März 2008 Biotreibstoffe führen in die Hungersnot _______________________________________ Es klingt fast grotesk: Wegen des wachsenden Umweltbewusstseins in der Welt geht den UN-Hilfsorganisationen das Geld für Hilfen aus. Für hungernde Menschen, deren einzige Hoffnung oftmals die Lebensmittelprogramme der großen UN-Organisationen sind, ist die Realität allerdings mehr als dramatisch. Grund für die Probleme sind die immer weiter steigenden Getreide- und Benzinpreise. Von Mexiko über Mauretanien, Jemen und Senegal bis Usbekistan und Indonesien treibt die drastische Erhöhung der Lebensmittelpreise zornige Bürger auf die Straße. Ein Ende der Kostenexplosion ist nicht in Sicht. Die zunehmende Nachfrage nach Biotreibstoffen wird die Getreidepreise auch künftig in die Höhe treiben. "Aber damit nicht genug: Wegen der hohen Kosten für Benzin wird auch der Transport der Lebensmittel in die Entwicklungsländer immer teurer", erklärt Caroline Hurford vom Welternährungsprogramm (WFP). Auch Biokraftstoff verschärft die Lage. Bioland schlägt "Biodiesel" als Unwort des Jahres 2009 vor. Immer mehr Menschen nähern sich wegen der steigenden Getreidepreise der Schwelle zum Hunger an, weil sie vom Lebensmittelmarkt ausgeschlossen werden. Mitgliedstaaten und Europaabgeordnete üben gemeinsam Druck auf die Kommission aus, verbindliche Nachhaltigkeitskriterien in eine Überarbeitung EU-weiter Bestimmungen für Verkehrskraftstoffe aufzunehmen. Die Zerstörung des brasilianischen Amazonas-Regenwaldes schreitet weiter voran und nimmt wieder zu. Neben Aluminium- und Stahlindustrie, Rinderfleisch und Sojaproduzenten tritt jetzt auch die Agrarspritbranche zu einer neuen Zerstörungsorgie an. Mehr bei http://www.n-tv.de/925268.html http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/?sid=dd84d09b8ab16af0a6e2d2adee34722b&em_cnt=1294066 http://www.euractiv.com/de/verkehr/article-170551 http://www.presseportal.de/pm/58356/1143960 http://www.das-parlament.de/2008/09-10/EuropaWelt/19690555.html http://www.abendblatt.de/daten/2008/02/20/850040.html http://www.wissenschaft-online.de/artikel/942558