auch auf Handys breit. Besonders tückisch: Nutzer können abgehört werden, ohne etwas zu ahnen.
Experten warnen immer wieder vor Lauschern in den Mobilfunknetzen. Besonders das in die Jahre gekommene GSM-Netz gilt als anfällig. Eine mindestens ebenso große Bedrohung geht indessen von sogenannten Handy-Viren aus, die vor allem deshalb so viel Angst und Schrecken verbreiten, weil sie so unberechenbar sind. So warnte jüngst in der "WELT" ein ehemaliger Lauschabwehr-Spezialist von Telekom und Bundesregierung vor einer "kleinen Software", die bald dafür sorgen werde, dass "jeder jedes beliebige Handy abhören" könne. Der Schädling, im Fachjargon Trojaner genannt, komme über den beliebten Kurznachrichtendienst SMS aufs Handy.
Bereits heute ist im Internet eine größere Auswahl von Lauschprogrammen verfügbar, ganz legal zum Download für etwa 30 bis 50 Euro. Sie programmieren das Handy, auf dem sie installiert sind, so um, dass bei ein- oder ausgehenden Anrufen automatisch eine Konferenzschaltung eingerichtet wird. Das Perfide: Man hat keine Chance, die Anwesenheit des ungeladenen Gesprächsteilnehmers zu bemerken. "Ist ein Trojaner erst einmal installiert, kann man mit dem infizierten Gerät so gut wie alles anstellen", sagt der Antiviren-Experte Marcus Rapp von der Firma F-Secure. "Sogar SMS lassen sich abfangen oder Befehle direkt an das Handy schicken." Derzeit seien etwa 400 unterschiedliche Arten von Schädlingen unterwegs - Tendenz steigend.  Mehr bei
http://www.morgenpost.de/printarchiv/magazin/article706183/Lauschangriff_auf

 

Achtung Steuer-Identifikationsnummer

Seit dem 1. August 2008 werden die neuen sogenannten "Steueridentifikationsnummern" (Steuer-ID) verschickt. Bis zum Ende dieses Jahres erhalten alle Bürgerinnen und Bürger in Deutschland ein Schreiben mit ihrer persönlichen 11stelligen Steuer-ID. Diese Nummer gilt künftig nicht nur ein Leben lang, sondern sogar 20 Jahre über den Tod hinaus. Das ist ein rechtlich umstrittenes bzw. unzulässiges, aber vor allem sehr gefährliches Personenkennzeichen. Wobei sogar zu befürchten ist, dass diese Nummer über kurz oder lang im (elektronischen) Personalausweis übernommen wird und auch eine Implantation langfristig nicht ausgeschlossen ist.
Unter der Steuer-ID werden alle möglichen Informationen über Sie künftig nicht nur bei Finanzämtern, sondern auch bei anderen Behörden, Arbeitgebern, Banken, Versicherungen und sonstigen Einrichtungen gespeichert und verwendet werden.
Wehren Sie sich dagegen!  Mehr bei
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=12829
http://www.humanistische-union.de
 

