Vorsicht Öko-Nepper, Wucherer und Bauherren-Fänger! PCS-Kristalle, PCS-Kristallverfahren, PCS Kristalle, PCS Kristallverfahren

Auch im Ökosektor gibt es leider inzwischen Nepper, Wucherer und Bauherren-Fänger: Firmen, die sich z.B. als "Bauökologische Gesellschaft", "Bauoekologie" etc. bezeichnen und mit ökologischen Lösungen und bis zu 30 Jahren "Herstellergarantie" locken, sogar auf seriösen Messen.
Die "Beratung" ist meist noch kostenlos, aber dann kommen Pauschalverträge und versteckte Kreuzchen im Kleingedruckten ins Spiel. Und wenn man sie dann erst unterschrieben hat, fällt man möglicherweise schnell Wucherpreisen zum Opfer!

Gerade im Bereich Ökologisches Bauen und Energetischer Altbausanierung ist Vorsicht geboten: Manche Firmen - oftmals aus den Neuen Bundesländern - werben mit der ökologischen Sanierung und Trockenlegung feuchter Wände und Gebäude und feuchter Bausubstanz, Abdichtung von Feuchteschäden, Feuchtigkeitsmessungen, Schimmelpilzberatung, Mauerentfeuchtung, Vertikalsperren, Horizontalsperren im feuchten Mauerwerk, ökologischen "Kristall-Verfahren" mit bis zu 30 Jahren "Herstellergarantie". PCS-Kristalle, PCS-Kristallverfahren
Achtung auch bei aggressiv auftretenden Firmen im Bereich Energieberatung, Wärmebedarfsberechnungen, Energiesparprogramme, Einsparung von Energieressourcen (fossilen Brennstoffen), Bauen mit ökologisch "einwandfreien" Materialen, Baustoffen mit dem Zusatz schadstofffrei, immissionsarm, emissionsarm oder umweltfreundlich, um Energiekosten zu sparen sowie Trockenlegungsarbeiten aller Art (siehe unsere Tipps unten).
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Unser Test:

Nachdem wir uns unter neutralem Namen für ein spezielles Produkt interessiert hatten, erschien ein sog. "unabhängiger Gutachter" für Feuchtigkeitsschäden und Mauerentfeuchtung [der Begriff "unabhängiger Gutachter" ist nicht geschützt, praktisch jeder kann sich so bezeichnen!]. Dieser "Gutachter" kam mit einer weiteren Person, die wahrscheinlich nur als Zeuge zu fungieren hatte, um unser feuchtes Mauerwerk und unsere Gebäude-, Putz- und Mauerwerksschäden zu begutachten. Da war von Bauoekologie, Hochdruckinjektionen durch Vergelung oder Verharzung und von "Kristall-Verfahren" mit 30 Jahren Garantie die Rede und auch von "Schleierinjektionen". Das Wort "Schleierinjektion" trifft es genau, wie wir später erfahren mussten.
Dass Trockenlegung von feuchten Wänden und Gebäuden ihren Preis hat, ist bekannt, aber manchmal kommt auch schnell ein nicht näher spezifiziertes Pauschalangebot (gern auch "Werkvertrag" genannt) von über 7.000 Euro (ein Pseudo-Rabatt von fast 1.000 Euro wurde bereits scheinheilig abgezogen) für 46 laufende Meter feuchte Wände zustande, den man möglichst sofort verbindlich unterschreiben soll. Dabei übersieht man leicht das kleine Kreuzchen, dass der "Gutachter" noch schnell an die Stelle des Kleingedruckten gesetzt hat, wo darauf hingewiesen wird, dass später noch die Erneuerung der gesamten Putzflächen bis zu einer Höhe von ca. 1,50 Meter erforderlich ist, innen und außen! Dass diese Putzerneuerung allerdings nicht Teil des Werkvertrags, also nicht in diesem horrenden Preis enthalten ist, lernt man erst später, nachdem irgendwelche Subunternehmer unzählige Löcher gebohrt, mit "kristalliner Masse" gefüllt und das Innere des Hauses mit rotem Staub überzogen haben, weil sie zum Bohren keinen Sauger benutzen wollten. Auch die Verspachtelung der vielen Bohrlöcher geriet lapidar und äußerst mangelhaft, so dass man anschließend allein deshalb noch einen Maurer brauchte.
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Der Clou allerdings ist, dass für höchstens 50 Stunden Subunternehmer-Arbeit allenfalls 2.000 Euro zu berechnen wären; also musste man davon ausgehen, dass das hier verbrauchte Material einen Wert von über 5.000 Euro hat, was niemals angehen kann. Aber auch in der später ins Haus flatternden "Rechnung zum Werkvertrag" gab es dann keine näheren Angaben zu Arbeits- und Materialpreis; schon deshalb, um den willkürlichen Wucherpreis nicht aufschlüsseln zu müssen. Und da in Deutschland Firmen das Recht haben, Geld zu verdienen, muss man wohl oder übel bezahlen, auch wenn der Preis (hier 152,40 Euro pro laufenden Meter!!!) durch nichts gerechtfertigt, also ein Wucherpreis ist.
Und nach 6 Monaten brach doch wieder Feuchtigkeit durchs Mauerwerk!

 

Unsere Tipps:

- Vorsicht bei Beratern, die als "Gutachter" oder "unabhängiger Gutachter" auftreten!
- Vorsicht bei Beratern, die sich Zeugen mitbringen, die nur dabeistehen.
- Achten Sie immer auch auf das Kleingedruckte und versteckte Kreuzchen!
- Verweigern Sie die Unterschrift unter unspezifizierte Pauschalverträge / Werkverträge!
- Unterzeichnen Sie niemals noch am selben Tag!
- Holen Sie stets noch mindestens ein weiteres Angebot ein.
- Überschlafen Sie das Angebot; prüfen und vergleichen Sie genau.
- Informieren Sie Verbraucherverbände, wenn Sie Betrug ahnen und lassen Sie sich dort beraten.
- Bezahlen Sie erst dann, wenn die Arbeiten ordnungsgemäß vollendet wurden!
- Lassen Sie nacharbeiten, wenn Sie mit Recht unzufrieden sind: setzen Sie der Firma dafür eine Frist von 14 Tagen und ggf. noch eine Nachfrist. Wenn dann nicht ordnungsgemäß nachgebessert wurde, können Sie etwas vom Preis abziehen.
- Bei Garantiezusagen können Sie 5% "Gewährleistungseinbehalt" vom Gesamtpreis abziehen; diese müssen Sie dann erst nach Ablauf der Garantiezeit bezahlen!
 

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