Wie Datenmissbrauch unsere Demokratie gefährdet

Millionen Daten werden gestohlen, gehandelt, missbraucht - Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble lädt jetzt zu einer Sonderkonferenz über das Thema. Das ist zu wenig, zu spät, kritisiert sein Amtsvorgänger Gerhart Baum: Er wirft der Politik schwere Versäumnisse vor.
Gerade der Staat ist mit schlechtem Beispiel vorangegangen. Durch die Sicherheitsgesetze der Innenminister Otto Schily und Wolfgang Schäuble wurden die Persönlichkeitsrechte eingeschränkt und nicht ausgeweitet. Mit dem Ergebnis, dass die Sicherheitsbehörden immer mehr Daten unverdächtiger Bürger sammeln – Sozialdaten, Reisedaten, Bankdaten.
Blickt man auf das gesamte Problemfeld, auch unter Einschluss der privaten Datenverarbeitung, ist die Lage noch viel brisanter. In seiner Rede zur Theodor-Heuss-Preis-Verleihung im April 2008 fasste der Datenschutzpionier Spiros Simitis die Situation wie folgt zusammen: Nahezu jede personenbezogene Angabe wird heute gesammelt und gespeichert. Früher für selbstverständlich gehaltene Speicherungsgrenzen sind endgültig entfallen. Die Verarbeitungstechnologie schafft alle Voraussetzungen für multifunktionale Verwendung und systematische Vernetzung der Datenbestände. Auch die Trennung öffentlicher und privater Datenbanken schwindet dahin. Es reicht danach nicht, den Einzelnen auf seine Datenherrschaft zu verweisen, also auf sein Selbstbestimmungsrecht. Er hat es in vielen Fällen überhaupt nicht, denn er weiß nicht, welche Spuren er hinterlässt und was mit diesen geschieht.
So lagen in Großbritannien Millionen Datensätze von Bankkunden unverschlüsselt auf einer bei Ebay verkauften Festplatte, darunter Kreditkartennummern und sogar digitalisierte Unterschriften. Preis: schlappe 44 Euro.
Verbraucherschützer berichten von einem Datenschutz-Skandal um 17.000 Bankkunden in Deutschland. Deren Kontodaten sollen auf CDs verkauft und missbraucht worden sein - die Experten raten, rasch Kontoauszüge zu überprüfen.
Ein Unternehmen in Bremerhaven hat einer Insiderin zufolge monatelang Telekom-Kunden neue Verträge aufgeschwatzt und deren Daten weiterverkauft - der Konzern gibt an, nichts vom Missbrauch der eigenen Daten bemerkt zu haben.
Und ein Callcenter-Mitarbeiter in Nordrhein-Westfalen bot 30.000 Datensätze zum Kauf an.
Hüter der Verfassung waren in den letzten Jahrzehnten in vielen Fällen die Datenschutzbeauftragten, vor allem aber das Bundesverfassungsgericht. Am Anfang stand das Volkszählungsurteil von 1983. Es hat die systematische, maschinell gestützte Durchleuchtung der Bevölkerung und die Möglichkeiten zur Erstellung von Persönlichkeitsprofilen verboten oder doch stark eingeschränkt. Heute nähern wir uns dem, um es populär auszudrücken: gläsernen, maschinenlesbaren Menschen.
Das neue IT-Grundrecht muss zu neuen rechtlichen Regelungen führen, etwa beim Arbeitnehmerdatenschutz, bei virtuellen Festplatten, die bei Internet-Diensten angelegt werden und beim "digital rights management".
Alles im allem ist es ein Armutszeugnis für die Politik, dass neue Schutzstrategien, wie sie von namhaften Experten seit Jahren vertreten werden, nicht Eingang in die Gesetze gefunden haben. Die unkontrollierte Verwendung personenbezogener Daten berührt und gefährdet letztendlich den demokratischen Charakter unserer Gesellschaft. Aus diesem Grunde darf nicht länger gezögert werden, eine umfassende Reform des Datenschutzrechts in die Wege zu leiten. Die Untätigkeit der Politik führt zur empfindlichen Freiheitsverlusten in unserer Gesellschaft.  Mehr bei
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,575838,00.html
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,574470,00.html
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,571404,00.html
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,576087,00.html
 

Die elektronische Gesundheitskarte (eGK)

AUF der Karte wird fast nichts gespeichert! Die Karte dient als SCHLÜSSEL zu einem gigantischen Computernetzwerk, dem sich künftig alle Arztpraxen, Zahnärzte, Krankenhäuser, Apotheken, Psychotherapeuten, alle ca. 300 Krankenkassen, Krankengymnasten, Sanitätshäuser und viele weitere Berufsgruppen des Gesundheitswesens anschließen müssen.
Kritisiert wird die Karte aber auch, weil die Versichertennummer zu einem lebenslangen Identifikationsmerkmal mutiert. Hinzu kommt, dass das Foto des Versicherten auf der eGK abgedruckt wird. Obendrein soll das eingesandte Lichtbild bei den Krankenkassen abgespeichert werden.  Mehr bei
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/28/28711/1.html

 

Nacktscanner am Flughafen

In Amsterdam, London, Zürich und an manchen Flughäfen in den USA sind jetzt sogenannte Bodyscanner oder Nacktscanner in Betrieb: Geräte, die Passagiere bis auf die Haut durchleuchten und so am Körper befestigten Plastiksprengstoff oder Keramikmesser sichtbar machen, also das, was Metalldetektoren verborgen bleibt. Durch Nacktscanner werden die Kontrolleure täglich Speckröllchen, Brustamputationen und Genitalien zu sehen bekommen.  Mehr bei
http://www.spiegel.de/video/video-38823.html


Wer ist in Brüssel an der Macht?

Jede verbleibenden Zweifel darüber, in welche politische Richtung sich die Europäische Union bewegt, wurden kürzlich ein für alle Mal ausgeräumt: Ab 2009 ist die Einbindung von digitalen Fingerabdrücken und Photos in EU-Pässen rechtsverbindlich, und ab 2011 müssen Nicht-EU-Bürger, die ein Visum beantragen, ihre biometrischen Angaben preisgeben.
Wenn der Plan von allen 27 Mitgliedsstaaten gebilligt wird, würde er eine der größten Sicherheitsüberprüfungen darstellen, die jemals von der Europäischen Union durchgeführt wurden. Und Milliarden kosten.
Urheber ist EU-Justizkommissar Franco Frattini, zuvor italienischer Außenminister und treuer Berater des mafiösen italienischen Premierministers Silvio Berlusconi und Mitglied der illegalen rechtsgerichteten Freimaurerloge namens P2 – Propaganda Due. Aus historischer Sicht ist P2 dafür bekannt, Verbindungen zu rechtsextremen Terrorgruppen gehabt zu haben. Der jetzige EU-Justizkommissar Franco Frattini wurde bereits wegen geheimer Absprachen mit der Mafia verurteilt.  Mehr bei
http://www4ger.dr-rath-foundation.org/brussels_mafia.html

>>> Wenn Sie in der Europäischen Union leben und gerne etwas tun wollen, um ihre Umwandlung in eine Diktatur zu verhindern und gegen den Vertrag von Lissabon sind, sollten Sie eine Online-Petition unterschreiben bei
http://www.eu-referendum.org/deutsch/petitions/lisbon.php


Big Brother Nestlé S.A.

Big Brother sitzt in Vevey. Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé sorgt für die totale Überwachung seiner Kritiker. Im Sommer 2008 flog auf, dass eine Securitas-Mitarbeiterin verdeckt Mitglieder einer Attac-Gruppe ausspioniert hatte. Im Auftrag von Nestlé bespitzelte sie ein Jahr lang unbemerkt die AutorInnen eines Nestlé-kritischen Buches. Die Agentin spielte Nestlé vom Herbst 2003 bis im Sommer 2004 vertrauliche Informationen zu, denn als Mitglied hatte sie Zugang zum internen E-Mailverkehr und den Kontakten der Arbeitsgruppe, zu denen auch Gewerkschafterinnen in Kolumbien und Brasilien gehören, die im Arbeitskonflikt mit Nestlé standen. Sie lieferte Nestlé daneben auch detaillierte Personenbeschreibungen von Attac-Mitgliedern. Inzwischen ist bekannt, dass Securitas 2005 eine weitere Spionin in dieselbe Attac-Gruppe geschleust hat. Diese Überwachung zivilgesellschaftlicher Gruppen verstösst gegen die verfassungsgemäss bestehende Versammlungs- und Meinungsfreiheit, und schafft einen gefährlichen Präzedenzfall bezüglich der Überwachung von Nicht-Regierungsorganisationen.
Wählen Sie die übelste Firma des Jahres bei
http://www.publiceye.ch/de/p63000079.html


Google: Mit Gratis-Trick zur Datensammlung

Der Suchmaschinengigant Google versteht dieses Geschäft wie kein anderer Konzern und pflegt sein Image als welt- und menschenverbundenes Unternehmen, das sich für die Gesellschaft engagiert, indem es Programme und Services kostenlos zur Verfügung stellt. Völlig kostenlos sind die Programme freilich nicht, denn der Nutzer bezahlt mit seinem persönlichen Daten- und Webnutzungsprofil.
Daraus resultieren Benutzer- und Interessensprofile sowie angepasste Werbeangebote. Ein Daten-Supergau ist bisher zwar ausgeblieben, die potenzielle Gefahr schwebt allerdings wie ein Damoklesschwert über dem weltweiten Web.
Selbst wenn man dezidiert Googles Datenradar entkommen will, fällt das dem Nomaluser nicht leicht. So ist das Unternehmen mit Analytics mittlerweile auf vielen Webseiten präsent und leistet dort User-Analysedienste für den Webseitenbetreiber, ohne dass der Besucher dies im Normalfall mitbekommt.
Google ermöglicht jetzt auch Personen-Ortung in Echtzeit. Datenschützer warnen vor zu freizügigem Umgang mit Handy-Software.  Mehr bei
http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=090214003
http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=090204028


Google Voice

Wollen Sie alle Ihre Suchen, Telefonate, Online-Dokumente und Mails, Ihren Videokonsum, sogar Ihre Krankenakten einem einzigen Konzern und damit einer einzigen Datenhoheit anvertrauen? Wollen Sie deshalb auch sehr genau auf Sie zugeschnittene Werbung sehen?
Mit Google Voice sollen Kunden in der Lage sein, weltweit und ein Leben lang eine Telefonnummer zu haben und auf eine Vielzahl von Features zurück zu greifen.  Mehr bei
http://www.heise.de/tp/blogs/4/134524


Chip in jeder Pille

Die Firma Proteus Biomedical hat einen Microchip entwickelt, der in ein Medikament eingebettet wird und Daten über den physiologischen Zustand des Patienten aus dessen Körperinneren senden kann. Wie die Daily Mail berichtet, wollen zwei große Pharma-Unternehmen noch in diesem Jahr die Praktikabilität des Chips in Versuchsreihen testen.
Die Erfindung könnte nicht nur Ärzten eine bessere Kontrolle über die Einnahmetreue ihrer Patienten geben, sondern auch Medikamentenmissbrauch melden. Mehr noch, unterlassene Einnahme könnte bestraft werden.  Mehr bei
http://www.heise.de/tp/blogs/3/136186
 

Die US-Bundespolizei speichert jetzt die DNA-Profile aller Festgenommenen Personen, egal ob sie verurteilt werden oder nicht.


Polizeistaat-Ranking: Deutschland unter Top Ten

Deutschland gehört zu den zehn Staaten der Welt, in denen die Bürger in Bezug auf die Nutzung von Informationstechnologien am stärksten überwacht werden. Zu diesem ernüchternden Ergebnis kommt eine aktuell vorgelegte Untersuchung des US-Security-Unternehmens Cryptohippie.
An der Spitze des Negativ-Rankings des sogenannten "The Electronic Police State"-Berichts für das Jahr 2008 finden sich wenig überraschend die kommunistischen Staaten China und Nordkorea wieder. Dicht dahinter folgen Weißrussland, Russland, Großbritannien (England und Wales) sowie die Vereinigten Staaten. Vervollständigt werden die Top-Ten-Platzierungen durch die westlichen Demokratien Israel, Frankreich und Deutschland.
"Dass Deutschland im Überwachungs-Ranking derart weit vorne zu finden ist, ist einerseits zwar etwas verblüffend, bei genauerer Betrachtung aber auch keine allzu große Überraschung", meint Thilo Weichert, Leiter des Unabhängiges Landeszentrums für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD). "Wir sind zwar nicht Weltmeister, was die elektronische Bürgerkontrolle betrifft, immerhin gehören wir in dieser Hinsicht aber zur Weltspitze. Vor allem mit der viel diskutierten Vorratsdatenspeicherung hat Deutschland einen Schritt vollzogen, der von anderen EU-Ländern noch nicht gewagt worden ist", stellt Weichert fest.
"Wir wissen, dass unsere Regierungen und private Unternehmen nahezu jede Form unserer elektronischen Kommunikation überwachen. Dadurch fühlen sich die meisten von uns zwar etwas beunruhigt, doch nur die wenigsten sagen oder tun etwas dagegen", heißt es im Cryptohippie-Bericht. Hauptursache hierfür sei in erster Linie das fehlende Wissen darüber, welche drastischen Konsequenzen das Aufzeichnen, Ordnen, Durchsuchen und Verteilen der gesammelten User-Daten für die Betroffenen haben kann. Jede E-Mail oder Kreditkartentransaktion und jeder Webseitenbesuch oder Handy-Gebrauch würde von einem elektronischen Überwachungsstaat für lange Zeit in einer Datenbank gespeichert. Von dort könnten sie per Knopfdruck zu jeder Zeit von den Behörden als Beweis gegen den Bürger verwendet werden.  Mehr bei
http://pressetext.de/news/090513033/polizeistaat-ranking
https://www.datenschutzzentrum.de


Der Airbag als Blackbox des Autos

Was viele nicht wissen: Der Airbag ist gleichzeitig ein Datenspeicher, die Blackbox des Autos, die jeden Fahrfehler verrät!
Je moderner das Fahrzeug, deso detallierter die Daten. So können nach einem Unfall die Fahrzeug-Geschwindigkeiten und Beschleunigungen ermittelt werden, ob die Bremse betätigt wurde, ob der Sicherheitsgurt angeleget war etc.  Mehr bei
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/769020

 

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